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Thema: Corona

Schulen und Kitas

Neue Regelungen bis zum 14. Februar 2021 – was gilt in Schulen und Kitas?

Bis einschließlich zum 14. Februar 2021 wird kein Präsenzunterricht an den Schulen und kein reguläres Betreuungsangebot an den Kitas stattfinden. Ausnahmen von dieser Regelung gibt es für die diesjährigen Abschlussklassen, das heißt die Präsenzpflicht für die Abschlussklassen bleibt weiter bestehen. Das hat die Landesregierung am 19. Januar nach dem Treffen der Ministerpräsident*innen mit der Kanzlerin beschlossen.

Die Planungen der Landesregierung bzgl. des Präsenzunterrichts für Schüler*innen der Abschlussklassen ab dem 11. bzw. 18. Januar 2020 bewegen sich im Rahmen der geltenden Beschlüsse der Regierungschef*innen der Länder (vom 13.12.2020) und der Bundeskanzlerin sowie der KMK.

Schule

1. Besteht für Schüler*innen ab 10. Januar wieder Präsenzpflicht in der Schule?

Nein. Die Aufhebung der Präsenzpflicht in der Schule wird bis einschließlich 14. Februar 2021 fortgeführt und gilt für die Schüler*innen aller Klassenstufen, ausschließlich der Abschlussjahrgänge.

Schüler*innen, die zuhause bleiben können, sollen zuhause bleiben. Es findet für alle Schüler*innen die Beschulung im begleiteten „Lernen von zuhause“ statt. Die Schule stellt die entsprechenden Lernangebote zur Verfügung. Die Schulpflicht gilt weiterhin.

2. Was gilt für die Abschlussklassen?

Die Regelungen für die Abschlussklassen bleiben bestehen. Für alle Schüler*innen, die in diesem Schuljahr die Prüfungen zur Allgemeinen Hochschulreife an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen ablegen, findet ab dem 11.01.2021 bis auf weiteres Unterricht in Präsenzform an der Schule statt. Dabei ist grundsätzlich die Stundentafel zu berücksichtigen.

Für alle Schüler*innen der allgemein bildenden Schulen, die an den Prüfungen des Hauptschulabschlusses und des Mittleren Bildungsabschlusses teilnehmen, erfolgt ab Montag dem 18.01.2021 bis auf weiteres Unterricht in Präsenzform an der Schule. Neben der grundsätzlichen Berücksichtigung der Stundentafel können auch unterrichtliche Schwerpunkte zur Prüfungsvorbereitung gelegt werden.

An den Berufsbildungszentren werden ab Montag dem 18. Januar 2021 die Prüfungs- und Abschlussklassen der Fachoberschulen und der Fachschulen im Präsenzunterricht vor Ort beschult. Neben der grundsätzlichen Berücksichtigung der Stundentafel können auch unterrichtliche Schwerpunkte zur Prüfungsvorbereitung gelegt werden.

Sofern es im Präsenzunterricht zu Aufteilungen von Klassen und Kursen kommt, sollte auf eine feste Kohortenbildung geachtet werden. Insbesondere gelten die Verpflichtung zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung und die Einhaltung des Musterhygieneplans.

3. Warum wurde das Aussetzen des Präsenzunterrichts bis zum 31. Januar angekündigt, dann bis zum 14. Februar verlängert und jetzt gehen die Abschlussklassen doch früher zum Unterricht in die Schule?

Die Rückkehr in den Präsenzunterricht der Abschlussklassen ist notwendig, um Schüler*innen einen fairen Weg zum Beispiel zum Abitur als Hochschulzugangsberechtigung zu ermöglichen. Voraussetzung dafür sind gleichwertige Lernbedingungen für alle angehenden Abiturientinnen und Abiturienten.

Selbstverständlich gibt es auch weiterhin Ausnahmen von der Präsenzpflicht für Schülerinnen und Schüler mit einem ärztlich attestierten erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf im Falle einer Corona-Infektion.

Die Planungen der Landesregierung bzgl. des Präsenzunterrichts für Schüler*innen der Abschlussklassen seit dem 11. bzw. ab 18. Januar 2021 bewegen sich im Rahmen der geltenden Beschlüsse der Regierungschef*innen der Länder und der Bundeskanzlerin sowie der KMK. Die Möglichkeit des Präsenzunterrichts für Schüler*innen der Abschlussjahrgänge ist in den Beschlüssen explizit festgehalten. Für alle Präsenzangebote gilt, dass diese unter den strengen Maßgaben des Infektionsschutzes stattfinden (MNB-Pflicht und Abstandsregelungen in Abhängigkeit von den räumlichen Bedingungen vor Ort). Am 4. Januar 2021 hatte die Kultusministerkonferenz beschlossen, dass für Schüler*innen der Abschlussklassen die Teilnahme am Präsenzunterricht zu gewährleisten ist, um die Vorbereitung auf Prüfungen angemessen begleiten zu können. Der Beschluss der Kultusministerkonferenz steht online: KMK-Beschluss Abschlussklassen

4. Warum finden für die angehenden Abiturient*innen nicht nur die prüfungsrelevanten Fächer in Präsenz statt?

Die angehenden Abiturient*innen befinden sich zurzeit im vierten und letzten Halbjahr der gymnasialen Oberstufe. Aufgrund der geltenden KMK-Vereinbarung müssen sie, um zur Abiturprüfung zugelassen werden zu können, den Unterricht in allen Fächern besucht (34 Wochenstunden) und in allen Fächern Noten erworben haben. Die in der Hauptphase erworbenen Noten machen zwei Drittel der gesamten Abiturnote aus. Vorschläge beispielsweise, nur in den Fächern, in denen die Abiturprüfung abgelegt wird, am Präsenzunterricht teilzunehmen, hätte die Nichtzulassung zur Abiturprüfung zur Folge.

5. Wie ist die Durchführung der Abschlussprüfungen geregelt?

Die Regelungen bzgl. der Abschlussprüfungen in diesem Schuljahr - insbesondere zur Verschiebung der Abiturprüfungen im Schuljahr 2020/21 und der schulzentralen Abschlussprüfungen für den Hauptschulabschluss und den Mittleren Bildungsabschluss bleiben bestehen.

Weitere Infos finden Sie auch in den entsprechenden Pressemitteilungen:

Damit keine Nachteile entstehen: Bildungsministerium passt die Verfahren für die Abschlussprüfungen zum Hauptschul- und Mittleren Bildungsabschluss anBildungsministerium verschiebt Termine für das Abitur 2021 – zusätzliche Lernzeit für alle Abiturient*innen

6. Wann kehren die anderen Klassen und Jahrgangsstufen wieder zum Präsenzunterricht in die Schulen zurück?

Das übergeordnete Ziel ist weiterhin, für möglichst viele Schüler*innen ein Präsenzangebot vor Ort zu ermöglichen und die Schulabschlüsse zu sichern, sobald das Infektionsgeschehen dies zulässt. Daher wurde von der KMK ein Stufenplan entwickelt, um bei einem günstigen Infektionsgeschehen einen angemessenen Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht zu ermöglichen. Der Entwurf sieht die Rückkehr zum Präsenzunterricht für die Klassenstufen 1 bis 6 und in einem zweiten Schritt einen Wechselunterricht ab Klassenstufe 7 vor.

Mit Blick auf die enorm dynamische Lage ist der weitere Einstieg in den Regelunterricht nach dem 14.02.2021 jetzt noch nicht vorhersehbar.

Den Stufenplan der KMK finden Sie hier: Stufenplan der Kultusministerkonferenz (KMK) zur Rückkehr zum Präsenzunterricht

7. Gibt es trotzdem ein Präsenzangebot und Betreuung für Schüler*innen, die nicht zuhause bleiben können?

Ja. Für Schüler*innen der Klassenstufen 1 bis 6 wird es wie bisher an den jeweiligen Schulstandorten am Vormittag ein angepasstes pädagogisches Angebot geben. Hierzu können Schüler*innen, bei denen keine häusliche Betreuung möglich ist oder kein geeigneter Arbeitsplatz für das „Lernen von zuhause“ vorhanden ist, von den Erziehungsberechtigten im Voraus angemeldet werden. Die Anmeldung zur Teilnahme am Präsenzangebot muss durch die Erziehungsberechtigten bis spätestens dienstags für die kommende Woche erfolgen.

Das FGTS Angebot besteht für die in der FGTS angemeldeten Schülerinnen und Schüler im bisherigen Umfang fort. Eine Rückmeldung der Erziehungsberechtigten zur Teilnahme an der FGTS soll ebenfalls bis dienstags für die kommende Woche erfolgen.

Abweichend von den spezifischen Vorgaben für die Gebundenen Ganztagsschulen erfolgt eine Änderung der Rhythmisierung. Vor der Mittagspause findet das zuvor genannte angepasste pädagogische Angebot der Schule statt. In der Mittagspause wird in der Regel eine warme Mittagsverpflegung angeboten. Im Anschluss an die Mittagspause werden Freizeitangebote bis zum sonst geltenden regulären Ende des Schultags bereitgestellt. Die vorgenannten zur Aussetzung der Präsenzpflicht dargestellten Regelungen gelten für die Gebundenen Ganztagsschulen analog.

8. Gibt es weiterhin Lernangebote für das Lernen von zuhause?

Ja. Alle Schüler*innen erhalten wie bisher Lernmaterialien für das häusliche Lernen. Es gelten die Regelungen aus dem Schulrundschreiben vom 13.12.2020.

In welcher Form das „Lernen von zuhause“ durch die Lehrkräfte begleitet wird, ist abhängig von den standortbezogenen organisatorischen Gegebenheiten und mit der Schulleitung abzustimmen.

Alle Schüler*innen erhalten weiterhin Lernmaterialien für das häusliche Lernen. Diese werden über Lernplattformen wie die Online Schule Saarland OSS, per Mail oder auf anderen digitalen oder analogen Wegen bereitgestellt.

Das „Lernen von zuhause“ wird durch die Lehrkräfte begleitet und die Erreichbarkeit der Schüler*innen muss gewährleistet sein. Es muss sichergestellt sein, dass alle Schülerinnen und Schüler einen regelmäßigen Kontakt zu den Fachlehrkräften haben. Klassenlehrkräfte sollten beispielsweise wöchentliche Sprechstunden oder ähnliches per Telefon oder Video anbieten, um mit den Schüler*innen in Kontakt zu bleiben, auch zur individuellen (Lern)Beratung.

Wenn Schulen die Möglichkeit nutzen, das „Lernen von zuhause“ mit Hilfe digitaler Medien zu begleiten und zu gestalten, sollte sichergestellt werden, dass alle Schüler*innen über eine geeignete technische Ausstattung verfügen. Über das Sofortausstattungsprogramm hält Ihr Schulträger mobile Endgeräte vor. Kommt es zu Engpässen beim Schulträger, kann auf die Notfallreserve am LPM zurückgegriffen werden.

Hinweis: Das Landesinstitut unterstützt Eltern bei Fragen rund ums "Lernen von zuhause" ihrer Kinder

Beratungshotline des Landesinstituts für Pädagogik und Medien (LPM) für Eltern

 (PDF, 13MB, Datei ist nicht barrierefrei)

9. Besteht für Lehrkräfte die Dienstpflicht in der Schule?

Für alle Lehrkräfte besteht die Präsenzpflicht im Rahmen der Dienstpflicht und gilt in Absprache mit der Schulleitung immer dort, wo diese notwendig ist, beispielsweise im Rahmen des Präsenz- bzw. Betreuungsangebots der Schule. Die gesonderten Regelungen für die vulnerablen Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler bleiben bestehen.

10. Gibt es angepasste Hygieneregelungen in den Schulen?

Im Präsenzangebot der Schule gelten die Regelungen des aktuellen Musterhygieneplans vom 17.11.2020. Zu beachten ist, dass für alle Schülerinnen und Schüler - auch für die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 4 - sowie für Lehrkräfte, Betreuungs- und Verwaltungspersonal für die gesamte Verweildauer eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht.

Darüber hinaus gilt die aktuelle Version des Musterhygieneplans:

Musterhygieneplan für die saarländischen Schulen (17.11.2020) (PDF, 1MB, Datei ist nicht barrierefrei)

11. Wann muss in der Schule eine Mund-Nase-Bedeckung (MNB) getragen werden?

Befristet vom 16.12.2020 bis zum 14.02.2021 gelten die folgenden Regelungen zum Tragen einer MNB:

Eine MNB muss immer getragen werden

  • wenn der Mindestabstand von 1,5m nicht eingehalten werden kann
  • In der Pause (beim Pausenverkauf)
  • In den Fluren, in Treppenhäusern, im Sanitärbereich
  • Im Verwaltungsbereich/im Sekretariat
  • In der Mensa bis zum Tisch

Eine MNB muss nicht getragen werden

  • Wenn es medizinische Gründe gegen die Tragepflicht gibt.
  • Wenn auf dem Schulhof und im Freien (z.B. bei Ausflügen) der Abstand (mindestens 1,5 m) eingehalten wird
  • Während des Essens in der Mensa am Tisch.
  • Für Schüler*innen mit Unterstützungsbedarf im Bereich geistige Entwicklung; jedoch eine dringliche Empfehlung zum Maskentragen, wenn die Schüler*inen dies leisten können.
  • In Ausnahmefällen für Schüler*innen mit Unterstützungsbedarf Hören.
  • Kurzzeitig in bestimmten Situationen, wenn aus pädagogisch-didaktischen Gründen erforderlich (Entscheidung der Lehrkraft oder des Betreuungspersonals).
  • Bei kurzen Erholungspausen einzelner oder weniger Schüler*innen im Freien
  • Während der Lüftens im Klassenraum oder Gruppenraum.

12. Werden die Winterferien verschoben?

Nein. Es gibt derzeit keine Planungen im Saarland, die Winterferien zu verschieben oder zu streichen.

13. Können Schüler*innen und Lehrkräfte, die in Luxemburg wohnen, weiterhin zur Schule ins Saarland kommen?

Ja. Lehrkräfte und Schüler*innen, die in Frankreich oder Luxemburg wohnen, können die Schule im Saarland weiterhin besuchen:

Schüler*innen, die ihren Wohnort im Grenzgebiet in Frankreich oder Luxemburg haben, können ihre Schule im Saarland grundsätzlich ohne Einschränkung und unabhängig vom Inzidenzwert an ihrem Wohnort besuchen. Gleiches gilt auch für Lehrkräfte saarländischer Schulen, die in einem Risikogebiet wohnen und von dort aus zu ihrem Arbeitsort Schule einpendeln.

Für die Wege in Luxemburg oder Frankreich können ggf. andere Regelungen gelten.

14. Müssen die FGTS-Beiträge weiterhin gezahlt werden?

Zur Entlastung von Familien mit betreuungsbedürftigen Kindern während des Lockdown übernimmt das Saarland für den Monat Januar zwei Drittel der Elternbeiträge der FGTS.

Erziehungsberechtigte müssen diese Beitragserstattung nicht beim FGTS-Maßnahmeträger oder dem Ministerium beantragen. Die Maßnahmeträger werden gebeten, die Reduzierung der Januarbeiträge um zwei Drittel des Monatsbeitrags im Rahmen der üblichen Abrechnungs- bzw. Einzugsmodalitäten zu berücksichtigen.

KiTa

1. Gibt es bis zum 14. Februar weiterhin ein Betreuungsangebot in den KiTas?

Ja. Die KiTas bieten weiterhin eine bedarfsgerechte Betreuung an, bis einschließlich zum 14. Februar finden aber keine regulären Betreuungsangebote statt.

Das bedeutet: Jedes Kind, das Betreuung braucht, kann auch weiterhin in seine/seinen Kindertageseinrichtung, Großtagespflegestelle oder Hort kommen und wird dort betreut. Weitere Nachweise sind nicht notwendig.

2. Wer kann die Betreuung in Anspruch nehmen?

Jeder, der eine Betreuung benötigt, kann das Angebot in Anspruch nehmen. Alle Eltern und Erziehungsberechtigten sind hierbei gebeten, verantwortungsvoll von diesen Regelungen Gebrauch zu machen.

3. Müssen die Elternbeiträge weiterhin gezahlt werden, auch wenn ich mein Kind zuhause betreue?

Das Saarland wird zwei Drittel der Elternbeiträge für Kita und Freiwillige Ganztagsschule (FGTS) für Januar übernehmen, um Familien mit betreuungsbedürftigen Kindern im Lockdown finanziell zu entlasten.

Alle Eltern von Kita-Kindern und Kindern, die zur FGTS angemeldet sind, erhalten zwei Drittel der jeweiligen Elternbeiträge für den Monat Januar 2021 erstattet. Die Auszahlung soll im Februar über die Träger erfolgen. Die weiteren Modalitäten der Auszahlung beziehungsweise Erstattung werden mit den Kita- und FGTS-Trägern geklärt.

4. Wie sind die Regelungen zum Kinderkrankengeld?

Kinderkrankentage werden aufgrund der Corona-Pandemie verdoppelt

  • von 10 auf 20 Tage, pro Elternteil und pro Kind
  • für Alleinerziehende von 20 auf 40 Tage

Der Anspruch gilt:

  • wenn KiTas und Schulen geschlossen sind (nicht mehr nur bei Krankheit des Kindes)
  • auch wenn Eltern grundsätzlich im Homeoffice arbeiten
  • rückwirkend ab dem 5. Januar
  • für Eltern von Kindern bis zum 12. Lebensjahr (bei Kindern mit einer Behinderung auch über das 12. Lebensjahr hinaus)

Die Bescheinigung dafür wird von der Kita oder Schule ausgestellt (wichtig: nicht vom Kinderarzt)

Hinweis: Das Bundesministerium für Familie hat eine Musterbescheinigung veröffentlicht, die bei Bedarf verwendet werden kann: Informationen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zum Kinderkrankengeld