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Thema: Veterinärwesen

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| Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz | Tiere und Tierschutz

Gelebter Tierschutz beginnt im Kopf

Minister Jost zeichnet langfristig angelegte Projekte in Kita und Schulen mit dem Jugendtierschutzpreis aus

Für den Bau von Nisthilfen sind sie inzwischen Experten. Die Schüler der Berufsvorbereitungs- und Werkstattklassen des Berufsbildungszentrums (BBZ) Völklingen wissen, was zu beachten ist, damit Störche, Wanderfalken oder Wildbienen die Nisthilfen auch annehmen.

Aber nicht nur das Projekt „Naturnahes Köllertal“ hat die Schülergruppe auf diese Weise unterstützt. Auch das Beweidungsprojekt des NABU Köllertal mit vom Aussterben bedrohten ungarischen Steppenrindern war Bestandteil ihres Unterrichts. Die Jugendlichen halfen beim Zaunbau und lernten viel über eine ökologische und tierverträgliche Nutztierhaltung.

 So viel Engagement, in das auch jugendliche Flüchtlinge eingebunden waren, ist preiswürdig, befand die Jury für den Saarländischen Jugendtierschutzpreis. Die Völklinger Schüler dürfen sich über den ersten Preis freuen.    

Insgesamt 17 saarländische Kitas und Schulen bewarben sich um den vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz ausgelobten Preis.

„Will man den Gedanken des Tier­schutzes in unserer Gesellschaft voranbringen, so muss man bei den Kindern anfangen. Gelebter Tierschutz beginnt im Kopf. Wenn wir dem Nachwuchs diese Themen altersentsprechend begreifbar machen, legen wir die Grundlagen für das Tierschutzverständnis der jungen Generation.  Es ist klar, dass es Wissen braucht, um über Tierschutzthemen zu diskutieren. Das zeigt sich beim diesjährigen Jugendtierschutzpreis wieder eindrucksvoll in den umfangreichen Projektbeschreibungen, die eingereicht wurden. Die Themen wurden umfangreich recherchiert und die Projekte mit vielen Initiativen begleitet“, so der für den Tierschutz zuständige Umweltminister Reinhold Jost bei der Preisverleihung.

 Die Fortuin Gemeinschaftsschule in Illingen erhielt den zweiten Preis, weil sie ihr Schulmotto „Verantwortung und Freiheit“ in einem Fokus auf Tierschutz, Um­welterziehung und nachhaltiger Bewusstseinsbildung umsetzte. In verschiedenen Projekten, wie einem Zooprojekt, einer Schulhund-AG, einer Bienen-AG und einer mehrjährigen Unterstützung des regionalen saarländischen Tier­heimes hat sich die Schule langfristig und nachhaltig für den Tierschutz eingesetzt. Das Zooprojekt beinhaltete auch einen Blick hinter die Kulissen. Die Fütterung der Tiere wurde nicht nur im Gehege, sondern auch in der Vorbereitung erlebt.

In der Schulhund-AG wird außerhalb des Unterrichtes der richtige Umgang mit dem Hund vermittelt. Es entstand eine Kooperation mit einem saarländischen Therapiehundezentrum. Auch mit Blick auf das Interesse für ein regionales Tierheim blieb es nicht bei einem einfachen Besuch. Vielmehr wurde über mehrere Jahre die Arbeit der Tierschützer begleitet und das Tierheim über eine Spendensammlung unterstützt. Auch hier überzeugte die Nachhaltigkeit des Projektes.

 Einer der beiden dritten Preisträger ist die Ganztags-Abteischule Wadgassen. Sie  wurde für ihre besonders breit aufgestellten Projekte wie Bienenprojekt, Insektenhotel, Umsiedlung eines Hornissennestes sowie verschiedene Aktionen zu den Themen Vogelwelt, Fleder­maus, Igel und Amphibien ausgezeichnet. Auch hier zeich­neten sich alle Projekte durch eine besondere Nachhaltigkeit und eine hohe Wirkung nach außen aus. Teilweise werden die Initiativen seit 2009 kontinu­ierlich weitergeführt, was auch für den Erfolg der Projekte spricht.

 Auch die katholische Kita St. Bartholomäus in Klarenthal hat sich ihren dritten  Preis überaus verdient. Auch hier wurden umfangreiche Projekte unter der Überschrift „Vom Urwald zur Kita Oase“ in Angriff genommen. Die Kinder beschäftigen sich mit Igel, Fledermaus, Amphibien und Eichhörnchen und dies bereits seit mehreren Jahren. Auch diese Einrichtung sucht bei ihren Vorhaben die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen oder mit den Eltern der Kinder, was eine besondere öffentliche Wirkung entfaltet. Auch die Projekte Umgang mit dem Hund, Therapiehund oder Wildbienenhotel werden bearbeitet und erfolgreich umgesetzt.

 Jost: „Ein großer Dank geht an alle Teilnehmer, die sich mit dem Thema Tierschutz auseinander gesetzt haben, und natürlich an die Lehr­personen, die das alles unterstützen. Es ist toll zu sehen, wie sich die jungen Leute kontinuierlich für den Tierschutz engagieren, welchen Ehrgeiz sie bei ihren Aktionen aufbringen und wie viel Leidenschaft sie in ihre Projekte stecken.“

Medienansprechpartner

Pressesprecherin des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

Sabine Schorr
Pressesprecherin

Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken