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Thema: Veterinärwesen

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| Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz | Tiere und Tierschutz

Speziell ausgebildete Hunde sollen bei der Bekämpfung der Schweinepest helfen – Fünf weitere Kadaver-Suchhunde werden im Saarland ausgebildet

Elf so genannte Kadaver-Suchhunde stehen schon für den Fall der Fälle im Saarland bereit. Fünf weitere Hunde werden derzeit für ihren wichtigen Einsatz ausgebildet. Die saarländischen Behörden bereiten sich seit 2017 mit vielfältigen Maßnahmen auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vor.

Ein wichtiger Baustein zur Bekämpfung der Seuche ist das schnellstmögliche Auffinden und Entfernen verendeter Wildschweine. Im Saarland werden dafür  speziell geschulte Suchhunde zur Verfügung stehen, die, anders als Jagdhunde bei der Stöberjagd oder Nachsuchehunde bei verletztem Wild, in der Lage sind, an Schweinepest verendete Wildschweine im Gelände schnell  zu finden.

„Unsere Erfolgsgeschichte geht weiter. Wir waren im Saarland Vorreiter mit der Idee, Hunde so auszubilden, dass sie infizierte Schwarzkittel sehr schnell aufspüren können. Denn eins ist klar: Wenn die Schweine irgendwo tot im Gebüsch liegen, stellen sie gefährliche Infektionsherde dar. Unsere Idee und unser Konzept haben inzwischen eine ganze Reihe von Ländern aufgegriffen. Wir bieten hier auch gerne unsere Hilfe an. Einige unserer Hunde waren bereits in Brandenburg im Einsatz“, so Umweltminister Reinhold Jost. Der für die Bekämpfung von Tierseuchen und für die Jagd zuständige Minister informierte sich am Freitag in Wadgassen-Friedrichweiler über die Ausbildung der vierbeinigen Neulinge und ihrer Führer.      

In Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) und einer privaten Hundeschule hatte das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz als oberste Jagdbehörde ein in Deutschland viel beachtetes Ausbildungsprogramm und eine Prüfungsordnung für dieses neue Aufgabengebiet erarbeitet. Wertvolle Unterstützung erhielt die Arbeitsgruppe von einem Polizeihauptkommissar in seiner Funktion als Diensthundelehrwart der Bundespolizei in Koblenz. 

Da Kadaver-Suchhunde, entgegen der angeborenen Hundeinstinkte, bei der ASP-Fallwildsuche kein Wild verfolgen sollen, sind beispielsweise Stöberhunderassen, wie Teckel oder Terrier, für die Ausbildung besonders geeignet. Auch andere Rassen und Mischlinge können sich für diese Arbeit durchaus eignen. Letztendlich zeigen verschiedene Tests, ob ein Hund geeignet ist oder nicht.

Grundzüge der Hundeausbildung:

a) Verweisen (Fundanzeige)

Je nachdem, welches Verhalten der Hund anbietet, die Verweisart einüben (Objekte so schützen, dass der Hund sie nicht aufnehmen kann); das Belohnen erfolgt durch Spiel, nur im äußersten Notfall durch Futter; Objekte in den verschiedenen Verwesungsstadien einsetzen; Anzeigen von durch Körperflüssigkeit des verendeten Tieres kontaminierten Flächen.

b) Stöbern und Suchen

Einarbeitung in die Stöbersuche mit stetiger Distanzvergrößerung und Rückruftraining. Nach Abschluss der Ausbildung muss der Hund in der Lage sein, 20 Minuten zu arbeiten. Gearbeitet wird in Reihen.

 

Medienansprechpartner

Pressesprecherin des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

Sabine Schorr
Pressesprecherin

Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken