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| Statistisches Amt | Statistik Preise

Beschleunigter Anstieg des Verbraucherpreisniveaus

Das Verbraucherpreisniveau im Saarland ist im März 2021 weiter gestiegen. Wie das Statistische Amt Saarland mitteilt, lag die Jahresinflationsrate jüngst bei 1,5 Prozent. Im Januar war nach sechs Monaten mit negativen Inflationsraten in Folge erstmals wieder ein Anstieg der Verbraucherpreise um 0,8 Prozent gemessen worden, im Februar lag der Wert bei 1,0 Prozent.

Im direkten Vormonatsvergleich von Februar auf März 2021 stieg der Verbraucherpreisindex um 0,7 Prozent auf einen Wert von 106,9 (Basisjahr 2015=100) an.

Einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung hatten die Energiepreise. Die Mineralölpreise zeigen momentan eine deutliche Aufwärtstendenz, die auf die Endverbrauchermärkte durchschlagen. Heizöl verteuerte sich binnen Monatsfrist um 4,9 Prozent und war damit um 15,4 Prozent teurer als vor einem Jahr. An den Tankstellen stiegen die Spritpreise innerhalb von vier Wochen um 7,9 Prozent und im Vergleich zum Vorjahr um 14,5 Prozent an.

Moderater fiel der Preisanstieg im Bereich der Haushaltsenergie beim Gas mit 2,7 Prozent und beim Strom mit durchschnittlich 3,5 Prozent im Jahresvergleich aus. Die Preise für Fernwärme gehen den Anstieg noch nicht mit, sondern lagen noch um 8,4 Prozent unter Vorjahresniveau.

Die Nettowohnungsmieten, die rund ein Fünftel der Ausgaben eines Durchschnittshaushaltes ausmachen, stiegen im Vorjahresvergleich im Saarland um 0,7 Prozent an. Für Nahrungsmittel und Getränke, auf die wir im Durchschnitt ein Zehntel unseres Haushaltsbudgets aufwenden, mussten die Saarländerinnen und Saarländer im März 2021 im Schnitt 1,4 Prozent mehr aufwenden als noch vor einem Jahr.

  

Die Presseinformation enthält vorläufige Ergebnisse der Berechnungen zum saarländischen Verbraucherpreisindex. Endgültige Ergebnisse werden mit dem Statistischen Bericht MI2 im Internet veröffentlicht (www.statistik.saarland.de).

Erläuterung: Eine Inflationsrate (Veränderung des Verbraucherpreisindexes) von 2,0 Prozent bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein Verbraucher für einen unveränderten Warenkorb, der vor einem Jahr z. Bsp. 1 000 Euro gekostet hat, heute 20 Euro oder 2,0 Prozent mehr ausgeben müsste. Dieser Warenkorb beinhaltet nahezu alle Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten gekauft werden. Neben Nahrungsmitteln und Getränken sind Wohnungsmieten ebenso enthalten wie Bekleidungsartikel, Urlaubsreisen oder Friseurdienstleistungen. Preissteigerungen bei einer Reihe von Gütern stehen stets auch Preissenkungen bei anderen gegenüber. Die Preisentwicklung der einzelnen Güter wird bei der Ermittlung des Verbraucherpreisindexes entsprechend den jeweiligen Ausgabenanteilen eines Durchschnittshaushaltes berücksichtigt.

Medienansprechpartner

Dipl.-Politologin, Master of Evaluation Koba Krause
Leitung SG A 11

Virchowstraße 7
66119 Saarbrücken