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Schulsozialarbeit

Für den Bereich der Schulsozialarbeit fließen über das Aufholprogramm des Bundes rund 1,7 Mio. Euro ins Saarland. Diese Mittel werden zur Ausweitung der Schulsozialarbeit eingesetzt

| Ministerium für Bildung und Kultur | Bildung, Schule

Schulische Sozialarbeit für unsere Kinder und Jugendlichen

Die soziale Lage von jungen Menschen im Saarland und Deutschland gibt gegenwärtig Grund zur Besorgnis. Die psychosozialen Folgen von Kontaktbeschränkungen, sportliche und kulturelle Einschränkungen und Distanzunterricht sind für die Schüler und Schülerinnen noch nicht abzusehen. Die COPSY-Studie hat allerdings gezeigt, dass fast jedes dritte Kind während der Corona-Zeit psychische Auffälligkeiten entwickelt hat.

Umso wichtiger ist es, dass wir unseren Fokus auch auf die soziale Lage und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen richten.

Christine Streichert-Clivot

Der inhaltliche Fokus der pandemiebedingten Ausweitung der Sozialarbeit an Schulen soll zum Einen eine verstärkte Vernetzung und Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe sowie Schule, Jugendhilfe und schulpsychologischem Dienst sowohl in der Arbeit mit den Schüler*innen als auch in der Beratung von Lehrkräften und Erziehungsberechtigten sein. Sie ist ein weiterer wichtiger Baustein zur ganzheitlichen Förderung der Schüler*innen.

Die Reintegration der Schüler*innen ist gemeinsame Aufgabe aller am Schulleben Beteiligten. Lehrkräfte müssen hier Hand in Hand als Kernteam mit Schulsozialarbeiter*innen zusammenarbeiten. Auf dem Weg der Schulen hin zu einem multiprofessionellen Team ist die Rolle der schulischen Sozialarbeit als bereits existierende Schnittstelle zwischen Jugend- und Bildungspolitik von besonderer Bedeutung. Der weitere konsequente Ausbau der Schulsozialarbeit an allen Schulformen ist von immenser Bedeutung. Zu diesem Zweck werden auch Bundesmittel aus dem Aktionsprogramm „Aktion Zukunft – Kinder und Jugendliche im Alltag und in der Schule begleiten und unterstützen“ genutzt werden.

Für den Bereich der Schulsozialarbeit fließen rund 1,7 Mio. Euro ins Saarland. Diese Mittel werden zur Ausweitung der Schulsozialarbeit eingesetzt. Rund 25 zusätzliche VZÄ/Stellen können hierdurch im Schuljahr 2021/2022 finanziert werden. Da die 1,7 Mio €, für die Ausstattung von rund 330 Schulen vorgesehen sind, ist es erforderlich Schwerpunkte zu setzen. Die schulstandortspezifische Ressourcenverteilung wird daher insbesondere unter Berücksichtigung der sozialen Bedarfe der Schulen in Abstimmung zwischen dem MBK und der Jugendhilfe standortspezifisch erfolgen.

Der inhaltliche Fokus der pandemiebedingten Ausweitung der Sozialarbeit an Schulen soll zum Einen eine verstärkte Vernetzung und Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe sowie Schule/Jugendhilfe und schulpsychologischem Dienst sowohl in der Arbeit mit den Schüler*innen als auch in der Beratung von Lehrkräften und Erziehungsberechtigten sein. Sie ist ein weiterer wichtiger Baustein zur ganzheitlichen Förderung der Schüler*innen.

Zudem haben sich im vergangenen Jahr bei vielen Schüler*innen Schulängste aufgebaut, in der Folge ist mit einem Anstieg der Fallzahlen im Bereich der Schulabstinenz oder Schulverweigerung zu rechnen. Daher soll auch die Arbeit der Anlaufstellen zur Schulverweigerung und -abstinenz durch zusätzliche Fachkräfte der Sozialarbeit gestärkt und nach Möglichkeit weiter ausgebaut werden sowie begleitend hierzu durch Lehrkräfte und Sozialarbeiter*innen verstärkt Elternarbeit stattfinden, um den Gründen für Schulabstinenz aktiv und ganzheitlich entgegenwirken zu können. Auch die Vernetzung zwischen den an den Schulen eingesetzten Schulsozialarbeiter*innen und den sozialpädagogischen Fachkräften im Bereich Schulabstinenz soll weiter verstärkt werden.