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| Statistisches Amt | Statistik, Statistik Preise

Inflationsrate im Saarland sinkt weiter

Die Inflationsrate im Saarland erreichte im Juli 2022 einen Wert von 6,7 Prozent. Damit lag sie um 0,4 Punkte niedriger als im Juni.

Binnen Monatsfrist hat sich der Verbraucherpreisindex für das Saarland um 0,5 Prozent auf einen Wert von 116,6 (Basisjahr 2015=100) erhöht. Bereinigt um den direkten Einfluss von Heizöl- und Kraftstoffpreisen reduziert sich die Inflationsrate auf einen Wert von 5,3 Prozent.

Die Verteuerung der Nahrungsmittelpreise hat sich weiter beschleunigt und liegt mittlerweile mit einem Plus von 13,6 Prozent im Vorjahresvergleich deutlich im zweistelligen Bereich. Besonders auffallend sind dabei unter anderem die Entwicklungen bei Sonnenblumenöl (+ 97,6 %), Weizenmehl (+ 61,1 %), Butter (+ 56,1 %) und Sahne (+ 44,8 %).

Bei der Haushaltsenergie liegt die Teuerung im Schnitt bei 33,3 Prozent. Besonders belastet sind die Haushalte, die ihre Wohnungen und Häuser mit Öl (+ 102,5 %) oder Fernwärme (+ 79,3 %) heizen. An den Tankstellen lag das Preisniveau um 22,9 Prozent über dem des Vorjahres, allerdings war zum Vormonat ein Rückgang um 5,7 Prozent zu verzeichnen.

Vergleicht man das aktuelle Verbraucherpreisniveau im Saarland mit dem des Basisjahres 2015 (Jahresdurchschnitt), so zeigt sich, dass der Anstieg der Nahrungsmittelpreise mit 28,7 Prozent deutlich über der durchschnittlichen Teuerung von 16,6 Prozent liegt.

Moderat fiel hingegen in den zurückliegenden sieben Jahren die Anpassung bei den Nettokaltmieten im Saarland mit einem Anstieg um insgesamt 7,6 Prozent aus.

Die Presseinformation enthält vorläufige Ergebnisse der Berechnungen zum saarländischen Verbraucherpreisindex. Endgültige Ergebnisse werden mit dem Statistischen Bericht MI2 im Internet veröffentlicht (www.statistik.saarland.de).

Erläuterung: Eine Inflationsrate (Veränderung des Verbraucherpreisindexes) von 2,0 Prozent bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein Verbraucher für einen unveränderten Warenkorb, der vor einem Jahr z. Bsp. 1 000 Euro gekostet hat, heute 20 Euro oder 2,0 Prozent mehr ausgeben müsste. Dieser Warenkorb beinhaltet nahezu alle Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten gekauft werden. Neben Nahrungsmitteln und Getränken sind Wohnungsmieten ebenso enthalten wie Bekleidungsartikel, Urlaubsreisen oder Friseurdienstleistungen. Preissteigerungen bei einer Reihe von Gütern stehen stets auch Preissenkungen bei anderen gegenüber. Die Preisentwicklung der einzelnen Güter wird bei der Ermittlung des Verbraucherpreisindexes entsprechend den jeweiligen Ausgabenanteilen eines Durchschnittshaushaltes berücksichtigt.

Medienansprechpartner

Lisa Kerber
Leitung SG A 1

Virchowstraße 7
66119 Saarbrücken