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Tolle Leistung der Schüler*innen der Marienschule in Saarbrücken beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

„Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft“ war das diesjährige Thema des Geschichtswettbewerbs

Bildungsstaatsekretär Jan Benedyczuk war vergangene Woche in Berlin zu Gast bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue – und das zusammen mit den Geschichtswettbewerb-Landessiegern der Marienschule in Saarbrücken, vertreten durch Paul Hertel, Schüler der Klassenstufe 8 und Tutor Andreas Urban.

Im Rahmen des Geschichtswettbewerbs gingen bundesweit über 3.400 Schüler*innen auf historische Spurensuche – im Saarland haben 84 Schüler*innen insgesamt 19 Beiträge eingereicht! Darunter auch Schüler*innen der Marienschule, unter anderem mit dem Projekt 🤸🏾‍♀️„Sport an der Marienschule - Veränderung und Bedeutungswandel seit der Schulgründung 1950“🏃🏽‍♂️

Die Marienschule konnte mit ihren herausragenden Wettbewerbsbeiträgen zwar keinen der Bundespreise gewinnen, aber die drei Landes- und die vier Förderpreise sprechen für sich und können sich sehen lassen! Damit wurde die Marienschule nämlich bereits im September als landesbeste Schule im Saarland ausgezeichnet.

„Eine hervorragende Leistung der Schülerinnen und Schüler der Marienschule! Sie haben es geschafft, trotz bundesweit über 1.300 Einsendungen bis nach Berlin zu kommen. Einfach toll! Durch ihre Arbeit haben sie nochmal die Bedeutung von Sport in der Schule hervorgehoben und konkret auch Entwicklungen im Sportunterricht über die vergangenen Jahrzehnte aufgezeigt. Danke für euer Engagement!", so Benedyczuk.

Der Wettbewerb wurde von der Körberstiftung bereits zum 27. Mal ausgerichtet. Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen im Saarland haben sich dabei zum Beispiel mit dem Wandel der Bedeutung des Schulsportes an der eigenen Schule, der Geschichte des Sportvereins im Heimatort, von Sportstätten und -ereignissen oder der Rolle von Sportler*innen während des Nationalsozialismus auseinandergesetzt.

Wir gratulieren allen Sieger*innen des Wettbewerbes und freuen uns schon auf nächstes Jahr!

Die Landessiegearbeiten

🤸🏾‍♀️»Sport an der Marienschule« von 29 Schüler*innen (Klasse 5, Marienschule, Saarbrücken, Tutorin und Tutor: Marie Meiser-Saß und Andreas Urban)

2020 wurde die Marienschule Saarbrücken 70 Jahre alt. Ein großes Jubiläumsprogramm war geplant und als die Ausschreibung des Geschichtswettbewerbs erschien, beschlossen die beiden betreuenden Lehrkräfte, mit ihrer fünften Klasse einen weiteren Programmpunkt zu gestalten: Eine Ausstellung über den Wandel des Sportunterrichts seit 1950. Distanzunterricht und Coronabeschränkungen machten die Erarbeitung einer klassischen Ausstellung im Klassenverband sehr schwierig, so dass die Klasse das Projekt digital umsetzte. Interviews wurden per Webcam geführt, Bilder und Videos aus dem Schularchiv digitalisiert und die gesamte Ausstellung mit der Software Padlet gestaltet. Beispiele wie die Öffnung der früheren Mädchenschule für beide Geschlechter, die Vorschriften für Trainingskleidung, oder die Diskussion über den schuleigenen Fitnessraum dokumentieren, wie Zeitgeist und Schulgeschichte den Sportunterricht beeinflussten.

🤸🏾‍♀️»Werte durch Akrobatik?« von Noah Baldauf und Paul Hertel (Klasse 7, Marienschule, Saarbrücken, Tutor: Andreas Urban)

Der ›Zirkus Bellevue‹ wurde in den 1990er Jahren zu einer Erfolgsgeschichte. Ursprünglich handelte es sich um ein pädagogisches Angebot der Saarbrücker Gesamtschule Bellevue, mit dem vor allem Kinder aus benachteiligten Familien angesprochen werden sollten. In den zehn Jahren ihres Bestehens war die Zirkus-AG nicht nur so erfolgreich, dass sie mit ihren Vorstellungen finanzielle Gewinne machte. Die akrobatischen Jugendlichen traten auch bei Empfängen der Landesregierung und im Rahmenprogramm der Tour de France auf. Noah Baldauf und Paul Hertel stießen bei ihren Recherchen zum Wandel des Schulsports auf das ungewöhnliche Projekt und waren
so begeistert, dass sie sich ganz auf die Geschichte der Zirkus-AG konzentrierten und ihr einen halbstündigen Film widmen. Sie sprachen ausführlich mit dem damaligen ›Zirkusleiter‹ Günter Engel, der ihnen sein Privatarchiv öffnete. Mit zeitgenössischem Videomaterial dokumentiert der Film Training und Erfolge der Zirkus-AG in sportlicher und pädagogischer Hinsicht.

🤸🏾‍♀️»David grüßt den Goliath. Ein Dorf lebt Fußball« von Anne Henkes, (Klasse 11, Marienschule Saarbrücken, Tutorin und Tutor: Karin Riem und Andreas Urban)

In den ersten Runden des DFB-Pokals treffen je nach Losglück große Bundesligaclubs auf kleine Dorfvereine. Und hin und wieder gelingt einem der regionalen ›Underdogs‹ ein Sensationserfolg gegen ein Profiteam. Ein solches Wunder gab es 1975 nicht, als der Sportverein Rot-Weiß-Hasborn gegen Borussia Mönchengladbach antrat. Das Bundesligateam mit Berti Vogts und Jupp Heynckes gewann 3:0. Doch alleine die Tatsache, die erste Halbzeit in einem Bundesligastadion gegen ein Topteam ohne Gegentor überstanden zu haben, ist noch heute ein absolutes ›Highlight‹ in der Hasborner Vereinsgeschichte. Anne Henkes, deren Großvater damals für Hasborn spielte, analysiert in ihrer Arbeit die Unterschiede zwischen Amateur- und Profifußball und die 3 finanziellen Anreize und Mechanismen des DFB. Gleichzeitigt zeigt ihre Arbeit, für die sie 15 Inter-views und zahllose private Bildersammlungen auswertete, die emotionale Wirkung, die Sportver-eine in kleinen Orten entfalten können.