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Energiepreise treiben Inflationsrate im Saarland weiter nach oben

Die Inflationsrate hat im Saarland im November die Fünf-Prozent-Marke überschritten. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, hat sich das Verbraucherpreisniveau gegenüber November 2020 um 5,3 Prozent erhöht. Im Oktober lag die Jahresinflationsrate noch bei 4,4 Prozent. Aufgrund saisonaler Einflüsse ist der Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vormonat mit einem Wert von 109,9 (Basisjahr 2015=100) konstant geblieben.

Wie die Statistiker weiter mitteilen, wurde eine noch höhere Inflationsrate im Saarland zuletzt im Juli 1982, also vor fast 40 Jahren, mit einem Wert von 5,5 Prozent gemessen. Ein durch die vorübergehende Mehrwertsteuersenkung im 2. Halbjahr 2020 hervorgerufener Basiseffekt erklärt die aktuelle Höhe der Inflationsrate nur noch partiell.

Hauptgrund für die hohe Teuerungsrate ist die Energiepreisentwicklung. Getrieben von den hohen Rohölpreisen hat sich der Endverbraucherpreis bei Heizöl binnen Jahresfrist mit einem Anstieg um 116,4 Prozent mehr als verdoppelt. Mit zeitlicher Verzögerung ziehen mittlerweile auch die Preise der anderen Formen von Haushaltsenergie nach. Die Gaspreise sind verglichen mit dem Vorjahr um 23,1 Prozent, die Preise für Fernwärme um 22,3 Prozent und die Strompreise um durchschnittlich 9,8 Prozent gestiegen. Mit deutlichem Abstand folgen die Preise für Holzpellets, Brennholz und andere feste Brennstoffe, die um 3,8 Prozent höher lagen als vor einem Jahr.

An den Tankstellen im Saarland müssen die Autofahrer und Autofahrerrinnen zurzeit für die gleiche Spritmenge im Schnitt 44,3 Prozent mehr bezahlen als vor einem Jahr.

Die Presseinformation enthält vorläufige Ergebnisse der Berechnungen zum saarländischen Verbraucherpreisindex. Endgültige Ergebnisse werden mit dem Statistischen Bericht MI2 im Internet veröffentlicht (www.statistik.saarland.de).

Erläuterung: Eine Inflationsrate (Veränderung des Verbraucherpreisindexes) von 2,0 Prozent bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein Verbraucher für einen unveränderten Warenkorb, der vor einem Jahr z. Bsp. 1 000 Euro gekostet hat, heute 20 Euro oder 2,0 Prozent mehr ausgeben müsste. Dieser Warenkorb beinhaltet nahezu alle Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten gekauft werden. Neben Nahrungsmitteln und Getränken sind Wohnungsmieten ebenso enthalten wie Bekleidungsartikel, Urlaubsreisen oder Friseurdienstleistungen. Preissteigerungen bei einer Reihe von Gütern stehen stets auch Preissenkungen bei anderen gegenüber. Die Preisentwicklung der einzelnen Güter wird bei der Ermittlung des Verbraucherpreisindexes entsprechend den jeweiligen Ausgabenanteilen eines Durchschnittshaushaltes berücksichtigt.

Medienansprechpartner

Dipl.-Politologin, Master of Evaluation Koba Krause
Leitung SG A 1

Virchowstraße 7
66119 Saarbrücken