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Thema: Windenergie

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| Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz | Immissionsschutz

LUA erteilt naturschutzrechtlich erforderliche Genehmigung (gemäß § 17 Abs. 3 BNatSchG) für die Erschließung des bereits immissionsschutzrechtlich genehmigten Windparks Gersweiler 

Mit Datum vom 26.07.2021 wurde der DunoAir Windpark Planung GmbH die Errichtung und der Betrieb von zwei Windenergieanlagen vom Typ Enercon E138 (Nabenhöhe 160 m, Gesamthöhe 229 m, 4,2 MW Leistung) und Enercon E160 (Nabenhöhe 166 m, Gesamthöhe 246 m, 4,6 MW Leistung) in Saarbrücken Gersweiler genehmigt.

Das Genehmigungsverfahren wurde gemäß §§ 4 und 19 BImSchG im vereinfachten Verfahren ohne Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt.

Darüber hinaus wurde mit Datum vom 05.10.2021 (Eingang im LUA: 11.10.2021) durch die Dunoair Windpark Planung GmbH, Trier, die naturschutzrechtlich erforderliche Genehmigung (gemäß § 17 Abs. 3 BNatSchG) für die mit der Erschließung des bereits immissionsschutzrechtlich genehmigten Windparks Gersweiler einhergehenden Eingriffe in Natur und Landschaft beantragt (unter Vorlage eines landschaftspflegerischen Begleitplans (LBP) mit entsprechenden Planunterlagen).

Die Erschließung umfasst die Einrichtung der erforderlichen Wege- und Kabeltrassen in den Gemarkungen Gersweiler und Klarenthal sowie Geislautern.

Die Prüfung des Antrages durch das LUA ergab, dass die Voraussetzungen des § 15 BNatSchG (Unvermeidbarkeit der Eingriffe, Kompensierbarkeit) erfüllt sind. Nur temporär genutzte Flächen werden zurückgebaut und rekultiviert. Dauerhaft genutzte Bereiche werden durch die Entwicklung eines Waldaußenrandes (Waldsaumes) aus standortgerechten Hochstämmen, Sträuchern und Heistern auf einer artenarmen Wiese nördlich an den Waldbestand auf der Gemarkung Gersweiler kompensiert. Nach § 17 Abs. 3 Satz 3 BNatSchG war daher dem Antrag stattzugeben. Die Planungen wurden mit Bescheid vom 29.12.2021 genehmigt.

Hinweis:

Seit der Änderung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) in 2017 benötigt ein Projektierer zwecks Refinanzierung der Anlagen  für den Ausbau von Windenergie an Land grundsätzlich die Zusage der Bundesnetzagentur im Ausschreibungssystem für die jeweilige Einspeisevergütung. Insofern ist davon auszugehen, dass die Genehmigungsinhaberin daher für den Windpark Gersweiler an einer Ausschreibungsrunde teilnehmen und einen Zuschlag für das Projekt erhalten muss, bevor von der erteilten Genehmigung Gebrauch gemacht werden kann. Die erteilten Zuschläge werden auf der Internetseite der Bundesnetzagentur veröffentlicht.

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