Landesportal Saarland

Navigation und Service

Hauptinhalte

| Statistisches Amt | Statistik Preise

Preisanstieg beschleunigt sich weiter

Der Anstieg der Verbraucherpreise im Saarland beschleunigt sich weiter. Nach rückläufigen Inflationsraten im kompletten zweiten Halbjahr 2020 ist das Preisniveau für die saarländischen Verbraucherinnen und Verbraucher seit Jahresbeginn ständig gestiegen. Im April lag der Verbraucherpreisindex um 1,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vormonat März 2021 sind die Preise im Schnitt um 0,7 Prozent gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Amtes Saarland erreicht der Index damit einen Stand von 107,6 (Basisjahr 2015 = 100).

Einen bedeutenden Einfluss auf das Preisniveau haben die steigenden Mineralölpreise. Rechnet man den direkten Einfluss von Heizöl- und Kraftstoffpreisen auf die Indexentwicklung heraus, reduziert sich die Inflationsrate auf nur noch 1,0 Prozent. Gegenüber April 2020 sind die Heizölpreise für die saarländischen Haushalte um 12,0 Prozent gestiegen. Gut doppelt so hoch fiel mit 24,9 Prozent die Verteuerung bei den Kraftstoffpreisen aus.

Aber auch die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke zeigen mittlerweile wieder mehr Dynamik. Gegenüber dem Vormonat wurde hier ein Anstieg um 1,7 Prozent und im Vorjahresvergleich von 3,8 Prozent gemessen. Eine spürbare Verteuerung gab es unter anderem beim Schweinefleisch mit einem Plus von 6,5 Prozent binnen Jahresfrist. Bei Rind- und Kalbfleisch lag der Preisanstieg bei durchschnittlich 4,5 Prozent. Vollmilch kostete im Schnitt 8,4 Prozent mehr als vor einem Jahr, Margarine verteuerte sich um 4,9 Prozent und Butter um 2,9 Prozent. Die Kaffeepreise erhöhten sich um 9,5 Prozent. Während die Preise an den Gemüseregalen im Schnitt um 9,4 Prozent angestiegen sind, fiel die Entwicklung beim Obst mit durchschnittlich 1,6 Prozent noch moderat aus.

  

Die Presseinformation enthält vorläufige Ergebnisse der Berechnungen zum saarländischen Verbraucherpreisindex. Endgültige Ergebnisse werden mit dem Statistischen Bericht MI2 im Internet veröffentlicht (www.statistik.saarland.de).

Erläuterung: Eine Inflationsrate (Veränderung des Verbraucherpreisindexes) von 2,0 Prozent bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein Verbraucher für einen unveränderten Warenkorb, der vor einem Jahr z. Bsp. 1 000 Euro gekostet hat, heute 20 Euro oder 2,0 Prozent mehr ausgeben müsste. Dieser Warenkorb beinhaltet nahezu alle Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten gekauft werden. Neben Nahrungsmitteln und Getränken sind Wohnungsmieten ebenso enthalten wie Bekleidungsartikel, Urlaubsreisen oder Friseurdienstleistungen. Preissteigerungen bei einer Reihe von Gütern stehen stets auch Preissenkungen bei anderen gegenüber. Die Preisentwicklung der einzelnen Güter wird bei der Ermittlung des Verbraucherpreisindexes entsprechend den jeweiligen Ausgabenanteilen eines Durchschnittshaushaltes berücksichtigt.

Medienansprechpartner

Dipl.-Politologin, Master of Evaluation Koba Krause
Leitung SG A 11

Virchowstraße 7
66119 Saarbrücken