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Thema: Corona

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| Coronavirus, Gesundheit, Medizin und Arzneimittel, Prävention

Die Impfstoffe

(Kurz-)Informationen zu den derzeit zugelassenen Impfstoffen.

Comirnaty (BNT162b2, Biontech/Pfizer)

Impfstoff-Art

Comirnaty (vorher: BNT162b2) ist ein sogenannter mRNA-basierter Impfstoff (mRNA = Messenger-Ribonukleinsäure).

Zulassung

Die EU-Kommission hat den Impfstoff Comirnaty am 21. Dezember 2020 in der europäischen Union für Personen ab 16 Jahren zugelassen. Anfangs hieß der Impfstoff BNT162b2. Informationen dazu, welchen Personengruppen in welcher Reihenfolge eine Corona-Impfung in Deutschland angeboten werden soll, veröffentlicht die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch Instituts (RKI).

Ablauf

Comirnaty wird in die Muskulatur eines Oberarms gespritzt. Es sind dabei zwei Spritzen erforderlich: Die zweite Impfdosis wird 3-6 Wochen nach der ersten verabreicht.

Schutz vor Erkrankung

Das Risiko, an Covid-19 zu erkranken, sank durch die Impfung mit Comirnaty deutlich (um etwa 95 %). Die Impfung schützt in den unterschiedlichen Altersgruppen ähnlich gut. Auch bei Menschen mit Vorerkrankungen war der Impfstoff ebenso wirksam.

Nebenwirkungen

Vorübergehende Nebenwirkungen der Impfungen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber, Kopfschmerzen oder Muskel- oder Gelenkschmerzen sind zwar häufig, verlaufen aber meist leicht. Viele Fragen zur längerfristigen Wirkung des Impfstoffs lassen sich derzeit noch nicht abschließend beantworten.

Moderna (mRNA-1273, Moderna Biotech)

Impfstoff-Art

Moderna (vorher: mRNA-1273) ist ein sogenannter mRNA-basierter Impfstoff (mRNA = Messenger-Ribonukleinsäure).

Zulassung

Die EU-Kommission hat den Impfstoff Moderna am 6. Januar 2021 in der europäischen Union für Personen ab 18 Jahren zugelassen. Anfangs hieß der Impfstoff mRNA-1273. Im Rahmen der Zulassung hat der Impfstoff durch den Hersteller den Namen "Covid-19 Vaccine Moderna" erhalten - kurz "Moderna". Informationen dazu, welchen Personengruppen in welcher Reihenfolge eine Corona-Impfung in Deutschland angeboten werden soll, veröffentlicht die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch Instituts (RKI).

Ablauf

Moderna wird in die Muskulatur eines Oberarms gespritzt. Es sind zwei Spritzen erforderlich: Die zweite Impfdosis wird 4-6 Wochen verabreicht.

Schutz vor Erkrankung

Das Risiko, an Covid-19 zu erkranken, sank durch die Impfung deutlich (ca. 94 %). Die Impfung schützte jüngere Altersgruppen etwas besser (96 %) als Menschen über 65 Jahren (86 %). Bei Menschen mit Vorerkrankungen war der Corona-Impfstoff ebenso wirksam.

Nebenwirkungen

Vorübergehende Nebenwirkungen der Impfungen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber, Kopfschmerzen oder Muskel- oder Gelenkschmerzen sind zwar häufig, verlaufen aber meist leicht. Viele Fragen zur längerfristigen Wirkung des Impfstoffs lassen sich derzeit noch nicht abschließend beantworten.

AstraZeneca (AZD1222, AstraZeneca)

Über die vorrübergehende Aussetung und Wiederaufnahme der Imp­fung mit dem CO­VID-19-Impf­stoff Astra­Zene­ca informiert das Bundesgesundheitsministerium und das Paul-Ehr­lich-In­sti­tut.

Impfstoff-Art

Der Impfstoff AstraZeneca (vorher: AZD1222) ist ein sogenannter Vektor-Impfstoff.

Zulassung

Die europäische Zulassungsbehörde EMA hat am 29. Januar 2021 die Zulassung des Corona-Impfstoffs für Personen ab 18 Jahren empfohlen. Die EU-Kommission erteilte am selben Tag die Zulassung. In Großbritannien ist der Impfstoff bereits länger zugelassen. Anfangs hieß der Impfstoff AZD1222. Im Rahmen der Zulassung hat der Impfstoff den Namen "COVID-19 Vaccine AstraZeneca" erhalten - kurz "AstraZeneca". Informationen dazu, welchen Personengruppen in Deutschland eine Corona-Impfung angeboten werden soll, veröffentlicht die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch Instituts.

Ablauf

AstraZeneca wird in die Muskulatur eines Oberarms gespritzt. Es sind insgesamt zwei Spritzen erforderlich: Die zweite Impfdosis soll 9 bis 12 Wochen nach der ersten verabreicht.

Schutz vor Erkrankung

Das Risiko, an Covid-19 zu erkranken, sank durch die Impfung mit AstraZeneca um bis zu 70%. Bei Menschen mit Vorerkrankungen war der Impfstoff ebenso wirksam.

Nebenwirkungen

Vorübergehende Nebenwirkungen der Impfungen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber, Kopfschmerzen oder Muskel- oder Gelenkschmerzen sind zwar häufig, verlaufen aber meist leicht. Viele Fragen zur längerfristigen Wirkung des Impfstoffs lassen sich derzeit noch nicht abschließend beantworten.

Aktueller Beschluss vom 1.04.2021 zu AstraZeneca

Janssen COVID-19 Vaccine (Ad26.COV2.S) Johnson & Johnson

Der Impfstoff „Janssen COVID-19 Vaccine (Ad26.COV2.S) ist ein vektorbasierter SARS-CoV-2- Impfstoff

Zulassung:

Die Zulassung erfolgte durch die EMA am 11.03.2021 für Personen ab 18 Jahren.
Informationen dazu, welchen Personengruppen in welcher Reihenfolge eine Corona-Impfung in Deutschland angeboten werden soll, veröffentlicht die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch Instituts (RKI).

Schutz vor Erkrankung:

Der Vektor-basierte COVID-19-Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson ist hochwirksam.
Für einen ausreichenden Impfschutz ist bislang eine Dosis des Impfstoffs Janssen® von Johnson & Johnson ausreichend. Wie lange der Impfschutz anhält, wird derzeit in Studien untersucht.

Ablauf:

Der Impfstoff von Johnson& Johnson wird in die Muskulatur eines Oberarms gespritzt. Es ist dabei nur eine Spritze erforderlich.

Schutz vor Erkrankung:

In Studien zeigte sich, dass das Risiko, an Covid-19 zu erkranken, durch die Impfung mit Janssen um etwa 66 % sank. Der Schutz beginnt etwa 2 Wochen nach der Spritze.

Nebenwirkungen:

Vorübergehende Nebenwirkungen der Impfungen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber, Kopfschmerzen oder Muskel- oder Gelenkschmerzen sind zwar häufig, verlaufen aber meist leicht. Viele Fragen zur längerfristigen Wirkung des Impfstoffs lassen sich derzeit noch nicht abschließend beantworten.

Nach der Zulassung des Impfstoffs Janssen traten bei einzelnen Personen nach der Impfung Blutgerinnsel in Form von Sinusvenenthrombosen im Kopf oder Thrombosen im Bauch auf. Eine Auswertung durch die EMA zeigte, dass sich diese Blutgerinnsel nur sehr selten bilden und meist bei Frauen unter 60 Auftreten.

Weitere Informationen

Auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums finden Sie allgemeine FAQ's zum Thema Impfen. Das RKI informiert Bürgerinnen und Bürger insbesondere zu medizinischen Fragen. Über die Entwicklung und Zulassung der Impfstoffe informiert das Paul-Ehrlich-Institut.