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Thema: Gentechnik und Chemikalien

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| Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz | Gentechnik und Chemikalien

Gentechnikfreie Anbauregion

Die Regierungsparteien haben im Koalitionsvertrag vereinbart,

  • gemeinsam mit den Städten und Gemeinden, Verbänden und Institutionen eine Strategie zu entwickeln, damit das Saarland auch in Zukunft eine gentechnikfreie Anbauregion bleibt.
  • Initiativen, die den Bundesländern die Möglichkeit verschaffen, rechtsverbindlich gentechnikfreie Regionen einzurichten, zu unterstützen und
  • gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern innerhalb der Großregion auch über eine gentechnikfreie Großregion zu diskutieren

 

Im Folgenden wird beschrieben, welche Schritte zum Erreichen des Ziels vorgesehen sind, welche sich in der Umsetzung befinden und welche bereits umgesetzt wurden.

Gentechnifreie Anbauregion Saarland

Im Saarland wurden bisher  keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut. Gründe waren zum einen das Fehlen von zugelassenem gentechnisch verändertem Saatgut und zum anderen aber auch die Erkenntnis, dass der saarländische Verbraucher einem solchen Anbau sehr skeptisch gegenübersteht. Auch deutschlandweit lehnen die Verbraucherinnen und Verbraucher Gentechnik in Lebens- und Futtermitteln mehrheitlich ab.

Die Gentechnik-Freiheit soll daher als Qualitätsmerkmal hochwertiger, landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus saarländischem Anbau auch zukünftig erhalten bleiben. Außerdem ist es in der kleinräumigen Landwirtschaft des Saarlandes nahezu unmöglich, eine Koexistenz zwischen dem Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen und dem konventionellen Anbau zu erreichen. Gentechnik auf dem Acker bedroht die Existenzgrundlage und das Betriebsmodell vieler saarländischer Landwirte, insbesondere der ökologisch wirtschaftenden Betriebe. Zudem gehen Landwirte, die gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen wollen, ein unüberschaubares haftungsrechtliches Risiko ein.

Europäisches Netzwerk gentechnikfreier Regionen 

Das Saarland ist 2013 dem europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen beigetreten. Der Beitritt erfolgte gemeinsam mit dem Nachbarbundesland Rheinland-Pfalz. Die Umweltministerinnen Anke Rehlinger und Ulrike Höfken unterzeichneten beim gemeinsamen Besuch der gentechnikfrei produzierenden Bliesgaumolkerei im saarländischen Ommersheim die Beitrittserklärung. Der Beitritt zu dem Netzwerk ist ein wichtiges Signal, dass die saarländische Landesregierung alle Möglichkeiten nutzen will, Landwirtschaft, Lebensmittel und Wildpflanzen vor gentechnischen Verunreinigungen zu schützen.

 Dem Europäischen Netzwerk gehören mittlerweile 64 Regionen und Länder an, darunter neben dem Saarland und Rheinland-Pfalz auch die Bundesländer Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Thüringen sowie die Region Lothringen. Ziel des Netzwerkes ist es, Ruf und Akzeptanz der Produkte aus heimischer Landwirtschaft zu schützen und das Recht lokaler und regionaler Regierungen zu stärken, über den Anbau von gentechnisch veränderten Organismen zu entscheiden.