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| Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie | Menschen mit Behinderung

Berufsorientierungsmaßnahmen für Jugendliche mit schweren Beeinträchtigungen laufen weitere drei Jahre

Vier Module bieten berufliche Orientierung und bedarfsgerechte Förderung entsprechend den individuellen Neigungen und Kompetenzen an.

Vertragsunterzeichnung zur Verländerung der Berufsorientierungsmaßnahme für Schülerinnen und Schüler mit schweren Beeinträchtigungen Vertragsunterzeichnung zur Verländerung der Berufsorientierungsmaßnahme für Schülerinnen und Schüler mit schweren Beeinträchtigungen
v.l.: Martin Stoiber, Stefan Funck, Theo Dubois, Martin Schneider Foto: ©LAS/mlk

Das ist eine gute Nachricht  für alle Schülerinnen und Schüler mit schweren Beeinträchtigungen: Die Berufsorientierungsmaßnahmen für diese Gruppe von saarländischen Jugendlichen laufen drei weitere Jahre. Den entsprechenden Vertrag für die Fortsetzung der Maßnahmen unterzeichnete zu Wochenbeginn im Landesamt für Soziales (LAS) dessen Direktor Stefan Funck  für das Inklusionsamt beim LAS gemeinsam mit Martin Schneider, Martin Stoiber und Theo Dubois für die aus WIAF, SHG und CEB bestehende Bietergemeinschaft, die für die praktische Umsetzung der Berufsorientierung steht.

Die aktuell um weitere drei Jahre verlängerte Maßnahme läuft bereits seit 2012, Kooperationspartner sind das Ministerium für Soziales, Gesundheit Frauen und Familie, das Ministerium für Bildung und Kultur sowie die Agentur für Arbeit.

Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern mit schweren Beeinträchtigungen, für die im Übergang in den Beruf mit gravierenden Teilhabehindernissen zu rechnen ist, entsprechend ihrer Neigungen und Kompetenzen eine umfassende berufliche Orientierung und anschließende bedarfsgerechte Förderung zu ermöglichen. Für die jungen Menschen wird dabei ein individuell geplanter und durchgehend unterstützter Prozess von der schulischen Vorbereitung zur beruflichen Orientierung und Erprobung entwickelt. Diese Maßnahmen dienen der Erweiterung der Perspektive auf eine Qualifizierung und Vermittlung in Ausbildungs- und Beschäftigungsverhältnisse am allgemeinen Arbeitsmarkt.

Das in vier Modulen gegliederte Leistungsangebot richtet sich an Vorabgangs- und Abgangsklassen vor allem der Förderschulen geistige und körperlich-motorische Entwicklung. Alle anderen Schülerinnen und Schüler mit schweren Beeinträchtigungen, die andere saarländische Schulen besuchen und für die im Übergang in den Beruf mit gravierenden Teilhabehindernissen zu rechnen ist, können einzelne Module oder Teile daraus in Anspruch nehmen.

Im Wesentlichen besteht die Maßnahme aus dem Durchführen einzelner Standardelemente, die der vertieften Berufsorientierung dienen. Dazu zählen beispielsweise die grundsätzliche Interessenerkundung und die persönliche Zukunftsplanung, aber auch die Feststellung der Kompetenz und Praktika. Die in einer Modulbeschreibung miteinander verbundenen Standardelemente initiieren rechtzeitig vor Ende der Schullaufbahn einen mehrjährigen und strukturierten Prozess zur frühzeitigen beruflichen Orientierung der Jugendlichen. Dieser umfasst auch die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der eigenen Behinderung; zudem wird die elterliche Verantwortung berücksichtigt.

Im konkreten Fall fungiert das erste Modul als Auftakt oder Einstiegsphase, das zweite Modul dient der vertieften Berufsorientierung. Für Strategien zur Berufswahl sowie betriebliche Praktika steht das Modul drei, das sich anschließende Modulvier ist inhaltlich für Realisierungsstrategien zum Übergang von Schule und Beruf konzipiert.

 

Foto: (von links) Martin Stoiber, Stefan Funck, Theo Dubois, Martin Schneider

©LAS/mlk