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Thema: Naturschutz
Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz | Umwelt und Natur, Naturschutz, Tiere und Tierschutz

Fische

Im Saarland nachgewiesene Arten der FFH-Richtlinie

Stör (Acipenser sturio)

Der Europäische Stör wird bis zu 3,4 Meter lang und kann mehr als 300 Kilogramm wiegen. Seine Farbe variiert von bräunlich-grün bis blauschwarz; die Seiten sind heller. Der Europäische Stör sieht dem Atlantischen Stör (Acipenser oxyrinchus) sehr ähnlich; beide Arten sind schwer zu unterscheiden.

Maifisch (Alosa alosa)

Der Maifisch gehört zu den Heringsartigen (Clupeiformes). Er ist ein anadromer Wanderfisch, der im Frühjahr zum Laichen in die Mittel- und Oberläufe größerer Flüsse hinauf wandert. Maifische werden im Mittel 30–50 cm, maximal 80 cm lang und können ein Gewicht von 3 kg erreichen. Mit 3 bis 6 Jahren werden sie geschlechtsreif. Die Hauptnahrung stellt Zooplankton dar.

Finte (Alosa fallax)

Die Finte, auch Elben genannt, gehört zu den Heringsartigen (Clupeiformes) und ist eine anadrome Wanderfischart. Sie wird um die 55 cm lang und etwa 2 kg schwer. Sie unterscheidet sich durch die Anzahl der Kiemenreusendorne (35-60) vom Maifisch (90-155). Finten ernähren sich von kleinen planktonischen Krebstieren.

Barbe (Barbus barbus)

Die Barbe, auch Flussbarbe genannt, ist ein europäischer Süßwasserfisch aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Die Barbe hat einen lang gestreckten Körper, die Bauchlinie ist fast gerade, der Rücken nur leicht gewölbt. Ihr Körper ist mit mittelgroßen Schuppen besetzt, entlang des Seitenlinienorgans hat sie 55 bis 65 Schuppen. Die Flussbarbe hat ein rüsselartiges, unterständiges Maul mit fleischigen Lippen und vier dicken Barteln an der Oberlippe. Der Rücken ist braun oder grüngrau gefärbt, die Flanken heller, grünlich bis graugelb oder goldgelb schimmernd, der Bauch weißlich.

Steinbeißer (Cobitis taenia)

Steinbeißer erreichen eine Länge von 8 bis 10 cm, Weibchen vereinzelt auch bis 12 cm. Das Gewicht beträgt 20 bis 60 g. Der Rücken weist eine gelbbraune von vielen kleinen dunklen Flecken unterbrochene Färbung auf. Auf der Bauchseite sind die Schuppen blassgelb bis orange gefärbt. Der auf dem Rücken befindliche Kamm hat mehrere Reihen schwarzgrauer Flecken. Der Körper ist länglich. Am Maul hat der Steinbeißer 6 Barteln. Unter den Augen befindet sich je ein zweispitziger, aktiv beweglicher Dorn, mit dem er schmerzhafte Stiche zufügen kann.

Groppe (Cottus gobio)

Die Groppe (Cottus gobio), auch Kaulkopf, Rotzkopf, Westgroppe, Koppe oder Mühlkoppe genannt, ist ein kleiner, auch in Deutschland vorkommender Süßwasserfisch. Sie ist ein nachtaktiver Grundfisch mit spindelartigem Körper, einem großen, breiten Kopf (beim Männchen breiter, beim Weibchen spitzer), glatter, schuppenloser Haut und zurückgebildeter Schwimmblase, der etwa 12 bis 16 cm lang wird. Ihre Bauchflossen sind brustständig.

Bachneunauge (Lampetra planeri)

Das Bild zeigt einen Fisch, das Bachneunauge. Bachneunauge
Foto: (c) Robert Groß

Das Bachneunauge ist an der Oberseite dunkelblau bis -grün gefärbt; über ein gelbliches Weiß an den Flanken geht die Färbung fließend in ein reines Weiß an der Bauchseite über. Im Regelfall erreicht das Tier eine Länge zwischen 10 und 20 Zentimetern. Der Körper des Bachneunauges ähnelt stark dem eines Aals. Im Gegensatz zu diesem Vertreter der Knochenfische gehört das Neunauge jedoch zu den Kieferlosen. Es besitzt anstatt eines Kiefers eine Oberkieferplatte mit je einem Zahn an jeder Seite und eine Unterkieferplatte mit 5–9 Zähnen sowie eine Mundscheibe mit oberen und randständigen Lippenzähnen. Die Nasengrube ist nicht mit dem Mund verbunden; auf jeder Seite liegen sieben Kiemenöffnungen.

Flussneunauge (Lampetra fluviatilis)

Das Flussneunauge hat einen langgestreckten, aalartigen Körper, dessen Länge meist zwischen 30 und 40 Zentimeter beträgt. Es besitzt keine paarigen Flossen und die Rückenflosse ist zweigeteilt in einen vorderen und einen hinteren Abschnitt. Der hintere Teil bildet gemeinsam mit der Schwanzflosse und der Afterflosse einen unterbrochenen Flossensaum, der das Hinterende des Tieres umgibt. Die Färbung ist an Flanken und Rücken dunkelgrau bis graugrün, die Bauchseite bleibt dabei weiß. Die Männchen sind etwas kleiner als die Weibchen.

Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis)

Die Schlammpeitzger oder Schlammbeißer haben einen langgestreckten, 20 bis 30 Zentimeter langen, im Querschnitt runden, mit kleinen Rundschuppen bedeckten Körper und eine abgerundete Schwanzflosse. Das unterständige Maul hat drei Paar Barteln am Ober- und zwei Paar am Unterkiefer. Sie leben in stehenden Gewässern und an den Ufern größerer Flüsse. Sie bevorzugen stark bewachsene Zonen mit Schlammgrund.

Meerneunauge (Petromyzon marinus)

Das Meerneunauge ist ein dunkel geflecktes, aalförmiges Tier, das keine Brust- oder Bauchflossen aufweist. Geschlechtsreife Meerneunaugen haben gewöhnlich eine Körperlänge von 70 bis 90 Zentimeter und erreichen gelegentlich auch eine Länge von 1,2 Metern. Die Färbung der Meerneunaugen ist je nach Herkunft unterschiedlich. Die meisten haben eine hellgraue bis grünliche Grundfärbung und sind auf der Oberseite kräftig gefleckt oder marmoriert. Der Kopf hat einen Saugmund und sieben Kiemenöffnungen, die sich hinter dem Auge befinden.

Bitterling (Rhodeus amarus)

Der Bitterling ist eine kleine Fischart mit relativ hohem Rücken und halbunterständigem Maul. Den Körper schützen große Schuppen, die Poren der unvollständigen Seitenlinie sind nur auf den ersten 4 bis 7 Schuppen hinter dem Kopf erkennbar. Den größten Teil des Jahres ist der Rücken graugrün gefärbt, Seiten und Bauch sind silbrig. Über die Mitte der Seiten zieht sich ein opalisierender Streifen blaugrüner Farbe. In der Laichzeit intensivieren sich die Farben der Männchen – Kehle, Brust und vordere Bauchseite werden rötlich, Rücken und Hinterkörper schillern grün.

Lachs (Salmo salar)

Die Lachse können bis zu 1,5 Meter lang werden und benötigen zum Laichen Kiesgründe. Am Ende dieser „Laichwanderungen“ legen die Weibchen ihre Eier ab, und die Männchen befruchten diese. Da die Wanderung und der Laichakt für die Tiere sehr anstrengend ist und sie zudem häufig auf dem Weg keine Nahrung aufnehmen, stirbt der größte Teil der Lachse an Erschöpfung oder dadurch begünstigten Krankheiten, bevor er das offene Meer wieder erreicht. Die Jungfische schlüpfen je nach Wassertemperatur nach ein bis fünf Monaten. Im Alter von etwa einem Jahr sind sie stark genug, um in die Ozeane zu wandern. Nach einigen Jahren kehren auch sie wieder zu ihrem Geburtsort zurück, um ihrerseits dort zu laichen.

Äsche (Thymallus thymallus)

Der spindelförmige Körper der Äschen ist mäßig gestreckt und seitlich leicht abgeflacht. Der verhältnismäßig kleine Kopf trägt eine kleine und meist leicht unterständige Mundspalte, die höchstens bis unter den Augenvorderrand reicht. Auffällig sind die nach vorn spitz zulaufenden Pupillen, die den Überlappungswinkel der beiden Gesichtsfelder und damit den Bereich des Binokularsehens vergrößern. Augenfälligstes und mit zunehmendem Alter stärker hervortretendes Merkmal ist die große, fahnenartige Rückenflosse. Wie fast alle Forellenfische tragen auch die Vertreter dieser Gattung eine Fettflosse.