Landesportal Saarland

Navigation und Service

Hauptinhalte

| Landesamt für Soziales | Menschen mit Behinderung, Soziales

Sonderförderprogramme

Zur Schaffung von zusätzlichen Arbeits- und Ausbildungsplätzen für Menschen mit Schwerbehinderung

Im Rahmen der Sonderförderprogramme unterstütz das Inklusionsamt die Schaffung von neuen Ausbildungs- oder Arbeitsplätzen durch finanzielle Leistungen an Arbeitgeber zum Ausgleich außergewöhnlicher Belastungen, die mit der Beschäftigung besonders betroffener schwerbehinderter Menschen verbunden sind.

Hierzu zählt das saarländische Förderprogramm zur Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen für schwerbehinderte Menschen: ein Prämienprogramm mit einer möglichen Förderung von bis zu 10.000 Euro pro neu geschaffenem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz.

Ergänzt wird dieses Programm durch das neue Sonderförderprogramm „Beschäftigung von behinderten Menschen mit multiplen oder gravierenden Vermittlungshemmnissen auf dem ersten Arbeitsmarkt“ von April 2021, das Mittel in Höhe von insgesamt fünf Millionen aus der Ausgleichsabgabe breitstellt, um Menschen mit Behinderungen, die multiple oder besonders gravierende Vermittlungshemmnisse haben, in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis einzustellen.

Unabhängig von den Sonderförderprogrammen gibt es verschiedene finanzielle Unterstützungsleistungen im Rahmen der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben wie zum Beispiel Beschäftigungssicherungszuschuss oder persönliche Unterstützung etc. Mehr zu den Möglichkeiten und einen Überblick über die Maßnahmen finden Sie hier.

Eine Übersicht der aktuellen Sonderförderprogramme, sowie Ansprechpartnerinnen, bei denen Sie sich individuell informieren können, finden Sie unter den Klappentexten.

Sonderprogramm zur Förderung von Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für schwerbehinderte Menschen (Laufzeit bis 31.12.2022)

Ausbildungsmöglichkeiten:

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können Förderleistungen erhalten, wenn Sie ihren Betriebssitz/ihre Dienststellen im Saarland haben und der Ausbildungsplatz im Saarland liegt. Gefördert werden neue Ausbildungsplätze für junge schwerbehinderte oder gleichgestellte Menschen, die ihren Wohnsitz im Saarland und noch keine abgeschlossene Berufsausbildung haben.

Höhe der Förderung: Bei Abschluss eines Ausbildungsvertrages werden je Ausbildungsjahr 2.000 € gewährt, die am Beginn des jeweiligen Ausbildungsjahres ausgezahlt werden.

Bei Übernahme in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis im Sinne des § 156 Abs. 1 Sozialgesetzbuch (SGB) Neuntes Buch (IX) kann nach Abschluss einer Ausbildung folgender Zuschuss gewährt werden:

- Einmaliger Zuschuss vom 2.000 € bei Übernahme in ein befristetes Arbeitsverhältnis mit einer Mindestdauer von 1 Jahr

- Einmaliger Zuschuss von 4.000 € bei Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis

Beschäftigungsmöglichkeiten:

Die Fördervoraussetzungen zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen sehen wie folgt aus:

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können Förderleistungen erhalten, wenn sie ihren Betriebssitz/ihre Dienststelle im Saarland haben und der Arbeitsplatz im Saarland liegt. Gefördert werden neue Arbeitsplätze für arbeitslose oder arbeitsuchende, schwerbehinderte Menschen, die ihren Wohnsitz im Saarland haben.

Folgende Personenkreise werden insbesondere berücksichtigt:

Schwerbehinderte die gem. § 155 Abs. 1 Nr. 1 SGB IX im Arbeitsleben besonders betroffen sind (soll ich hier eine Aufzählung aufzeigen?)

Schwerbehinderte Menschen, die langzeitarbeitslos im Sinne des § 18 Drittes Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) sind.

Schwerbehinderte Menschen mit Bezug von Leistungen nach dem zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II)

Menschen, die im Anschluss an eine Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen oder einer innerbetrieblichen Qualifizierungsmaßnahme im Rahmen der Unterstützten Beschäftigung nach § 55 SGB IX in den ersten Arbeitsmarkt wechseln

Schwerbehinderte Menschen, die in einem Inklusionsbetrieb eine Beschäftigung finden.

Schwerbehinderte Menschen im Sinne des § 192 Abs. 2 und 3 SGB IX die bei ihrer Arbeitsaufnahme eine Unterstützung durch den Integrationsfachdienst bedürfen sowie

Junge Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Anschluss an die Beendigung der Schulzeit zur Aufnahme einer Tätigkeit in dem ersten Arbeitsmarkt.

Die Höhe der Förderung beträgt für die Begründung eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses zu Beginn des neuen Arbeitsverhältnisses 2.000 €, zu Beginn des zweiten Beschäftigungsjahres 3.000 € und zu Beginn des dritten Beschäftigungsjahres 5.000 €.

Für die Begründung eines befristeten Arbeitsverhältnisses (Mindestdauer 12 Monate) zahlt das Inklusionsamt eine Inklusionsprämie in Höhe von 2.000 € zu Beginn des neuen Arbeitsverhältnisses.

Bei Verlängerung des Arbeitsverhältnisses um ein weiteres Beschäftigungsjahr 1.500 € bzw. bei Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis nach dem ersten Beschäftigungsjahr 3.000 € und nach dem Zweiten 5.000 €.

Bei Verlängerung des Arbeitsverhältnisses um ein weiteres zweites Beschäftigungsjahr 2.500 €, bzw. bei Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis nach dem zweiten. Beschäftigungsjahr 5.000 €.

Flyer - Förderung schwerbehinderter Menschen durch das saarländische Inklusionsamt

Weitere Informationen erteilen:

Roswitha Kerber, Tel.: 0681 9978 – 2386

Alexandra Riem, Tel.: 0681 9978 - 2392

Elke Alexander, Tel.: 0681 9978 - 2390

Modell-Sonderförderprogramm „Beschäftigung von behinderten Menschen mit multiplen oder gravierenden Vermittlungshemmnissen auf dem ersten Arbeitsmarkt“ (Laufzeit bis 30.04.2024)

Zielgruppe dieses Programms sind schwerbehinderte oder diesen gleichgestellte Menschen mit gravierenden Vermittlungshemmnissen, die durch die üblichen Instrumente der Arbeitsförderung nach SGB II und SGB III in absehbarer Zeit keine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt erlangen können. Bei diesem Programm besteht ein Kooperationsvertrag zwischen Agentur für Arbeit, Jobcenter und dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. Die Art der Sonderförderleistungen erfolgt für die genannte Gruppe bedarfsabhängig nach den Umständen des Einzelfalls.

Arbeitgeber können beispielsweise eine Förderung im Bereich des Bruttolohnkostenzuschuss erfahren, indem der Eingliederungszuschuss durch die der Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenters zwischen 90 und 100 % erhöht wird.

Beschäftigte können von dem Programm zum Beispiel dadurch profitieren, dass evtl zusätzliche behinderungsbedingt anfallenden Kosten nach Einzelfallprüfung gezahlt werden.

Weitere Informationen erteilt:

Elke Alexander, Tel.: 0681 9978 - 2390

Zurück zur Übersicht