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Thema: Landwirtschaft

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| Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz | Agrar- und Landentwicklung, Landwirtschaft, Förderangebote, EU und Europarat

Europäischer Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL)

Die 1. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union

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Wenn von der 1. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) gesprochen wird, ist eigentlich der Europäische Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) gemeint.

In der derzeitigen Förderperiode 2014-2020, die um 2 Jahre verlängert wurde, besteht die erste Säule aus verschiedenen Direktzahlungs-Komponenten, die jeweils unterschiedliche Zielrichtungen haben, wie Entlohnung von Gemeinwohlleistungen, Unterstützung des Generationenwechsels, angemessenes Einkommen, Flächendeckende Landwirtschaft, Ernährungssicherheit, Umwelt- und Klima-Ambition.

Dies sind die folgenden verbindlich einzuführenden Komponenten: die „Junglandwirteprämie“ (rund 1%), die auch als „Greening“ bezeichnete „Ökologisierungsprämie“ (30%) und die „Basisprämie“ (rund 60%). Hinzu kommt die von Deutschland fakultativ eingeführte „Umverteilungsprämie“ (rund 7%). Des Weiteren wurden ursprünglich 4,5% der Direktzahlungen in die zweite Säule ELER umgeschichtet, wobei dieser Satz ab dem Jahr 2020 auf 6% erhöht wurde.

Jeder Euro, der als Direktzahlungen in die Landwirtschaft fließt, ist in der Regel an Standards über dem gesetzlichen Minimum geknüpft. So müssen die Greening-Anforderungen und das Cross Compliance eingehalten werden - Auflagen in den Bereichen Lebensmittelsicherheit, Pflanzen- und Tiergesundheit, Klima-, Umwelt-, Wasser- und Tierschutz und den Erhalt eines guten Zustands der landwirtschaftlichen Flächen.

In der neuen Förderperiode ab dem Jahr 2023 werden die „Öko-Regelungen“ (23%) und die gekoppelten Zahlungen für Mutter-Ziegen, -Schafe und –Kühe (2%) als neue Maßnahmen der 1- Säule eingeführt. Angehoben werden die „Junglandwirteprämie“ (3%) wie auch die „Umverteilungsprämie“ (12%).

Gleichzeitig werden mehr Mittel in die 2. Säule umgeschichtet werden – von 10% in 2023 bis auf 15% in 2026.

Die Ambition in den Bereichen Umwelt, Biodiversität, Klimaschutz wird also weiter steigen. Dies gilt auch für die von den landwirtschaftlichen Betrieben einzuhaltenden Standards bzw. zu erbringenden Gemeinwohlleistungen. Der Bezug der „Einkommensgrundstützung“ (58%) sowie der anderen Direktzahlungs-Kompenenten wird an die Einhaltung der „erweiterten Konditionalität“ (bisher Greening und Cross Compliance) geknüpft werden. Im Vergleich zur Förderperiode bis 2022 bedeutet dies: Mehr Anspruch bei Weniger Ausgleich.

 

Im Saarland betreut die im Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz eingerichtete Zahlstelle ELER/EGFL etwa 1.200 landwirtschaftliche Betriebe, die zusammen rund 78.000 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche (LF) nach den europäischen Regeln bewirtschaften.

Praktiker erhalten unter Agrarflächenförderung nähere Informationen zur Antragstellung im Saarland.
 

Informationen über die Umsetzung der GAP in Deutschland in der laufenden Förderperiode erhalten Sie unter folgenden Links:

Erläuterungen zur GAP: Direktzahlungen an Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe 2015-2020

Umsetzung der Agrarreform in Deutschland

Der Schutz der finanziellen Interessen der EU über Vorgaben, Kontrollen und Transparenz ist ein wichtiges Anliegen der GAP. Transparenz dient auch dazu, dass die rund 450 Mio. Bürger die Verwendung der eingesetzten finanziellen Mittel nachvollziehen können und auch die Bereitstellung von öffentlichen Leistungen durch die Begünstigten sichtbar gemacht wird. Informationen dazu finden Sie hier.

Weitere EGFL-Maßnahmen

Neben den Direktzahlungen werden im Saarland auch die Maßnahmen "Europäisches Schulprogramm" (EU-Schulprogramm) und "Bienenzuchtprogramm" (Bienen und Honig) aus dem EGFL gefördert – beides auch unter Einsatz von Landesmitteln.

Andere Marktmaßnahmen werden dagegen zentral für Deutschland abgewickelt, wie die öffentliche Intervention, die Förderung der Lagerhaltung oder außergewöhnliche Maßnahmen in Krisensituationen. Informationen dazu finden Sie hier.

Aktuelle Informationen zur EGFL-Förderung finden Sie hier.

Ansprechpartnerinnen im Ministerium:

Aileen Gniffke
Referat B/1:Europäische Agrar- und Förderpolitik, ELER-Verwaltungsbehörde, GAK

Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken

Christiane Würtz
Referatsleiterin A/5:
Zahlstelle ELER/EGFL

Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken