Thema: kulturbevollmaechtigte
| Staatskanzlei | Deutsch-Französische Beziehungen

Kultur und Medien

Die Bevollmächtigte für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit setzt sich für eine fruchtbare und nachhaltige Kooperation der Kulturszenen Deutschlands und Frankreichs ein. Dabei sollen Erfahrungen ausgetauscht, neue Interessenten erreicht und gemeinsame Projekte entwickelt werden – ohne die Eigenständigkeiten und Besonderheiten der Kulturen einzuebnen. Denn gerade die kulturellen Unterschiede bestimmen den Reiz der Zusammenarbeit und die Neugierde für das andere Land und seine Kultur.

Kultur spricht eine eigene Sprache und kann deshalb auch Menschen erreichen, die die Sprache des Anderen nicht verstehen. Kultur kann neue und andere Botschaften transportieren als die Sprache. Die Kulturprojekte, die die Bevollmächtigte meist gemeinsam mit Partnern wie der französischen Botschaft, dem Institut Français und dem Deutsch-Französischen Jugendwerk unterstützt, sollen die Neugierde vor allem junger Menschen in Deutschland und Frankreich auf das Partnerland wecken.

Die Zusammenarbeit mit dem deutsch-französischen Fernsehkultursender ARTE ist von großer Bedeutung. Die Zuschauer können durch sein besonderes Profil stärker für deutsch-französische Themen sensibilisiert werden. Arte ist ein Erfolgsprogramm und illustriert beispielhalft den Ausbau deutsch-französischer Formate im Medienbereich.

Termine

Ministerpräsidentin Anke Rehlinger reist in ihrer Rolle als Bevollmächtige für die deutsch-französischen kulturellen Beziehungen am 21.09.23 nach Straßburg und besucht die Zentrale des deutsch-französischen Senders ARTE (Association Relative à la Télévisione Européenne). Sie sprach dort unter anderem mit dem Präsidenten von ARTE GEIE (Groupement Européen d’Intérêt Economique), Bruno Patino und Ingrid Libercier, Programmdirektorin und Geschäftsführerin von ARTE GEIE, aber auch dem Geschäftsführer von ARTE Deutschland, Dr. Markus Nievelstein. ARTE hat sich zum Ziel gesetzt, weitere europäische Länder in die Sendergruppe aufzunehmen und auch seine Inhalte zunehmend auf Europa auszuweiten.

Hintergrund: Im Oktober 1990 schlossen der französische Minister für Kultur und die Ministerpräsidenten der elf westdeutschen Bundesländer einen zwischenstaatlichen Vertrag als Fundament für einen Europäischen Kultursender. 1992 ging ARTE auf Sendung. Die fünf ostdeutschen Bundeländer traten 1996 ebenfalls bei. 2022 feierte ARTE sein 30-jähriges Jubiläum. Die ARTE (Association Relative à la Télévisione Européenne) Gruppe setzt sich aus der Zentrale ARTE GEIE (Groupement Européen d’Intérêt Economique) in Straßburg und den beiden Mitgliedern ARTE France und ARTE Deutschland TV GmbH zusammen.