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Achtsamkeit auch im Urlaub – Gesundheitsministerin Bachmann zum Welt-Hepatitis-Tag

Bereits im Jahr 2011 rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Welt-Hepatitis-Tag ins Leben. Weltweit wird an diesem Tag auf die Krankheit sowie auf ihre Risiken, Schutz- und Behandlungsmöglichkeiten aufmerksam gemacht.

„Hepatitis ist eine der weitverbreitetsten Infektionskrankheiten der Welt. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation leiden allein 15 Millionen Menschen weltweit an einer Typ-B-Infektion. Bis 2030 will die WHO die Zahl der Neuinfektionen um 90 Prozent reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es gezielter Präventions- und Aufklärungsarbeit“, so Gesundheitsministerin Monika Bachmann zum Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juni. 

Bereits im Jahr 2011 rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Welt-Hepatitis-Tag ins Leben. Weltweit wird an diesem Tag auf die Krankheit sowie auf ihre Risiken, Schutz- und Behandlungsmöglichkeiten aufmerksam gemacht.

In der Eindämmung der Krankheit konnten in den letzten Jahren bereits erste Erfolge erzielt werden. Schon 2017 halbierte sich die Anzahl der Hepatitis-Erkrankten mit vollstationärem Krankenhausaufenthalt auf Bundesebene und verzeichnete im Saarland einen Rückgang von fast 70 Prozent.

Monika Bachmann weist auch auf das Infektionsrisiko im Ausland hin: „Nicht nur durch Spritzen, Transfusionen oder Piercings kann ein Infektionsrisiko entstehen. Gerade beim Urlaub in Ländern, in denen mangelnde sanitäre Bedingungen herrschen, sollten sie aufmerksam sein. Ansteckungen mit dem Hepatitis-Typ A durch Lebensmittel sind keine Seltenheit. Verzichten Sie also beispielsweise lieber auf ungeschältes Obst oder Eiswürfel, wenn Sie Bedenken bei der Hygiene haben.“

 

Hintergrund

Hepatitis ist der fachliche Ausdruck für eine virale Infektion der Leber. Je nach Form der Erkrankung – eingeteilt von A bis E – ist eine Ansteckung über infiziertes Wasser, Lebensmittel, Blut oder andere Körperflüssigkeiten möglich. So wird Hepatitis A durch Kontakt- und Schmierinfektionen übertragen, Hepatitis B durch sexuelle Intimkontakte und Hepatitis C durch Blutkontakt.

Bei einer solchen Leberentzündung werden Leberzellen zerstört. Zwar sterben Leberzellen auch in einem gesunden Organ ab und werden durch neue Zellen ersetzt, bei einer Hepatitis-Erkrankung kann dieses Zellsterben aber die Leber auf Dauer überstrapazieren. Dauert eine chronische Entzündung viele Jahre, kann die Leber vernarben und schließlich eine Zirrhose (Narbenleber) entstehen.

Medienansprechpartner

Manuel Kerber
Pressesprecher

Franz-Josef-Röder-Straße 23
66119 Saarbrücken