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Rehlinger stellt Ergebnisse des Zukunftskonzepts für den Handel 2030 vor

Der Einzelhandel ist eine wichtige Säule der Saarwirtschaft und zählt mit rund 40.000 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern im Saarland. Online-Handel, Lieferdienste und ein geändertes Konsumverhalten stellen die Branche allerdings vor große Herausforderungen.

 

Um die Weiterentwicklung insbesondere des stationären Einzelhandels optimal zu unterstützen, hat Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger das Zukunftskonzept für den Handel im Saarland 2030 initiiert. Zentrale Ergebnisse des Konzepts stellte die Ministerin am Donnerstag, 25. November, im Rahmen einer Hybrid-Veranstaltung in der Industrie- und Handelskammer vor. 

Ministerin Rehlinger: „Mit dem Zukunftskonzept legen wir einen klaren Fahrplan für den Weg zu einem modernen und leistungsfähigen Einzelhandel vor. Von Anfang an haben wir dabei auf den konsequenten Dialog mit allen Akteuren, Institutionen, Städten und Gemeinden gesetzt. Das Konzept beinhaltet daher auch vielfältige Lösungsansätze, wie sich die Branche nachhaltig entwickeln und wie die Politik diesen Prozess bestmöglich unterstützen kann. Bei der konkreten Umsetzung des Konzepts kommt es nun darauf an, die Ansätze zusammenzuführen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen.“

In den vergangenen Monaten haben die mit der Konzepterstellung beauftragte CIMA Beratung + Management GmbH Stuttgart und das Forschungsinstitut ibi research an der Universität Regensburg GmbH haben dazu die Bedürfnisse und Erwartungen der Kommunen, Unternehmen und Verbände sowie die der Kundinnen und Kunden in den Blick genommen.

Zu den zentralen Handlungsfeldern des Zukunftskonzepts Einzelhandel zählen die Stärkung der betrieblichen Innovationsfähigkeit und die überbetriebliche Zusammenarbeit, ebenso wie die Entwicklung von Strategien auf kommunaler Ebene, die Kooperation von Privatwirtschaft und öffentlicher Hand sowie die Erreichbarkeit der Stadt- und Ortszentren. Im Endergebnis lässt sich der Einzelhandel am besten durch ein orchestriertes Zusammenspiel aller Akteure fördern.

Die Analysen wurden auf Grundlage einer landesweiten Händler-befragung und einem Online-Präsenz-Check der Betriebe erstellt. Darüber hinaus wurden Vor-Ort-Erhebungen in zahlreichen Kommunen durchgeführt. „In vielen Kommunen im Saarland konnten wir durch unsere Vor-Ort-Begehungen und die durchgeführten Gespräche beobachten, dass vielfältigste Maßnahmen umgesetzt werden, um den Einzelhandel und die Zentren nachhaltig in ihrer Versorgungs- und Treffpunktfunktion zu stärken“, betonen die beiden Projektleiter Dr. Stefan Leuninger (cima) und Dr. Georg Wittmann (ibi). Beispiele dafür sind großflächige Einzelhandelsinvestitionen im Stadtzentrum von Völklingen (Modepark Röther) sowie städtebauliche Umbaumaßnahmen zur Stärkung der Aufenthaltsqualität in Wadern, Mettlach und Lebach. „Auch die touristische Nachfrage wirkt sich positiv auf den Einzelhandel aus, wenn entsprechende Marketing-Maßnahmen ergriffen werden“, so die Projektleiter weiter.

Die Rahmenbedingungen für die nachhaltige Stärkung des Einzel-handels als wichtiger Baustein der Innenstädte und Ortszentren seien grundsätzlich gut: „Zum einen hat sich die Beschäftigungsentwicklung – und damit die Nachfrage – im Saarland in den vergangenen Jahren stabilisiert, zum anderen besteht neben der Landeshauptstadt Saarbrücken ein landesweites Netz von elf Mittel-zentren, die wichtige Versorgungsfunktionen für das Land übernehmen“, so die Projektleiter. Insgesamt verfügen die Saarländerinnen und Saarländer über eine einzelhandelsrelevante Kaufkraft von rund 5 Mrd. Euro. 

Das Entwicklungskonzept blickt neben den Städten auch auf den ländlichen Raum, wo es bereits viele innovative Gemeinschaftsprojekte gibt. Gerade in kleineren Kommunen sei es wichtig, kooperative Strukturen wie Dorfläden oder Bauernmärkte gezielt in der Versorgungsstruktur zu stärken.

Rehlinger: „Das Zukunftskonzept muss ganzheitlich gedacht werden: Das ist der Betrieb, der auf neue Geschäfts- und Vertriebsideen setzt, die Kommune, die ihren Ortskern aufwertet, die Landesregierung, die für verkehrliche Anbindung und touristische Highlights sorgt und die Versorgung des ländlichen Raums im Blick behält. Ich setze auf die Bündelung aller Kräfte, um den Einzelhandel zu neuer Blüte zu führen.“

 

Weitere Informationen zum „Zukunftskonzept Handel im Saarland 2030“ unter www.saarland.de/zukunftskonzepthande

Medienansprechpartner

Presseprecher des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr

Julian Lange
Pressesprecher und Referatsleiter M/6: Kommunikation, Medienarbeit, Redaktion

Franz-Josef-Röder-Straße 17
66119 Saarbrücken