Landesportal Saarland

Navigation und Service

Hauptinhalte

| Staatskanzlei | Wissenschaft, Forschung und Technologie

Von MiniEAP zu DECMAS

Von der Staatskanzlei finanziertes Forschungsprojekt wirbt erfolgreich DFG-Folgeförderung ein

Das Saarland und seine Hochschulen verfügen über ein hohes Innovationspotenzial. Dies zeigt erneut die wegweisende technologische Erfindung eines Teams aus saarländischen Nachwuchsforschern der htw saar und der Universität des Saarlandes.

Das gemeinsame Vorhaben wird von der Staatskanzlei aus Landes- und aus EFRE-Mitteln in Höhe von 420.000 Euro gefördert. Gleichzeitig wird das darauf aufbauende Folgeprojekt „DECMAS“ von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) mit einer weiteren Million unterstützt.

Bei diesem Forschungsprojekt geht es um den verbesserten Einsatz elektroaktiver Polymere (EAP). Der Einsatz elektroaktiver Polymere (EAP) kann eine technische Revolution für eine Vielzahl bekannter Produkte bedeuten, von Handschuhen, die dem Arbeiter ein haptisches Feedback geben bis hin zu medizinischen Mikropumpen. EAPs sind dünne Folien, die auf beiden Seiten mit dehnbaren Elektroden beschichtet sind und sich mittels elektrischer Energie bewegen lassen. Mit der Frage, wie man die bestehende Technik verkleinern und für neue Anwendungsfelder nutzbar machen kann, haben sich der Universitätslehrstuhl für intelligente Materialsysteme IMSL, Professor Seelecke und die Forschungsgruppe für Sensorik und Dünnfilmtechnik der htw saar, Professor Schultes gemeinsam in den vergangenen drei Jahren im Rahmen des Projektes „Mini-EAP“ beschäftigt. „Die hier im Saarland entwickelte Technik kann die Herstellung vieler bekannter Alltagsgegenstände als auch diese selbst revolutionieren. Wie vielversprechend dieses Forschungsfeld ist, zeigt sich auch daran, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft ein sich anschließendes Projekt hierzu finanziert hat“, freut sich Ministerpräsident Tobias Hans.

„Durch die Bündelung des Know-hows der beiden Forschungsgruppen gelang es, neue, dehnbare und flexible Elektroden mit einer Dicke von nur 10-20 Nanometern zu entwickeln, die sich mittels Laser in nahezu beliebige Größe zuschneiden lassen und damit eine denkbar unbegrenzte Anzahl an Einsatzmöglichkeiten bieten“, erläutert Professor Schultes. „Diese hervorragenden Forschungsergebnisse dienten uns auch als Basis zur Akquirierung des Folgeprojektes ‚DECMAS‘, das von der DFG mit Mitteln in Höhe von rund 1 Mio. Euro gefördert wird“, freut sich Professor Seelecke.

Bei dem neuen Projekt arbeiten drei Teams der UdS und der htw saar gemeinsam an dem Ziel, ein komplettes Feld aus dünnen, mit Elektroden beschichteten Folien (EAPs) herzustellen, um später einen Einsatz der Technik in Wearables, also in Computertechnologien, die man am Körper oder am Kopf trägt, zu ermöglichen.

„Die Ergebnisse des Projektes machen erneut deutlich, über welches Innovationspotential das Saarland und seine Hochschulen verfügen. Im Rahmen des Forschungsprojektes wurde gemeinsam von einem Team aus saarländischen Nachwuchsforschern der htw saar und der Universität sowie den beiden Professoren Seelecke und Schultes ein wegweisender Fortschritt in diesem Technikfeld erzielt. Dieser Erfindergeist und diese engagierten Ingenieure tragen an vorderster Stelle mit dazu bei, den Struktur- und Technologiewandel im Saarland zu bewältigen“, schließt Ministerpräsident Tobias Hans.

Medienansprechpartner

Medien- und Informationsstelle der Landesregierung

Am Ludwigsplatz 14
66117 Saarbrücken

.