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Straßenbau

Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) betreut mehr als 1.730 Kilometer Straße, 1.000 Kilometer Geh- und Radwege sowie unzählige Bauwerke wie Brücken oder Kreisverkehre. Die gesamte Infrastruktur bedarf bei kontinuierlich steigenden Verkehrs- und Umweltbelastungen intensiver Unterhaltung.

Das saarländische Straßennetz erweist sich trotz aller Unterhaltungsbemühungen des LfS an verschiedenen Stellen als dringend sanierungsbedürftig. Ursächlich hierfür sind die stetige Zunahme des Fahrzeugverkehrs, insbesondere des Schwerlastanteils auf der Straße und gleichzeitig beschränkte Finanzmittel für Erhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen. Auch extreme Wetterschwankungen in den Winterperioden der vergangenen Jahre tragen mit ihrer Vielzahl an Frost-Tau-Wechseln und hierdurch verursachten Frostaufbrüchen in erheblichem Maße zu Vermehrung von Schäden am Straßennetz bei.

Road-Repair-Patcher

Schnelle und haltbare Instandsetzung von Frostschäden als Sofortmaßnahmen, aber auch das Schließen von Rissen und Deckennahtschäden, führt der LfS mit einem im Jahre 2004 beschafften Straßeninstandsetzungsfahrzeug durch, dem so genannten „Road-Repair-Patcher“.

Vor der Beschaffung dieses Fahrzeugs wurden die Frostaufbrüche von Mitarbeitern der Meisterei mit Wintermischgut instand gesetzt, einem Asphaltgemisch, das kalt in die Schlaglöcher eingebaut und anschließend verdichtet werden musste. Diese Methode war nicht nur personal- und geräteintensiv. Es zeigte sich auch, dass Schlaglöcher und Fahrbahnrisse, die als Sofortmaßnahmen noch während der Wintermonate mit Kaltasphalt saniert worden waren, nach kurzer Zeit erneut aufbrachen.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand: bei Notmaßnahmen im Winter konnten die Schadstellen nicht ordnungsgemäß gesäubert und getrocknet werden. Dies führte zu einem mangelhaften Verbund der Asphaltschichten, wodurch erneut Wasser in die Schadstellen eindringen konnte. Bei häufigem Wechsel zwischen Frost- und Tauwetter waren weitere Schäden vorprogrammiert.

Dauerhafter arbeitet der Road-Repair-Patcher. In einem ersten Schritt bläst er lose Materialien (z.B. organisches Material) mit Pressluft aus der schadhaften Stelle. Splittreste oder kleinere Mengen Wasser müssen dabei nicht vollständig beseitigt werden. Im zweiten Schritt bringt eine Düse heiße Bitumenemulsion großflächig und über die Kanten der schadhaften Stelle hinaus auf. Anschließend spritzt eine weitere Düse ein homogenes Gemisch aus Bitumen und Zuschlagstoffen mit hohem Druck auf, wenn notwendig in mehreren Arbeitsgängen. Durch den Druck beim Einbau des Materials ist eine Nachverdichtung nicht erforderlich. Letzter Arbeitsgang ist das Abdecken der bearbeiteten Fläche mit einem Splitt-Material der Körnung zwei bis fünf Millimeter. Die abschließende Verdichtung übernehmen die Verkehrsteilnehmer mit den Reifen ihrer Fahrzeuge.

Der Road-Repair-Patcher eignet sich gleichermaßen zum Verfüllen von Rissen. Auch sie werden zunächst ausgeblasen, komplett mit Bitumen gefüllt und abschließend mit Splitt abgedeckt. Durch den starken Luftstrom wird auch hier ein hoher Verdichtungsgrad des Materials erreicht.

Bei den Instandsetzungsarbeiten mit dem Patcher handelt es sich um Heißeinbau. Mit dem Fahrzeug können die Meistereien Instandsetzungsarbeiten jahreszeitenunabhängig in eigener Regie durchführen. Sein Einsatz ist auch im Winter bei Außentemperaturen bis zu minus 10 Grad möglich.

Die wesentlichen Vorteile des Road-Repair-Patchers im Überblick:

  • bessere Qualität der Flickstellen
  • griffigere Oberfläche
  • Instandsetzungen halten deutlich länger als frühere manuelle Instandsetzungen mit Wintermischgut
  • frühzeitige Beseitigung der Schäden wirkt gegen weitere tiefergehende Schäden