Zentrum für Biodokumentation
Aufgabenbereiche des ZfB
Kernziele und Aufgaben des Zentrum für Biodokumentation sind Sicherung, Betreuung und Fortschreibung der naturwissenschaftlichen Sammlungen des Saarlandes, Schaffung eines Koordinations- und Kommunikationszentrums für feldbiologische/-ökologische Forschung sowie außerschulische Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit.
Sicherung, Betreuung und Fortschreibung der naturwissenschaftlichen Sammlungen des Saarlandes
- Archivierung und Konservierung
- Fachkompetente Betreuung und Fortführung (Determination, Inventarisierung, Komplettierung)
- Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Fachleuten und Institutionen Archivierung und Konservierung
Sammlungen am ZfB
Folgende Sammlungen finden Sie in den Räumen des ZfB
Aktuelle Meldungen
Schaffung eines Koordinations- und Kommunikationszentrums für feldbiologische/-ökologische Forschung
(Erfassung und Dokumentation von Bioinformationen in unserer Region)
- Einrichtung einer zentralen Erfassungsstelle für Tier- und Pflanzenarten im Saarland (inkl. Randgebiete); Zusammenführung und Koordinierung aller momentan im Saarland laufenden Kartierprojekte (Raster- und Punktkartierungen)
- Erstellung und Pflege eines GIS-gestützten Biotopkatasters (Biotopkartierung, §-22-Biotope, FFH-Biotope)
- Überarbeitung und Fortschreibung der Roten Listen Schaffung einer Kontakt- und Anlaufstelle für alle, die amtlich, ehrenamtlich und hobbymäßig Arten erfassen Zusammenstellen und Publikation von Jahresberichten über die Ergebnisse der laufenden Kartieraktivitäten
- Zusammenarbeit mit Universitäten: Betreuung von Examens-, Diplom- und Doktorarbeiten
- EDV- und GIS-gestützte Inventarisierung von Schutzgebieten (NSGs, FFH-Gebiete) als wesentliche Grundlage für ein zielgerichtetes und effizientes Pflegemanagement Etablierung eines langfristigen Arten- und Flächen-Monitorings in ausgewählten Naturräumen und Schutzgebieten (NSG, FFH) mit entsprechender periodischer Dokumentation der Ergebnisse
- Einbindung von Studierenden der biologischen Wissenschaften als studentische Hilfskräfte oder Praktikanten (z.B. Determination nicht bestimmter Arten innerhalb der Sammlungen, Neubestückung und Ergänzung, Mitarbeit bei Fachausstellungen, etc.)
- Aufbau einer gut bestückten Regional-Bibliothek, in der auch die sog. „graue Literatur“ zusammengefasst wird; Einrichtung von PCs mit Internetanschluss zur Gewährleistung des Zugriffes auf externe Universitätsbibliotheken
Aktuelle Projekte des Zentrums für Biodokumentation
MitReden - Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Reden
Bildung für nachhaltige Entwicklung bleibt nicht stehen bei der Vermittlung von biologischem oder ökotechnischem Wissen. Zur Förderung der für BNE zentralen Fähigkeiten zum Mitreden und Mitgestalten sind interdisziplinäres und möglichst eigenständiges Forschen und Lernen wichtig. MitREDEN stellt im Zentrum für Biodokumentation die dafür erforderliche Lernumgebung bereit incl. der vielfältigen Möglichkeiten, die dieser besondere Standort bietet.
Andreas Wadle
Referat:
D/2 Arten- und Biotopschutz, Zentrum für Biodokumentation
Am Bergwerk Reden 11
66578 Schiffweiler
Die Entstehung
Das Zentrum für Biodokumentation (ZfB) begann Ende 2002 am Zukunftsort Reden seine Pionier-Arbeit.
Umstrukturierung der Universität
Die Umstrukturierung der Universitätslandschaften im SW-deutschen Raum hatte an der Universität des Saarlandes erhebliche Veränderungen mit sich gebracht, die insbesondere die Biologie und Geographie betrafen. So ist die Fachrichtung Biogeographie 2001 vollständig nach Trier umgezogen. In Saarbrücken gab es nur noch eine "sektorale" Biologie mit den Hauptfächern Molekular- und Humanbiologie. In der Konsequenz hieß das, dass die Fachdisziplinen, die sich bis dahin mit der Erforschung der Landeskunde sowie der Tier- und Pflanzenwelt im Saarland beschäftigt hatten, an der Universität des Saarlandes nicht mehr existent waren. Es gab folglich auch keine unmittelbare Ausbildungs- und Anlaufstätte mehr für junge Wissenschaftler , die die Grundlagen für eine fundierte naturwissenschaftlich orientierte Heimatforschung erheben und weiter vermitteln konnten.
Erste Überlegungen
Vor diesem Hintergrund hat sich der DELATTINIA-Vorstand bereits seit 1999 intensiv mit dieser Problematik auseinander gesetzt. Durch zahlreiche Gespräche mit Fachleuten und Politikern sowie gezielte Pressearbeit hat die DELATTINIA die entsprechenden Interessensgruppen und politischen Entscheidungsträger für das Thema sensibilisiert. Diese Bemühungen hatten mit dazu beigetragen, dass sich die Landesregierung am Zukunftsstandort Reden (ehemalige Grube Reden) für die Einrichtung eines Zentrums für Biodokumentation (ZfB) entschieden hatte.
Zusammenführung der Sammlungen
In enger Abstimmung zwischen Saarländischem Kultusministerium und dem Umweltministerium einerseits sowie der Universität des Saarlandes andererseits wurde festgelegt, dass die bis zu diesem Zeitpunkt an der Universität untergebrachten naturkundlichen Sammlungen als Dauerleihgabe in das neue Zentrum für Biodokumentation in Reden verlagert werden. Hierzu wurde eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, die eine solide fachliche Betreuung der Sammlungen innerhalb eines zukunftsweisenden Gesamtkonzeptes garantiert.
Anfang 2003 wurden die naturkundlichen Sammlungen der Universität des Saarlandes dem ZfB übergeben.
Im Jahr 2005 konnten diese Sammlungen durch die Übernahme des geologischen Museums der DSK AG, welches vorher in Saarbrücken in der Trierer Straße seinen Standort hatte, erweitert werden.
Eine Reihe bundesweit bedeutender Untersuchungen und Forschungsvorhaben wurden in den letzten Jahren vom Zentrum für Biodokumentation initiiert und durchgeführt. Das ZfB ist mittlerweile bundesweit bekannt und hat sich als renommierte Biodiversitätsforschungseinrichtung etabliert und bundesweite Aufgaben übernommen.
So sind seit 2006 die Koordinationsstelle der Florenkartierung Deutschlands sowie die Geschäftsstelle des Netzwerks Phytodiversität Deutschlands e.V. (NetPhyD) im ZfB angesiedelt.
Mit namhaften Einrichtungen und Institutionen wie dem Bundesamt für Naturschutz, dem Umweltforschungszentrum in Leipzig (Helmholtzstiftung) sowie zahlreichen Universitäten besteht eine enge Zusammenarbeit.
Das Zentrum für Biodokumentation war von 2004 bis 2014 dem Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz als Stabsstelle angegliedert. Ab September 2014 ist es dem Referat D/2 „Arten- und Biotopschutz organisatorisch zugeordnet.“
Kontakt
Referat D/2 Arten- und Biotopschutz
"Zentrum für Biodokumentation"
Am Bergwerk Reden 11
66578 Schiffweiler
Referat D/2 Arten- und Biotopschutz
"Zentrum für Biodokumentation"
Am Bergwerk Reden 11
66578 Schiffweiler
Besuch der Sammlung:
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