Thema: Wirtschaft
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Ansiedlung von SVOLT

SVOLT ist ein globales Hightech-Unternehmen, das hochwertige Lithium-Ionen-Batterien und Batteriesysteme für Elektrofahrzeuge sowie Energiespeichersysteme entwickelt und produziert. Das Unternehmen plant in Europa den Aufbau mehrerer Standorte zur Produktion von Batteriezellen sowie Modul- und Packwerke. In Deutschland sind aktuell drei Standorte geplant, im Saarland und in Brandenburg. Im Saarland soll eine Modul- und Pack-Fabrik in Heuweiler sowie eine hochmoderne Zellfabrik in Überherrn mit 24 GWh Produktionskapazität in der finalen Ausbaustufe entstehen. Das entspricht Batterien für 300.000 bis 500.000 E-Fahrzeuge pro Jahr. Geplant ist eine Gesamtinvestition von bis zu 2 Milliarden EUR. Insgesamt will SVOLT so im Saarland bis zu 2.000 Arbeitsplätze schaffen.

Landesregierung begrüßt Ansiedlung von SVOLT - Vorstellung des Vorhabens am 17.11.2020

Die saarländische Landesregierung hat die Ankündigung des Automobilzulieferers SVOLT begrüßt, den Schwerpunkt der Europa-Produktion im Saarland anzusiedeln. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Saarbrücken wurden am Dienstag, 17. November 2020, erste Details vorgestellt.

Pressemeldung Landesregierung zur Ansiedlung

Pressemeldung SVOLT

Factsheet vom 15.03.21

Das Unternehmen SVOLT

Als globales Hightech-Unternehmen und Spin-off des chinesischen Automobilherstellers Great Wall Motors entwickelt und produziert SVOLT Energy Technology Co., Ltd. (SVOLT) Lithium-Ionen-Batterien und Batteriesysteme für Elektrofahrzeuge sowie Energiespeichersysteme. Zum umfangreichen One-stop-Produktportfolio von SVOLT gehören Batteriezellen, Module und Packs ebenso wie Batteriemanagementsysteme und Softwarelösungen. Dabei kombiniert das Unternehmen tiefgreifendes systemisches Wissen in den Bereichen Batteriesysteme und -management mit einer umfassenden Expertise auf dem Feld der Fahrzeugintegration.

Der Hauptsitz von SVOLT befindet sich in Jintan District, Changzhou, Provinz Jiangsu in China. Firmensitz der europäischen Tochter SVOLT Energy Technology (Europe) GmbH ist Frankfurt am Main. SVOLT beschäftigt weltweit rund 15.000 Mitarbeitende (Stand Q1 2023). Davon arbeiten rund 3.000 Mitarbeitende im Bereich Forschung & Entwicklung in den großen Forschungs- und Entwicklungszentren von SVOLT in China.

Mehr zu SVOLT in Europa: https://www.svolt-eu.com/eu-standorte/

Mehr über SVOLT: SVOLT

Ansprechpartner bei SVOLT

Das Ansiedlungsvorhaben im Saarland

SVOLT in Heusweiler

In Heusweiler soll auf der 157.000 m² großen Fläche einer ehemaligen Laminat-Fertigungsstätte eine Modul- und Pack-Fabrik entstehen. Hier werden die an den anderen europäischen Standorten produzierten Batteriezellen zu Batteriemodulen und/oder Batteriepacks weiterverarbeitet.

Grundlage für den Bau der Fabrik ist die von der gwSaar 2021 beauftragte und unter Mitwirkung von SVOLT entwickelte Masterplanung. Die erforderlichen Umbaumaßnahmen sowie Neubauarbeiten auf dem Gelände in Heusweiler erfolgen durch die Firma Goldbeck als Generalübernehmer im Auftrag der Projektgesellschaft Batteriefabrik Heusweiler (PBH), einer 100%igen Landesgesellschaft. Ausgründung der SHS-Strukturholding Saar. Alle notwendigen Baumaßnahmen werden von der SHS in Abstimmung mit SVOLT durchgeführt. Ziel ist es, die Bestandsgebäude auf dem Gelände im Sinne der Nachhaltigkeit bestmöglich weiter zu nutzen und die Umbaumaßnahmen auf ein Minimum zu beschränken.

Der Langzeit-Mietvertrag für den Standort Heusweiler mit einer Laufzeit von 15 Jahren wurde im November 2022 unterzeichnet. Der Bezug der Büros für die Mitarbeitenden im Saarland ist bereits im November 2022 erfolgt. Die finale Fertigstellung soll bis Mitte 2024 erreicht sein.

SVOLT in Überherrn

In Überherrn auf dem „Linslerfeld“ soll eine Batterie-Zellfabrik mit 24 GWh installierter Kapazität in der finalen Ausbaustufe entstehen. Dies entspricht Batterien für 300.000 bis 500.000 E-Fahrzeuge pro Jahr. Mit der Errichtung und dem schlüsselfertigen Aufbau ist die SHS - Strukturholding Saar beauftragt.

Im Zuge des zweistufigen Bebauungsplanverfahrens erfolgte im Mai 2022 eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und Träger öffentlicher Belange. Grundlage war der zusammen mit SVOLT erarbeitete Masterplan 1.0. Dazu sind umfassende Gutachten - etwa zu Artenschutz, Klima- und Lufthygiene, Hydrogeologie sowie Verkehr - erstellt worden. Die Erkenntnisse aus den Gutachten beeinflussten die weitere Vertiefung der Planung im Masterplan 2.0. Die Abwägung mit Beschluss erfolgte im Gemeinderat im Juli 2022. Nach dem im September 2023 erfolgten Offenlagebeschluss findet eine erneute Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung statt. Die Offenlage nach §3 (2) BauGB läuft vom 20.10.2023 bis 21.11.2023. Zu den Veränderungen gegenüber dem Planungsstand 2022 hat eine weitere (freiwillige) Info-Veranstaltung stattgefunden.

Weitere Informationen zum Bebauungsplan-Entwurf  unter:

Nach der Offenlage werden die eingegangenen Stellungnahmen von Behörden und Öffentlichkeit ausgewertet und zur Abwägung im Rahmen des Satzungsbeschlusses zusammengestellt. Dieser ist Anfang 2024 geplant. Die Rechtskraft erlangt der Bebauungsplan nach der Veröffentlichung des Satzungsbeschlusses.

Entwicklungsvereinbarung für Überherrn

Wirtschaftsminister Jürgen Barke hat im September 2023, gemeinsam mit der Bürgermeisterin von Überherrn, Anne Yliniva-Hoffmann, dem Landrat von Saarlouis, Patrik Lauer, und der Geschäftsführung der Strukturholding Saar (SHS), Rita Gindorf-Wagner und Thomas Schuck, die Entwicklungsvereinbarung für die Gemeinde Überherrn präsentiert.

Die Entwicklungsvereinbarung definiert Anpassungsmaßnahmen und Umsetzungsschritte, die im Kontext der geplanten Ansiedlung erforderlich sind.

Weitere Informationen:

Entwicklungsvereinbarung für die Gemeinde Überherrn vorgestellt

Aktuelles 

Gemeinderat Überherrn beschließt Entwicklungsvereinbarung

Der Gemeinderat Überherrn hat am Donnerstag, 7. Dezember, die Entwicklungsvereinbarung zwischen Land, Landkreis und Gemeinde zur infrastrukturellen Unterstützung rund um das Ansiedlungsprojekt Linsler Feld angenommen. Durch die Landesregierung gemeinsam mit der Strukturholding Saar und dem Landkreis Saarlouis wird die Gemeinde im Sinne der Bürgerinnen und Bürger noch stärker aufgewertet. Im Rahmen der Gemeinderatssitzung unterzeichneten Bürgermeisterin Anne Yliniva-Hoffmann, Wirtschaftsminister Jürgen Barke, Landrat Patrik Lauer sowie die Geschäftsführer der Strukturholding Saar, Rita Gindorf-Wagner und Thomas Schuck, die Vereinbarung. 

Bürgermeisterin von Überherrn, Anne Yliniva-Hoffmann:

„Die Unterzeichnung der gemeinsamen Entwicklungsvereinbarung von Land, Landkreis und unserer Kommune ist ein sehr wichtiger Schritt für unsere Zukunft hier in Überherrn. Der Standort Linsler Feld mit der dort geplanten Ansiedlung ist ein Schwerpunktstandort der Transformation im Saarland. Um aber die Ansiedlung und die damit verbundenen Folgewirkungen aufnehmen zu können, bedarf es einer ganzheitlichen Betrachtung und Entwicklung unserer Gemeinde. Überherrn vereint Familie, Wohnen und Arbeiten. Und genau dort setzen wir mit der Entwicklungsvereinbarung an. Ich bin dem Land und Landkreis für ihre Unterstützung bei diesem Vorhaben außerordentlich dankbar, sodass wir bei der Entwicklung unserer Gemeinde alle relevanten Faktoren einbeziehen.“ 

Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie, Jürgen Barke:

„Heute ist ein guter Tag für die Gemeinde und den ganzen Landkreis. Wir unterstützen die Gemeinde bei diesem großen Ansiedlungsprojekt durch umfassende infrastrukturelle Maßnahmen. Der Gemeinderat hat heute durch seine Zustimmung die Voraussetzung geschaffen, so dass wir schon zeitnah mit einzelnen Realisierungsschritten beginnen können.“ 

Landrat von Saarlouis, Patrik Lauer:

„Unser Landkreis ist die industrielle Kraft im Saarland und damit das so bleibt, werden wir Neuansiedlungen wie hier in Überherrn mit wichtigen Infrastrukturprojekten positiv begleiten. Uns allen ist klar, dass wir zukunftsfeste Arbeitsplätze brauchen, für uns und für die, die nach uns kommen. Aber die Transformation unserer Wirtschaft gelingt nur mit den Menschen, nicht gegen sie. Deshalb ist es wichtig, die Kommunen und die Menschen vor Ort mitzunehmen und ihnen jegliche Unterstützung an die Seite zu stellen. Wir brauchen eine Willkommenskultur für Industrieansiedlungen und die heute unterzeichnete Entwicklungsvereinbarung ist ein wichtiger Schritt dorthin– nur so werden wir hier im Saarland eine gute Zukunft haben.“ 

Die Entwicklungsvereinbarung umfasst gewerbliche Erschließungsmaßnahmen, Wohnbauprojekte, die planerische Unterstützung der Gemeinde, den Ausbau von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie Projekte zur Verkehrsinfrastruktur und Daseinsvorsorge. 

Beispielsweise soll die gewerbliche Entwicklung der Fläche „Kunzelfelder Huf III“ vorgenommen werden. Dort ist die Ansiedlung von kleinen und mittleren Betrieben vorgesehen. Den steigenden Bedarf an arbeitsplatznahen Wohnmöglichkeiten will die Landesregierung durch die Schaffung von Wohnbauland und Mietwohnraum decken. 

Anvisiert ist auch der Neubau einer Freiwilligen Ganztagsschule an der Grundschule Berus und in Überherrn sowie Erweiterungen oder Neubauten von Kindergärten in Wohnstadt und Felsberg. 

Bei der Verkehrsinfrastruktur geht es um die Sanierung von Ortsdurchfahrten, Fahrradschutzstreifen und Querungshilfen zum Beispiel an der B405. Ebenfalls wird das Radverkehrsnetz der Gemeinde ganzheitlich in den Blick genommen und ausgebaut. Auch eine ÖPNV-Anbindung der Industrie-/Gewerbegebiete wird anvisiert. 

Die einzelnen Maßnahmen der Entwicklungsvereinbarung werden je nach Themenschwerpunkt in den unterschiedlichen Budgets der jeweiligen Partner eingeplant. Der konkrete Umfang ist abhängig von den jeweiligen Umsetzungsschritten in dem jeweiligen Projekt.

Entwicklungsvereinbarung für die Gemeinde Überherrn vorgestellt

Wirtschaftsminister Jürgen Barke hat am Donnerstag, 14. September, gemeinsam mit der Bürgermeisterin von Überherrn, Anne Yliniva-Hoffmann, dem Landrat von Saarlouis, Patrik Lauer, und der Geschäftsführung der Strukturholding Saar (SHS), Rita Gindorf-Wagner und Thomas Schuck, die Entwicklungsvereinbarung für die Gemeinde Überherrn präsentiert.

Die Entwicklungsvereinbarung definiert Anpassungsmaßnahmen und Umsetzungsschritte, die im Kontext der geplanten Ansiedlung erforderlich sind.

Unternehmensführung von SVOLT zu Gast im Saarland

Am 10.03.2023 hat der Präsident von SVOLT Energy Technology Co., Ltd. und CEO der SVOLT Energy Technology (Europe) GmbH, Hongxin Yang das Saarland besucht. Er hat sich mit Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, Wirtschaftsminister Jürgen Barke und Staatssekretärin Elena Yorgova-Ramanauskas als auch mit Vertreter:innen der Gemeindeverwaltungen von Überherrn und Heusweiler über die Ansiedlung mit den geplanten Standorten in Heusweiler und Überherrn ausgetauscht. 

Pressemeldung hierzu: SVOLT-Präsident Yang im Saarland

FAQ zur Ansiedlung

Pressemeldungen zur SVOLT-Ansiedlung

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