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Thema: Umweltpakt und EMAS
Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz | Umweltpakt

EMAS-Förderung im Saarland

Für Organisationen mit weniger als 50 MitarbeiterInnen fördert das saarländische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz mit einem Volumen von 10.000 Euro pro Jahr die Einführung eine Umweltmanagementsystems nach der Europäischen EMAS-Verordnung. Gefördert wird hierbei sowohl die Einrichtung des Umweltmanagementsystems durch externe Fachkräfte sowie die Zertifizierung  durch einen externen Gutachter. Anträge zur Förderung einer Erstzertifizierung können bis 30. Juni eine Kalenderjahres eingereicht werden, Anträge auf Förderung einer Revalidierung ab 01.Juli eines Kalenderjahres.

Was ist EMAS?

EMAS (Eco Management and Audit Scheme) ist das umfassendste Umweltmanagement- und Umweltauditsystem zur Verbesserung der Umweltleistung von Unternehmen und Organisationen. Ein Umweltmanagementsystem stellt ein effektives Instrument der Eigenüberwachung dar, mit dessen Hilfe eine Organisation auftretende Schwachstellen kurzfristig aufdecken, beheben und hierdurch drohenden Beeinträchtigungen der Umwelt sowie Haftungsrisiken wirksam begegnen kann. Die Einführung von Umweltmanagementsystemen führt in der Folge zu einer Minderung der Umweltrisiken und trägt somit zu einer deutlichen Steigerung der Rechtssicherheit bei. Umweltmanagementsysteme sind somit geeignet, die Wettbewerbsfähigkeit und Innovation zu stärken und ein umweltverträgliches Wachstum zu fördern. Diesem Aspekt kommt in Zeiten einer zunehmenden Deregulierung und Rückführung der staatlichen Aufsicht eine immer größere Bedeutung zu.
Primäres Ziel der EMAS-Förderung durch das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz ist die Erhöhung der Anzahl der saarländischen Organisationen im kleinen und mittleren Bereich mit bis zu 50 Mitarbeitern, die freiwillig ein Umweltmanagementsystem einrichten. Die EMAS-Verordnung tritt dafür ein, dass Betriebe mit EMAS auch einen zusätzlichen Nutzen in Form von Privilegien wie Energiesteuer-Rückerstattungen und Gebührenerleichterungen haben. Sekundäres Ziel des Programms ist unter anderem die Erhöhung der Ressourceneffizienz als Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung sowie die kontinuierliche Verbesserung der gesamten Umweltleistung von Organisationen und als Folge eine Verringerung der standortbezogenen Umweltauswirkungen.

 

Anja Nikolay
Umweltmanagementbeauftragte

Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken