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Thema: Corona

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FAQ's zum Thema Impfen

Wie viele Impfzentren gibt es? Wie komme ich dorthin? Wer wird geimpft und was passiert vor Ort?
Hier finden Sie die häufigsten Fragen zu unserer Impfstrategie.

Die FAQ's und weitere Informationen in Leichter Sprache finden Sie hier: Informationen in Leichter Sprache zur Schutz-Impfung

Fragen zur Impfung

Wo kann ich mich über die Impfung informieren?

Alle wesentlichen Informationen zur Impfung im Saarland finden Sie unter www.impfen.saarland.de

Darüber hinaus finden Sie auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums auch weitere allgemeine FAQ's zum Thema Impfen. Das Robert-Koch-Institut informiert Bürgerinnen und Bürger insbesondere zu medizinischen Fragen. Über die Entwicklung und Zulassung der Impfstoffe informiert das Paul-Ehrlich-Institut.

Wo kann ich mich im Saarland impfen lassen?

Alle impfwilligen Saarländerinnen und Saarländer können sich im Saarland auf die Impfliste eintragen lassen um in einem der vier saarländischen Impfzentren einen Termin zu erhalten. Zusätzlich werden in rund 850 saarländischen Arztpraxen sowie durch Betriebsärzte Impfungen durchgeführt.

Muss ich mich impfen lassen?

Die Impfung ist freiwillig. Niemand wird verpflichtet sich impfen zu lassen.

An welchen COVID-19-Impfstoffen wird aktuell geforscht?

Informationen zur Entwicklung der unterschiedlichen Impfstoffe können Sie auf der Webseite des Paul-Ehrlich-Institutes abrufen.

Wie sicher ist der Impfstoff?

In Deutschland wird ein Impfstoff grundsätzlich nur zugelassen, wenn er alle drei Phasen des klinischen Studienprogramms erfolgreich bestanden hat und damit hohe Qualitätsstandards erfüllt. Der COVID-19-Impfstoff durchläuft den gleichen Zulassungsprozess wie jeder andere Impfstoff auch. Demnach wurden durchgeführte Studien mit so vielen Teilnehmern angelegt, dass auch seltene Nebenwirkungen erkannt wurden. Der Zulassungsprozess wurde aufgrund der besonderen Bedeutung des Corona-Impfstoffes beschleunigt.

Die Sicherheit des COVID-19-Impfstoffes hat oberste Priorität. Wie bei allen anderen Impfstoffen muss auch dieser alle Zulassungskriterien erfüllen.

Informationen zu den aktuellen Impfstoffen finden Sie hier

An wen muss ich mich wenden, wenn nach der Impfung unerwartete Nebenwirkungen auftreten?

Im Notfall sollen sich Geimpfte, wenn sie den Verdacht haben unter einer Nebenwirkung zu leiden, an ihre Ärztin beziehungsweise ihren Arzt wenden oder die bekannten Rettungswege einhalten. Bei auftretenden Nebenwirkungen in den Impfzentren erfolgt die Versorgung außerhalb des Impfprozesses durch ein separates Notfallteam.

Auch bei breiter Anwendung wird die Wirksamkeit, Sicherheit und auch die Schutzdauer der COVID-19-Impfstoffe fortlaufend vom pharmazeutischen Unternehmer selbst sowie durch das Paul-Ehrlich-Institut und die zuständigen Gremien bei der Europäischen Arzneimittelagentur überprüft und bewertet. Bei Hinweisen auf mögliche Nebenwirkungen kann damit sehr schnell reagiert werden. Nebenwirkungen können beim Paul-Ehrlich-Institut über www.nebenwirkungen.bund.de gemeldet werden.

Das Paul-Ehrlich-Institut führt außerdem die Beobachtungsstudie zur Verträglichkeit der COVID-19-Impfstoffe mit Hilfe einer Smartphone-App - SafeVac App 2.0 - durch. Die SafeVac App 2.0-Befragung ermöglicht es, unerwünschte Impfreaktionen zu ermitteln. Mit dieser App erhält das Paul-Ehrlich-Institut nicht nur Informationen zu Verdachtsfällen von Nebenwirkungen, sondern auch zum Anteil der Personen, die die Impfung gut vertragen.

Wie viele Menschen wurden bereits geimpft?

Aktuelle Zahlen zu den durchgeführten Impfungen veröffentlicht das Robert-Koch-Institut täglich.

Wie oft muss ich geimpft werden?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt für die beiden mRNA-Impfstoffe von BioNTech und Moderna einen Abstand von 6 Wochen zwischen der ersten und zweiten Impfung. Beim Impfstoff von AstraZeneca kann der Abstand in Absprache mit der Impfärztin beziehungsweise dem Impfarztzwischen 4-12 Wochen liegen. Der Impfstoff von Johnson&Johnson wird nur einmal verimpft.

Weitere Informationen zu den aktuellen Impfstoffen finden Sie hier

Müssen die Impfintervalle eingehalten werden?

Ja, um die Effektivität der Impfstoffe zu gewährleisten, sollen die empfohlenen Zeiträume zwischen Erst- und Zweitimpfung eingehalten werden.

Muss ich beide Impfungen in einem Zentrum durchführen lassen?

Aus Dokumentationsgründen ist es erforderlich, dass beide Impfungen im gleichen Impfzentrum durchgeführt werden.

Kann zwischen den Impfstoffen frei gewählt werden?

Nein, aktuell gibt es laut der Corona-Impfverordnung keine freie Wahl des Impfstoffes eines bestimmten Herstellers.

Die Ärztin beziehungsweise der Arzt im Impfzentrum prüft, ob die Impfung mit dem vorgesehenen Impfstoff durchgeführt werden kann. Um dies adäquat beurteilen zu können, sind Befunde von entgegenstehenden Vorerkrankungen hilfreich, daher bitten wir Sie diese zu dem Impftermin mitzubringen. Ein Wechsel des Impfstoffes kann nicht garantiert werden.

Wer führt die Impfung durch?

Die Impfungen werden von Ärztinnen und Ärzten und im Rahmen von §5a IfSG (Infektionsschutzgesetz) festgelegten Personen durchgeführt.

  • Altenpflegerinnen und Altenpfleger
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflegern
  • Gesundheits- und Krankenpflegerinnen sowie Gesundheits- und Krankenpflegern
  • Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern
  • Pflegefachfrauen und Pflegefachmännern

Kann ich mich bei meiner Ärztin beziehungsweise bei meinem Arzt impfen lassen?

Im Saarland werden aktuell in rund 850 saarländischen Arztpraxen Impfungen durchgeführt.

Muss ich, bevor ich gegen COVID-19 geimpft werde, einen COVID-19-Test machen?

Nein, ein COVID-19-Test ist vor der Impfung nicht erforderlich.

Sind geimpfte Personen von Einschränkungen befreit?

Seit dem 03. Mai 2021 gelten für vollständig geimpfte und genesene Personen Ausnahmen von den Einschränkungen. Diese Personen sind seitdem von der Testpflicht ausgenommen.

Fragen zur Impfberechtigung

Wer darf sich impfen lassen?

Grundsätzlich soll jede Bürgerin und jeder Bürger die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen. Da der Impfstoff aktuell nur in begrenzten Mengen zur Verfügung steht, musste eine Priorisierung vorgenommen werden. Diese Priorisierung wurde am 7. Juni aufgehoben. Nun können sich alle impfwilligen Personen ab 16 Jahre zur Impfung anmelden. Priorisierte Personen werden bei der Terminvergabe weiterhin vorgezogen, um dem besonderen Schutz der vulnerablen Gruppen gerecht zu werden.

Priorisierungsgruppe 1: Folgende Personen haben mit höchster Priorität Anspruch auf eine Schutzimpfung:

  • Über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen, behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, SARS-CoV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen (vor allem Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin)

Priorisierungsgruppe 2: Folgende Personen haben mit hoher Priorität Anspruch auf eine Schutzimpfung:

  • Über 70-Jährige
  • Personen mit Trisomie 21, mit Demenz oder geistiger Behinderung, nach einer Organtransplantation oder auch mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression
  • Personen mit Krebserkrankung ohne gestopptes Tumorwachstum
  • Personen mit schwerer chronischer Lungenerkrankung (wie COPD, Mukoviszidose) oder schwerem Diabetes mellitus (mit HbA1c ≥ 58 mmol/mol oder≥ 7,5%)
  • Personen mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung oder chronischen Nierenerkrankung
  • Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht
  • bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die über 70 Jahre alt sind, Trisomie 21 oder eine geistige Behinderung (bzw. Demenz) oder nach einer Organtransplantation ein hohes Infektionsrisiko haben
  • bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für geistig behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind
  • Lehrerinnen und Lehrer von Grund- und Förderschulen sowie Erzieherinnen und Erzieher

Priorisierungsgruppe 3: Folgende Personen haben mit erhöhter Priorität Anspruch auf eine Schutzimpfung:

  • Über 60-Jährige
  • Personen mit behandlungsfreien in Remission befindlichen Krebserkrankungen, wenn die Remissionsdauer mehr als fünf Jahre beträgt
  • Personen mit Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen oder rheumatologische Erkrankungen
  • Personen mit einer Herzinsuffizienz, Arrhythmie, einem Vorhofflimmern, einer koronaren Herzkrankheit oderarterieller Hypertonie
  • Personen mit zerebrovaskulären Erkrankungen (wie Schlaganfälle/Hirnschläge) oder anderen chronischen neurologischen Erkrankung
  • Personen mit Asthma bronchiale, mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung oder Personen mit Diabetes mellitus (mit HbA1c < 58 mmol/mol oder< 7,5%)
  • Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 30)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem CoronavirusSARS-CoV-2 besteht
  • Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks, in der Justiz und Rechtspflege
  • Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, in Apotheken und der Pharmawirtschaft, in der öffentlichen Versorgung und Entsorgung, in der Ernährungswirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und Telekommunikation
  • Personen, die in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen tätig sind
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
  • Personen mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen
  • zwei enge Kontaktpersonen von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person

Wer legt die Priorisierungsgruppen fest?

Die Reihenfolge der Impfungen ist in einer Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt, die auf der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut aufbaut. Die Priorisierung wurde am 7. Juni aufegehoben.

Wie erhalte ich meinen Priorisierungscode?

  • Priorisierte Personen aufgrund ihres Lebensalters
    Die Registrierung der Personen, die über ihr Lebensalter priorisiert werden, erfolgt über die Eingabe des Geburtsdatums. Hier ist kein Priorisierungscode notwendig. 
  • Priorisierte Personen aufgrund ihres Berufes
    Personen, die aufgrund ihres Berufes priorisiert werden erhalten die Priorisierungscodes über ihren Arbeitgeber oder den zuständigen Verband. Zusätzlich benötigen sie eine sogenannte Arbeitgeberbescheinigung als Nachweis im Impfzentrum.
  • Medizinisches Fachpersonal in Alten- und Pflegeheimen
    Ärztinnen beziehungsweise Ärzte sowie medizinisches Fachpersonal, welches regelmäßig in Alten- und Pflegeheimen ist, erhalten den entsprechenden Priorisierungscode über die Kassenärztliche Vereinigung des Saarlandes.
  •  Heilmittelerbringer in Alten- und Pflegeheimen
    Heilmittelerbringer, die der impfberechtigten Berufsgruppe angehören, können ihre Priorisierungscodes über die Alten- und Pflegeeinrichtungen erhalten, in denen sie regelmäßig tätig sind.
  •  Priorisierte Personen aufgrund einer Grunderkrankung
    Personen, die aufgrund einer gewissen Grunderkrankung priorisiert werden, erhalten ihren Code und ein dazugehöriges Formular über ihre behandelnde Ärztin beziehungsweise ihren behandelnden Arzt. Den Ärzten werden die Formulare und der Code für ihre Patientinnen und Patienten über die Kassenärztliche Vereinigung mitgeteilt.
  •  Kontaktpersonen von Schwangere
    Schwangere können zwei enge Kontaktpersonen auswählen, die sich in die Impfliste eintragen können. Die Priorisierungscodes für die beiden Kontaktpersonen von Schwangeren werden von den behandelnden Gynäkologinnen und Gynäkologen ausgestellt.
  •  Kontaktpersonen von berechtigten Pflegebedürftigen
    Die von den pflegebedürftigen Personen ausgewählten Kontaktpersonen können sich ohne Priorisierungscode in die Impfliste eintragen. Bei ihrem Impftermin müssen Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen zusätzlich folgende Nachweise vorlegen: ein Formular zum Nachweis als Kontaktperson, welches hier zu finden ist sowie einen Nachweis über den Pflegegrad der pflegebedürftigen Person. Sofern die pflegebedürftige Person nicht älter als 60 Jahre alt ist, muss das Krankheitsbild nachgewiesen werden. Ein entsprechendes ärztliches Zeugnis kann von der behandelten Ärztin beziehungsweise dem behandelten Arzt ausgestellt werden.

Sind Differenzierungen innerhalb der priorisierten Gruppen möglich?

Innerhalb der Priorisierungsgruppen können auf Grundlage der jeweils vorliegenden infektiologischen Erkenntnisse, der jeweils aktuellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission und der epidemiologischen Situation vor Ort bestimmte Anspruchsberechtigte vorrangig berücksichtigt werden.

Hierfür hat das Gesundheitsministerium eine Saarländische Impfkommission für Härtefalle und Einzelfallprüfungen eingerichtet. Informationen zur Impfkommission sind hier zu finden.

Wann wird mit der Impfung der anderen Priorisierungsgruppen begonnen?

Aktuell können sich alle Bürgerinnen und Bürger auf der Impfliste eintragen, die Priorisierung wurde am 7. Juni aufgehoben.

Wann fällt die Priorisierung?

Die Impfpriorisierung wurde am 7. Juni aufgehoben, alle impfwilligen Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahre können sich nun für die Impfung anmelden.

Gibt es Altersbeschränkung bezüglich der Impfung?

Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist die Impfung vorerst nicht vorgesehen, da aktuell nur ein Impfstoff für Erwachsene zur Verfügung steht. 

Ich war bereits am Coronavirus erkrankt. Kann ich trotzdem geimpft werden?

Es ist davon auszugehen, dass Personen, die von einer SARS-CoV-2-Infektion oder COVID-19 genesen sind zumindest vorübergehend über einen gewissen Schutz vor einer Erkrankung verfügen.

Aufgrund dieser anzunehmenden Immunität nach durchgemachter Infektion, zur Vermeidung überschießender Nebenwirkungen und in Anbetracht des bestehenden Impfstoffmangels sollten ehemals an COVID-19 erkrankte Personen nach Ansicht der Ständigen Impfkommission unter Berücksichtigung der Priorisierung im Regelfall etwa 6 Monate nach Genesung geimpft werden. Bei genesenen Personen ist eine Schutzimpfung ausreichend.

Kann ich geimpft werden, wenn ich Krankheitssymptome habe?

Es kann keine Impfung erfolgen, wenn Sie sich unwohl oder krank fühlen. Beispiel: Fieber, Husten, Schnupfen.

Ich bin eine pflegebedürftige Person. Darf ich Kontaktpersonen zur Impfung angeben?

Gemäß der Corona-Impfverordnung des Bundes können pflegebedürftige Personen bis zu zwei enge Kontaktpersonen auswählen, die sich in die Impfliste eintrage können. Die pflegebedürftige Person muss dabei im Sinne der Verordnung über 60 Jahre alt sein oder eines der folgenden Krankheitsbilder aufweisen:

  • Trisomie 21
  • Zustand nach Organtransplantation
  • Demenz oder eine geistige Behinderung oder eine schwere psychiatrische Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression
  • Maligne hämatologische Erkrankung oder behandlungsbedürftige soliden Tumorerkrankung, die nicht in Remission ist oder deren Remissionsdauer weniger als fünf Jahre beträgt
  • Interstitielle Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder eine andere, ähnlich schwere chronische Lungenerkrankung
  • Diabetes mellitus (mit HbA1c ≥ 58 mmol/mol oder ≥ 7,5%)
  • Leberzirrhose oder eine andere chronische Lebererkrankung, chronische Nierenerkrankung, Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 30)
  • Personen mit behandlungsfreien in Remission befindlichen Krebserkrankungen
  • Personen mit Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen oder rheumatologische Erkrankungen
  • Personen mit einer Herzinsuffizienz, Arrhythmie, einem Vorhofflimmern, einer koronaren Herzkrankheit oderarterieller Hypertonie
  • Personen mit zerebrovaskulären Erkrankungen, Apoplex oder einer anderen chronischen neurologischen Erkrankung
  • Personen mit Asthma bronchiale
  • Personen mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung
  • Personen mit Diabetes mellitus ohne Komplikationen
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem CoronavirusSARS-CoV-2 besteht.

Die pflegebedürftige Person muss dementsprechend über einen Pflegegrad verfügen und darf nicht in einer Einrichtung, wie zum Beispiel einem Alten- und Pflegeheim, untergebracht sein.

Ich wohne beziehungsweise arbeite in einer Obdachloseneinrichtung beziehungsweise einer stationären Wohnungloseneinrichtung. Kann ich mich bereits impfen lassen?

Als Bewohnerin und Bewohner beziehungsweise Mitarbeiterin und Mitarbeiter gehören Sie zur Priorisierungsgruppe 2 und können sich somit aktuell auf die Impfliste eintragen.

Fragen zu den Impfzentren

Warum gibt es für die COVID-19-Impfung Impfzentren?

Zur Vorbereitung der groß angelegten Impfaktion gegen das Coronavirus wurden im Saarland Impfzentren eingerichtet. Sie bieten organisatorische und logistische Vorteile.
In den Impfzentren können viele Menschen am Tag die Corona-Schutzimpfung innerhalb kürzester Zeit verabreicht bekommen. Darüber hinaus können in den Impfzentren Wartezeiten besser verhindert und aufgrund der großzügig vorgehaltenen Flächen Abstands- und Hygieneregeln besser eingehalten werden.

Zusätzlich werden durch die mobilen Teams und in saarländischen Arztpraxen Impfungen durchgeführt.

Wer hat die Impfzentren im Saarland errichtet?

Die Landkreise und der Regionalverband haben die Impfzentren gemeinsam mit der saarländischen Landesregierung errichtet. Das Impfzentrum in Lebach wurde zusätzlich gemeinsam mit der Bundeswehr aufgebaut.

Wie sind die Impfzentren aufgebaut?

Für die Bürgerinnen und Bürger besteht das Impfzentrum aus einer sogenannten „Impfstraße“. Eine Impfstraße ist ein Einbahnstraßensystem und umfasst die folgenden Stationen:

1. Check-In/Anmeldung
2. Aufklärung
3. Impfen
4. Beobachtung
5. Check-Out/Entlassung

Für den Gesamtprozess ist mit einer Dauer von circa einer Stunde zu rechnen.

Wo befinden sich die Impfzentren?

Im Saarland gibt es vier Impfzentren.

Zu den Impfzentren

Wo kann ich parken?

In unmittelbarer Nähe zu den Impfzentren stehen ausreichend kostenfreie Parkplätze zur Verfügung.

Informationen zu den Impfzentren finden Sie hier

Gibt es eine ÖPNV-Anbindung zum Impfzentrum?

Eine ÖPNV-Anbindung zu den Impfzentren ist gewährleistet.

Auf der Infoseite der Impfzentren finden Sie auch einen Routenplaner.

Ist es egal, in welchem Impfzentrum ich mich impfen lasse bzw. kann ich mich in jedem Impfzentrum impfen lassen?

Bei der Terminbuchung können Sie ein Impfzentrum auswählen. Generell spielt es dabei keine Rolle, für welches Impfzentrum Sie sich entscheiden. Aus rein praktischen Gründen empfehlen wir Ihnen, das Impfzentrum mit der kürzesten Distanz zu Ihrem Wohnort auszuwählen und anzusteuern.

Ich habe einen Rollstuhl/bin nicht gut mobil/habe eine körperliche Beeinträchtigung. Ist das Impfzentrum barrierefrei?

Alle Impfzentren sind barrierefrei gestaltet, ebenso ist Personal zur Hilfe vor Ort.

Zudem stehen an allen Impfzentren Leih-Rollstühle zur Verfügung. Bitte fragen Sie das Personal vor Ort.

Wie viele Personen können in einem Impfzentrum pro Tag geimpft werden?

Die Impfzentren sind mit einer maximalen Auslastung von etwa 2.000 Impfungen pro Tag in dem Impfzentrum Süd und jeweils etwa 1.000 Impfungen pro Tag in den beiden Impfzentren Ost und West geplant.
Das Impfzentrum Nord wird ab Ostersonntag in den 24/7-Betrieb wechseln. Demnach sind dann auch in diesem Impfzentrum etwa 1.000 Impfungen am Tag möglich.

Welches Personal ist in den Impfzentren eingesetzt?

In jeder Schicht werden Ärztinnen und Ärzte, darunter auch leitende Ärztinnen und Ärzte, medizinisches Assistenzpersonal, administratives Personal, Sanitätspersonal, Sicherheitspersonal sowie Technik-, Reinigungs- und Hilfspersonal eingesetzt.

Kann ich mich freiwillig zur Unterstützung in den Impfzentren melden?

Für den Großteil der Personalakquise sind die Landkreise und der Regionalverband zuständig. Dort stehen die zuständigen Personalreferate für Fragen gerne zur Verfügung.

Ich kann aus medizinischen Gründen keine Maske tragen. Kann ich dennoch ins Impfzentrum kommen?

Vor Ort wird ein barrierefreier Sonderimpflatz eingerichtet, um auch Personen impfen zu können, welche aus verschiedenen Gründen keinen Mund-/Nasenschutz tragen können.

Fragen zur Terminbuchung und Impfliste

Muss ich einen Termin vereinbaren oder kann ich auch ohne Termin geimpft werden?

Eine Impfung ist nur mit vorher vereinbartem Termin möglich.

Wie kann ich mich zur Impfung anmelden?

Zur Impfanmeldung in den saarländischen impfzentren wurde eine Impfliste eingeführt, auf die sich Personen der Priorisierungsgruppen 1, 2 und 3 eintragen können. Die Impfliste ermöglicht eine gerechte Verteilung der Impftermine, welche einen Impftermin unabhängig vom Zeitpunkt der Eintragung in die Impfliste ermöglicht, da diese nach Schließung der Impfliste unter notarieller Aufsicht randomisiert wird.

Die Eintragung auf die Impfliste ist sowohl telefonisch über die Corona- und Impfhotline des Saarlandes als auch über das Online-Buchungssystem für Personen der Priorisierungsgruppen 1, 2 und 3 möglich. Für die Eintragung in der Impfliste müssen Sie ein Impfzentrum auswählen, können einen Terminwunsch auswählen, beispielsweise werktags vor 12:00 Uhr oder nach 12:00 Uhr, und müssen Ihre Kontaktdaten angeben. Nachdem Sie sich in die Impfliste eingetragen haben erhalten Sie per E-Mail, SMS oder Brief einen Link zur Bestätigung des Impflisteneintrags.

Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, die eine Impfung anbieten, koordinieren ihre Impfterminvergabe eigenständig. Bitte informieren Sie sich für einen Impftermin in einer Arztpraxis vor Ort.

Wer kann sich in die Impfliste eintragen lassen?

Berechtigt sind aktuell Personen der Priorisierungsgruppen 1, 2 und 3.

Welche Patientendaten muss ich bei einem Eintrag auf die Impfliste angeben?

Bei der Eintragung auf die Impfliste müssen folgende Patientendaten angegeben werden: Geschlecht, Vorname und Name, Geburtsdatum, Adresse (Straße, Postleitzahl und Ort), E-Mail-Adresse sowie Handynummer (sofern vorhanden).

Ich stehe auf der Impfliste, habe allerdings noch keinen Termin. Wieso?

Die Impflisten sind für eine Zeit lang geöffnet bis sie anschließend geschlossen und randomisiert werden. Daher liegt zwischen dem Impflisteneintrag und der Terminvergabe etwas Zeit.

Seien sie jedoch versichert, dass niemand vergessen wird und selbstverständlich jede priorisierte Person, die auf der Impfliste steht, auch einen Impftermin erhalten wird.

Bis wann ist ein Eintrag in die Impfliste möglich?

Ein Eintrag in die Impfliste ist täglich zwischen 07:00 Uhr und 20:00 Uhr über die Corona- und Impfhotline des Saarlandes möglich sowie rund um die Uhr das Online-Buchungssystem.

Kann ich mich gemeinsam mit anderen in die Impfliste eintragen?

Jeder, der sich seit dem 30. Januar 2021 auf die Impfliste einträgt, erhält automatisch einen Gruppencode. Unter Angabe dieses Codes kann anschließend eine definierte Anzahl von Personen –maximal neun weitere Personen – eingetragen werden oder der Code zur Eintragung an Dritte weitergegeben werden.

Die gesamte Buchungsgruppe erhält dann, sobald sie an der Reihe ist, einen gemeinsamen Impftermin in dem gewünschten Impfzentrum.

Der Gruppencode kann nur an Personen, die unter die Priorisierungsgruppen 1, 2 und 3 fallen, weitergegeben werden.

Kann ich einen vereinbarten Termin auch wieder verschieben?

Eine Terminverschiebung ist möglich. Wenden Sie sich hierfür bitte möglichst frühzeitig an die Corona- und Impfhotline des Saarlandes.

Wie kann ich einen vereinbarten Impftermin stornieren?

Eine Stornierung einer Terminbuchung kann über unsere Corona- und Impfhotline des Saarlandes oder das Online-Buchungssystem abgewickelt werden.

Ich befinde mich aktuell in Quarantäne, obwohl ich in dieser Zeit geimpft werde. Kann die Quarantänedauer verkürzt werden?

Eine Verkürzung der Quarantäne aufgrund eines Impftermins ist nicht möglich. Darüber hinaus ist das Betreten des Impfzetrums während der Quarantäne nicht gestattet. In einem entsprechenden Fall ist die Verschiebung des Termins über die Corona- und Impfhotline des Saarlandes möglich. Das Zeitfenster zwischen Erst- und Zweitimpfung kann in diesem Fall überschritten werden.

Wie viel Zeit sollte ich zu meinem Impftermin mitbringen?

Wir rechnen grob mit einer Aufenthaltsdauer von einer Stunde in unseren Impfzentren.

Ist die Impfung kostenpflichtig?

Nein, die Impfung ist kostenlos.

Welche Unterlagen muss ich zum Impfen mitbringen?

Bitte bringen Sie zu Ihrem Impftermin folgende Unterlagen mit:

  • Ihren Personalausweis und Ihre Krankenversicherungskarte beziehungsweise einen Nachweis einer bestehenden Krankenversicherung
  • Für einen reibungslosen Check-In am Impfzentrum erhalten Sie etwa 48 Stunden vor Ihrem Imptermin einen QR-Code. Bitte drucken Sie ihn aus oder speichern ihn auf ihrem Smartphone
  • Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, bringen Sie bitte eine aktuelle Medikamentenliste mit
  • Sollten Sie nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, bitten wir Sie einen Dolmetscher mitzubringen

Außerdem sollten folgende Personen noch zusätzliche Unterlagen mitbringen:

  • Wenn Sie aufgrund Ihrer Berufsgruppenzugehörigkeit geimpft werden, bringen Sie zu Ihrem Impftermin bitte zusätzlich den durch Ihren Arbeitgeber ausgehändigten Priorisierungscode und die Arbeitgeberbescheinigung mit
  • Wenn Sie aufgrund einer Grunderkrankung geimpft werden, bringen Sie zu Ihrem Impftermin bitte zusätzlich die Bescheinigung der Diagnose des Arztes mit
  • Wenn Sie als enge Kontaktperson einer schwangeren Person geimpft werden, bringen Sie zu Ihrem Impftermin bitte zusätzlich das Nachweisformular für Kontaktpersonen von Schwangeren (im Original), welches Sie hier finden, mit
  • Wenn Sie als enge Kontaktperson einer pflegebedürftigen Person geimpft werden, bringen Sie zu Ihrem Impftermin bitte zusätzlich das Nachweisformular für Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen (im Original), welches Sie hier finden, mit. Zusätzlich sind folgende Nachweise notwendig:
    • Kopie Nachweis Pflegegrad (Bescheid der Pflegekasse über die Anerkennung der Pflegebedürftigkeit) oder Kopie des Schwerbehindertenausweises (Merkzeichen AG, H, B, BL, dabei wird keine Unterscheidung im Hinblick auf die Prozente der Schwerbehinderung vorgenommen) oder bei Personen über 85 Jahre ohne Pflegegrad: Bescheinigung des Hausarztes über die Pflegebedürftigkeit.
    • wenn die pflegebedürftige Person jünger als 60 Jahre ist, ich ein ärztliches Zeugnis über eine Diagnose der Prioritätsgruppe 2 oder Prioritätsgrppe 3, welches über die behandelnde Ärztin oder den behandelnen Arzt erhältlich ist, vorzuweisen

An COVID-19 genesene Personen bringen bitte zusätzlich den positiven PCR-Nachweis oder aber ein ärztliches Zeugnis mit.

Werde ich mit abgelaufenem Personalausweis am Impfzentrum abgewiesen?

Grundsätzlich besteht in Deutschland die Ausweispflicht, sodass ein gültiges Ausweisdokument vorliegen sollte.

Personen werden an den Impfzentren aber aufgrund eines abgelaufenen Ausweisdokuments nicht abgewiesen.

Bei der Überprüfung der Ausweisdokumente am Impfzentrum geht es in erster Linie darum, prüfen zu können, dass die zum Impftermin erscheinenden Personen auch tatsächlich die Personen sind, die den Impftermin erhalten haben und diese gegebenenfalls auch aufgrund ihres Alters tatsächlich zu der priorisierten Gruppe gehören.

Ich habe keinen Impfpass. Kann ich mich trotzdem impfen lassen?

Auch Personen ohne Impfpass werden geimpft. Den impfberechtigten Personen wird eine Impfbescheinigung in Papierform ausgestellt.

Bekomme ich eine Impfbescheinigung?

Ja, Sie bekommen sowohl bei der Erstimpfung als auch bei der Zweitimpfung eine Impfbescheinigung für Ihren Impfpass ausgehändigt. Diese wird in den Impfpass eingeklebt.

Darf ich in Begleitung kommen?

Sie dürfen eine Begleitung in die Impfzentren mitbringen.

 

Ich bin der deutschen Sprache nicht mächtig. Muss ich einen Dolmetscher mitbringen?

Wenn Sie bereits absehen können, dass eine Verständigung vor Ort nicht ausreichend gewährleistet werden kann, bitten wir Sie eine Begleitperson mitzubringen die dolmetschen kann.

Sollte ich vor der Impfung nüchtern sein?

Dies ist nicht notwendig.

Wohin werden meine Daten, die bei der Impfung angegeben werden, gemeldet?

Um die Meldungen zu sammeln und nachzuverfolgen, gibt es ein saarlandweit einheitliches Impfmonitoring. Zudem erfolgt unmittelbar aus den Impfzentren eine Meldung an das Robert-Koch-Institut.

Fragen zur Impfung in Betrieben

Ab wann werden Impfungen in den Betrieben durchgeführt?

Ab dem 07. Juni 2021 werden auch Betriebsärztinnen und -ärzte Impfungen durchführen.

Welche Betriebsärztin beziehungsweise welcher Betriebsarzt kann Impfungen durchführen?

Jede Betriebsärztin beziehungsweise jeder Betriebsarzt eines übrbetrieblichen Dienstes und jede freue Betriebsärztin beziehungsweise jeder freie Betriebsarz, für ein Unterneheme mit Sitz in Deutschland, kann Impfungen gegen COVID-19 durchführen.

Voraussetzung hierfür ist lediglich die Anbindung an das digitale Impfquotenmonitoring sowie eine geeignete Infrastruktur zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Handhabung der Impfstoffe.

Wie bekomme ich einen Termin zur Impfung bei meiner Betriebsärztin beziehungsweise meinem Betriebsarzt?

Die Organisation der Impfterminvergabe läuft über die Betriebsärztinnen und -ärzte.

Welcher Impfstoff wird bei den Betriebsärztinnen und -ärzten verimpft?

Zu Beginn wird der Impfstoff BioNTech für die Schutzimpfung durch die Betriebsärztinnen und -ärzte zur Vefügung stehen.

Prinzipiell stehen den Betriebsärztinnen und -ärzten jedoch alle Impfstofe zu, die durch die Europäische Kommission zugelassen wurden.

Wer kann sich über die Betriebsärztinnen und -ärzte impfen lassen?

Der Personenkreis der in den Betrieben geimpft werden kann ist nicht limitiert.

Anfangs wird jedoch nur eine begrenzte Menge an Impfstoff zur Verfügung stehen. Daher ist es zunächst erforderlich die Bestellmenge der Betriebe einzugrenzen. Es liegt in der Verantwortung und Organisation der Betriebsärztin beziehungsweise des Betriesarztes, darüber zu entscheiden, welches Personal in den Betrieben mit den zunächst verfügbaren Dosen geimpft wird.

Voraussichtlich ab Juli 2021 ist mit mehr Impfstoff für die Betriebsärztinnen und -ärzte zu rechnen.

Können auch Personen aus anderen Bundesländern beziehungsweise Grenzgänger in Betrieben geimpft werden?

Ja, auch Personen aus anderen Bundesländern beziehungsweise Grenzgänger können in Betrieben geimpft werden, sofern sie in der Bundesrepublik Deutschland in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert sind.

Wie viele Impfungen können im Betrieb durchgeführt werden?

Die Anzahl der Impfungen ist abhängig von der Bestellmenge der Betriebsärztin beziehungsweise des Betriebsarztes, die zu Beginn zunächst einmal begrenzt sein wird. Daher müssen sie insbesondere zu Beginn damit rechnen, dass sie abhängig vom gesamten Bestellvolumen zunächst einmal weniger Impfdosen erhalten, als sie bestellt haben, da die Gesamtmenge der zur Verfügung stehenden Impfstoffe auf die bestellenden Betriebsärztinnen und -ärzte aufgeteilt wird.

Ich bin bereits einmal geimpft. Kann die Zweitimpfung über die Betriebsärztin beziehungsweise den Betriebsarzt laufen?

Aus Dokumentationsgründen ist es erforderlich, dass beide Impfungen an der selben Impfstelle durchgeführt werden - also beide Impfungen im Impfzentrum oder in einer Arztpraxis oder bei der Betriebsärztin bezeihungsweise beim Betriebsarzt.

Nur so kann die Verteilung der zur Verfügung stehenden Impfstoffdosen bestmöglich gewährleistet werden.

Fragen zur Impfung in Arztpraxen

Ab wann wird in den Arztpraxen geimpft?

Seit Ende Februar 2021 werden Impfungen in Arztpraxen durchgeführt. Aktuell führen über 850 Arztpraxen Corona-Schutzimpfungen durch.

Gilt auch in Arztpraxen, dass nur priorisierte Personen geimpft werden können?

Auch die Arztpraxen orientieren sich an den Priorisierungsvorgaben des Bundesgesundheitsministeriums, welche sich wiederrum an den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission orientieren.

Bund und Länder haben mit dem Beschluss am 06. Mai 2021 vereinbart, dass bundesweit für die Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca keine Priorisierung mehr gilt. Somit können sich für diesen Impfstoff alle Personen ab 18 Jahren über die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte impfen lassen.

Wie bekomme ich einen Termin zur Impfung bei meiner Ärztin beziehungsweise meinem Arzt?

Aufgrund der aktuell vorhandenen Impfstoffmenge werden die Impftermine von den Ärztinnen und Ärzten anhand der Priorisierung vergeben, sprich aktuell an Personen der Priorisierungsgruppen 1, 2 und 3. Zunächst sollen vor allem die Schwerkranken und Bettlägerigen geimpft werden.  

Die Praxen, die sich an den Coronaimpfungen beteiligen, werden zunächst von sich aus ihre impfberechtigten Patientinnen und Patienten ansprechen.

Wie kann ich meinen Impftermin in einer Arztpraxis verschieben?

Ein Impftermin bei einer Ärztin beziehungsweise bei einem Arzt kann praxisindividuell per Telefon, SMS, Fax oder E-Mail verschoben werden.

Wie kann ich meinen Impftermin in einer Arztpraxis absagen?

Ein Impftermin bei einer Ärztin beziehungsweise bei einem Arzt kann praxisindividuell per Telefon, SMS, Fax oder E-Mail abgesagt werden.

Wo kann ich mich informieren, ob meine Ärztin beziehungsweise mein Arzt die Impfung anbietet?

Auf der Webseite www.kvsaarland.de/arztsuche befindet sich eine Liste mit allen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, die Impfungen durchführen.

Über welche Hotline kann ich einen Termin bei der Ärztin beziehungsweise beim Arzt buchen, verschieben oder absagen?

Es gibt keine Hotline über die Impftermine bei Ärztinnen und Ärzten gebucht, verschoben oder abgesagt werden können.

Terminbuchungen werden aktuell durch die Ärztinnen und Ärzte vorgenommen. Die Praxen, die sich an den Coronaimpfungen beteiligen, werden zunächst von sich aus ihre impfberechtigten Patientinnen und Patienten ansprechen
Terminabsagen und -verschiebungen können praxisindividuell per Telefon, SMS, Fax oder E-Mail erfolgen.

Gibt es auch in Arztpraxen die Möglichkeit gemeinsame Termine für Ehepaare zu vereinbaren?

Gemeinsame Termine für Ehepaare können praxisindividuell per Telefon, SMS, Fax oder E-Mail vereinbart werden.

Kann meine Ärztin beziehungsweise mein Arzt mich auch Zuhause impfen?

Impfungen können von Ärztinnen und Ärzten nur zuhause durchgeführt werden, wenn eine Indikation für einen Hausbesuch besteht, das heißt, wenn krankheitsbedingt der Transport in die Arztpraxis nicht möglich ist.

Wenn ich auf der Impfliste stehe um in einem Impfzentrum geimpft zu werden, kann ich dann trotzdem einen Impftermin in einer Arztpraxis vereinbaren?

Bürgerinnen und Bürger, die auf der Impfliste der Landesregierung stehen, aber noch keinen Termin zugeteilt bekommen haben, können sich nochmals von der Impfliste abmelden und eine Impfung über ihre Ärztin beziehungsweise über ihren Arzt durchführen lassen. Terminabsagen für Impftermine in den saarländischen Impfzentren sind über die Corona- und Impfhotline des Saarlandes oder über das Online-Buchungssystem abzuwickeln.

Bürgerinnen und Bürgern die bereits einen Termin über das Gesundheitsministerium erhalten haben wird empfohlen diesen Termin nicht abzusagen. Wenn dieser Termin dennoch abgesgat werden soll, kann auch dies über die Corona- und Impfhotline des Saarlandes oder über das Online-Buchungssystem erfolgen.

Kann ich mir den Impfstoff in der Arztpraxis aussuchen?

Nein, aktuell gibt es laut der Corona-Impfverordnung keine freie Wahl des Impfstoffes eines bestimmten Herstellers.

Muss ich für eine Impfung in einer Arztpraxis auf der Impfliste der Landesregierung stehen?

Für eine Impfung in den Arztpraxen ist kein Eintrag auf der Impfliste der Landesregierung notwendig.

Gibt es bei den Ärztinnen und Ärzten eine Warteliste auf die ich mich eintragen kann?

Aufgrund der aktuell vorhandenen Impfstoffmenge werden die Impftermine von den Ärztinnen und Ärzten anhand der Priorisierung vergeben, sprich aktuell an Personen der Priorisierungsgruppen 1, 2 und 3. Die Möglichkeit des Eintrags auf einer Warteliste der Ärztinnen und Ärzte ist praxisindividuell per Telefon, SMS, Fax oder E-Mail anzufragen.

Entstehen durch die Impfung bei der Ärztin beziehungsweise beim Arzt Kosten?

Die COVID-19-Impfung in den Arztpraxen ist für die Bevölkerung kostenlos – unabhängig vom Versicherungsstatus.

Fragen zu AstraZeneca

Ab welchem Alter kann AstraZeneca nun verimpft werden?

Der Impfstoff von AstraZeneca kann an alle Personen ab 18 Jahren verimpft werden.

Warum ist die Impfung mit AstraZeneca nun doch unter 60 Jahren möglich?

Die Ständige Impfkommission schreibt in seiner Empfehlung vom 01. April 2021, dass das COVID-19-Vaccine AstraZeneca für eine erste oder zweite Impfstoffdosis unterhalb der Altersgrenze von 60 nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoakzeptanz nach sorgfältiger Aufklärung möglich ist.

Beschluss AstraZeneca

Wo wird AstraZeneca verimpft?

Die Impfungen mit AstraZeneca werden über die niedergelassenen Haus- beziehungsweise Fachärztinnen und -ärzte durchgeführt.

Wie bekomme ich einen Termin?

Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, die eine Impfung mit AstraZeneca anbieten, koordinieren ihre Impfterminvergabe eigenständig. Bitte informieren Sie sich vor Ort.

In welchem Zeitintervall finden die Erst- und Zweitimpfungen statt?

Der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung kann bei dem Impfstoff von AstraZeneca nach Zulassung zwischen 4 und 12 Wochen betragen. Umso länger der gewählte Zeitraum innerhalb dieses Intervalls, desto höher die nachgewiesene Wirksamkeit.

Die im Rahmen der Regelversorgung impfende Ärztin beziehungsweise dem impfenden Arzt steht es in Absprache mit dem Imfpling frei, den Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung innerhalb des nach der Zulassung möglichen Zeitraums zwischen 4 und 12 Wochen für das individuelle Impfschema festzulegen.

Findet die Zweitimpfung mit AstraZeneca oder BioNTech statt?

Die Personen, die in den Arztpraxen ihre Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten, werden auch bei der Zweitimpfung AstraZeneca verimpft bekommen.

Wer übernimmt die Haftung bei Impfschäden?

Die Haftungsfrage bei der Verimpfung von Impfwilligen unter 60 Jahren mit AstraZeneca ist im Saarland, analog zu anderen Bundesländern, klar geregelt. Diese Regelung besagt, dass die Impfung mit AstraZeneca nach besonders sorgfältiger Aufklärung und auf eigenen Wunsch des Impflings auch weiterhin für unter 60-Jährige empfohlen wird. Voraussetzung für eine mögliche Versorgungsübernahme gem. §60 IfSG ist demnach, dass der Impfung eine ordnungsgemäße, ausführliche Aufklärung durch den Arzt vorangegangen ist und die Impfung ebenso ordnungsgemäß ausgeführt wurde.

Beschluss AstraZeneca

Können nur priorisierte Personen AstraZeneca Impftermine buchen?

Bund und Länder haben mit dem Beschluss am 06. Mai 2021 vereinbart, dass bundesweit für die Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca keine Priorisierung mehr gilt. Somit können alle Personen ab 18 Jahren sich einen Termin mit dem Impfstoff von AstraZeneca über die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte buchen.

Fragen zum Impfen durch Mobile Teams

Wie viele mobile Teams gibt es im Saarland?

Aktuell gibt es acht mobile Teams im Saarland.

Welches Personal ist in den mobilen Teams eingesetzt?

Die mobilen Teams bestehen aus Ärztinnen und Ärzte, medizinischem Assistenzpersonal sowie administrativem Personal.

Wer wird durch die mobilen Teams geimpft?

Die mobilen Teams haben die Impfungen in den Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie in den Einrichtungen der Eingliederungshilfe beziehungsweise in den Einrichtungen der Forensik bereits abgeschlossen.

Aktuell werden durch die mobilen Teams Zweitimpfungen im Bereiche der Wohnungslosenhilfe sowie Erstimpfungen in sozialen Brennpunkten durchgeführt.

Ich bin immobil. Kann ich das mobile Team zu einer Impfung nach Hause bestellen?

Die mobilen Teams führen die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen sowie den Einrichtungen der Eingliederungshilfe und den Einrichtungen der Forensik durch.

Impfungen zuhause können von Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden, wenn eine Indikation für einen Hausbesuch besteht, das heißt, wenn krankheitsbedingt der Transport in die Arztpraxis nicht möglich ist.

Fragen für Grenzgänger

Können sich Personen die in einem anderen Bundesland wohnen im Saarland impfen lassen?

Wenn Sie in einem angrenzenden Bundesland wohnen, bitten wir Sie, das Impfangebot des entsprechenden Bundeslandes in Anspruch zu nehmen.

Ich bin Berufspendler./Ich wohne in Frankreich oder Luxemburg. Kann ich im Saarland geimpft werden?

Aktuell ist der Impfstoff begrenzt, deswegen können sich grundsätzlich zurzeit nur Personen der Priorisierungsgruppen 1, 2 oder 3 impfen lassen. Hierbei gelten aktuell für Berufspendler folgende Regelungen:

  • Sie sind deutscher Staatsangehöriger, gehören zur Priorisierungsgruppe 1, 2 oder 3, arbeiten im Saarland und haben ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in der Bundesrepublik Deutschland, dann können Sie sich mit einem Priorisierungscode und einer Arbeitgeberbescheinigung Ihres Arbeitgebers in den saarländischen Impfzentren impfen lassen.
  • Sie gehören zur Priorisierungsgruppe 1, 2 oder 3, arbeiten im Saarland und haben ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in der Bundesrepublik Deutschland oder im europäischen Ausland, zum Beispiel Frankreich oder Luxemburg, dann können Sie sich mit einem Priorisierungscode und einer Arbeitgeberbescheinigung Ihres Arbeitgebers in den saarländischen Impfzentren impfen lassen.
  • Sie sind Saarländerin oder Saarländer, arbeiten in einem anderen Bundesland, dann können Sie sich in den Impfzentren des Bundeslandes, in dem Sie arbeiten mit einem Priorisierungscode und einer Arbeitgeberbescheinigung Ihres Arbeitgebers impfen lassen.
  • Sie haben das 60igste Lebensjahr vollendet, sind in Deutschland in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert und leben in Frankreich oder Luxemburg, dann können Sie sich in den in den saarländischen Impfzentren impfen lassen.

Die Priorisierungscodes werden an die Arbeitgeber herausgegeben und können per E-Mail über orga-impfung@soziales.saarland.de angefragt werden.

Können auch Personen aus anderen Bundesländern beziehungsweise Grenzgänger in Betrieben geimpft werden?

Ja, auch Personen aus anderen Bundesländern beziehungsweise Grenzgänger können in Betrieben geimpft werden, sofern sie in der Bundesrepublik Deutschland in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert sind.

Fragen zur Impflogistik

Wer ist für die Impfstoffbeschaffung zuständig?

Die Impfstoffbeschaffung läuft zentral über den Bund.

Wo und wie wird der Impfstoff gelagert?

Der Impfstoff wird im Saarland an einer zentralen Stelle sicher gelagert. Hier bestehen entsprechende Lagerungs- und Kühlmöglichkeiten, die den Impfprozess erst ermöglichen.

Wie kommt der Impfstoff in die Impfzentren?

Der Impfstoff wird je nach Präparat über unterschiedliche Logistikwege an einen zentralen Lagerort im Saarland angeliefert. Dort ist die fachgerechte Lagerung und Kühlung gesichert.

Von dort aus wir der Impfstoff in der Regel als Tagesbedarf an die vier Impfzentren verteilt. Die Mobilen Teams erhalten ihren Impfstoff vom jeweiligen Impfzentrum an das sie angegliedert sind. Alle Impfstofftransporte erfolgen aktiv gekühlt und Temperaturüberwacht durch einen Fachdienstleister beziehungsweise durch die mobilen Teams selbst.