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Thema: Nachhaltigkeit

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| Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz | Nachhaltigkeit

Fair im Saarland

Eingereichtes Projekt im Rahmen der Fortschreibung der saarländischen Nachhaltigkeitsstrategie

Kurzbeschreibung:

Die Erkenntnis, dass nicht nur Konsumenten und Konsumentinnen, sondern auch Unternehmen und Verwaltungen mittelfristig ihr Handeln stärker an der Berücksichtigung sozial-ökologischer Kriterien ausrichten müssen, setzt sich langsam durch. Zumal, wenn wir gesamtgesellschaftlich – von der lokalen bis zur globalen Ebene – den Paradigmenwechsel hin zu einer Nachhaltigen Entwicklung, die Begrenzung des Klimawandels, die Entkopplung von Wohlstand und Ressourcenausbeutung sowie die Eindämmung sozialer Verwerfungen erreichen möchten.

Jedoch fehlt oft eine Standortbestimmung über den Grad an Nachhaltigkeit sowie konkrete Anhaltspunkte für eine Weiterentwicklung hin zu nachhaltigem Wirtschaften und Management. Während große Unternehmen und Konzerne über genügend Ressourcen verfügen, ein eigenes Nachhaltigkeitsmanagement zu betreiben, fehlen kleineren Unternehmen und Verwaltungen im Saarland häufig die entsprechenden Kapazitäten. Zudem ist für Konsumenten und Konsumentinnen oder Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen oft nicht transparent, wie nachhaltig ein Unternehmen oder ein Produkt ist – dies wird erschwert, wenn man die gesamte Lieferkette vom globalen Süden bis zum globalen Norden in den Fokus nimmt.

Das Foto zeigt das Logo Fair im Saarland. Logo Fair im Saarland
Logo Fair im Saarland Foto: (c) Arbeitskammer

Das Projekt „Fair im Saarland“ zielt darauf, für Unternehmen und Verwaltungen sowie für Konsumenten und Konsumentinnen und Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in der Region:

Maßnahme 1

Erstens durch ein grafisches Schema auf der Basis diverser Nachhaltigkeitsindikatoren eine stärkere Transparenz über Fortschritte auf dem Weg zu nachhaltigerem Handeln bei privaten und öffentlichen Unternehmen sowie bei öffentlichen Verwaltungen herzustellen.

Hierzu beabsichtigen die Kooperationspartner, durch branchendifferenzierte Positivbewertung über eine Internetpräsenz mit integrierter Datenbank, Unternehmen im Saarland hinsichtlich wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Kriterien zu untersuchen (Maßnahme 1).

Maßnahme 2:

Zweitens sollen, im Sinne eines permanenten Verbesserungsprozesses, Unterstützungsangebote bereitgestellt werden.

Hierzu gehören die Darstellung branchenspezifischer Best Practice Beispiele sowie die Bereitstellung praktischer Informationen und gezielter Beratungsangebote (Maßnahme 2).

Maßnahme 3:

Verknüpft mit diesem Themenspeicher sollen zudem zielgruppenspezifische Bildungsangebote im schulischen, betrieblichen bzw. institutionellen Kontext konzipiert und durchgeführt werden (Maßnahme 3).

Maßnahme 4:

Und schließlich werden durch begleitende Öffentlichkeitsarbeit die Ergebnisse in einem breiten Diskurs den Unternehmen, Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, Verbraucher und Verbraucherinnen sowie der Politik zugänglich gemacht (Maßnahme 4).

Durch die konzeptionelle Ausgestaltung der Bewertung, ein einfach zu handhabendes Instrument sowie eine optische Standortbestimmung können die Beschäftigten, Auszubildenden, Schüler, Schülerinnen und viele weitere gesellschaftliche Gruppen ebenso wie Unternehmen profitieren.

Einreichende Person/Institution:

Verein „Fair im Saarland FimS e.V.

Ansprechpartner und Kontakt:

Holger Meuler
ver.di Bezirk Region Saar Trier - Vorstandsvorsitzender FimS e.V.

Christian Ott
Arbeitskammer des Saarlandes

Fritz-Dobisch-Straße 6-8
66111 Saarbrücken