Thema: Veterinärwesen
Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz | Tiere und Tierschutz

Zusatz-Informationen: Tierärzte

Die Seuchenlage in Belgien verursacht ein erhöhtes Risiko der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Haus- und Wildschweinbestände in Deutschland und im Saarland. In der aktualisierten Fassung der „Qualitativen Risikobewertung zur Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest aus Verbreitungsgebieten in Europa nach Deutschland“ des Friedrich-Löffler-Institut (FLI) vom Mai 2020 (Download über die Seite des FLI und Artikel in „OpenAgrar“, siehe Linkliste auf dieser Seite) wird auf die Gefahr der Einschleppung über unterschiedliche Wege hingewiesen.

Tierärzte tragen in dieser Gefährdungslage eine besondere Verantwortung bei der Betreuung von landwirtschaftlichen Betrieben und in Schweinebeständen. Zentrale Bedeutung haben die fachlich gebotenen und geeigneten Hygienemaßnahmen im Rahmen von Betriebsbesuchen. Sie müssen für eine effektive Dekontamination und Verhinderung der Virusverbreitung geeignet sein, auch zur Vermeidung haftungsrechtlicher Konsequenzen. In Anbetracht der erheblichen Varianz möglicher Kontaminationsquellen sollten die „Biosicherheitskonzepte“ vor allem der tierärztlichen Großtierpraxen unter Beachtung der Guten Veterinärmedizinischen Praxis (GVP) und des GVP-Kodex des Bundesverbands praktizierender Tierärzte e.V. optimiert werden. Das gilt insbesondere, wenn gleichzeitig durch Jagdausübung o.ä. der Kontakt von Mitarbeitern mit Schwarzwild gegeben ist.

Zu wissenschaftlichen Bewertungen stellt die Europäische Kommission auf ihrer Seite „African Swine Fever“ weiterführende Informationen, u.a. detaillierte Stellungnahmen der European Food Safety Authority (EFSA) zur Verfügung.

Anschauungsmaterial zur Diagnostik der ASP beim Wildschwein und beim Hausschwein ist auf der Seite des FLI abrufbar („Afrikanische Schweinepest beim Hausschwein - Hinweise zur ASP-Früherkennung“ und „Afrikanische Schweinepest beim Schwarzwild - Hinweise zur ASP-Früherkennung bei Wildschweinen“). Fachinformationen gibt es auch auf der Infoseite des Europäischen Referenzlabors für ASP.

Weiterführende Links

Bekanntmachungen der zuständigen Behörden in Belgien: African swine fever

Bekanntmachungen der zuständigen Behörden in der Wallonie: Mesures de lutte contre la peste porcine africaine

Europäische Kommission (EU-KOM)

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (European Food Safety Authority, EFSA)

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL): Afrikanische Schweinepest (ASP) - BMEL bittet um Wachsamkeit und Vorbeugung

Friedrich-Löffler-Institut (FLI) - Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit

Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft e.V. (DVG): Vorbeugende Desinfektion gegen Afrikanische Schweinepest (ASP) in der Tierhaltung

Verschiedene Präsentationen zum Thema ASP

Europäisches Referenzlabor für ASP (Spanien): Fachinformationen zur ASP

Ansprechpartner

Zentrale Tiergesundheit

Konrad-Zuse-Straße 11
66115 Saarbrücken

Saarland-Markenzeichen mit der Regierungswortmarke Landesamt für Verbraucherschutz