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Thema: Nachhaltigkeit

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| Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz | Nachhaltigkeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung

Beratung privater Haushalte – Vor-Ort Schulung  - Nachhaltigkeits-Check

Eingereichtes Projekt im Rahmen der Fortschreibung der saarländischen Nachhaltigkeitsstrategie

Kurzbeschreibung:

Private Haushalte tragen durch ihren Lebensstil maßgeblich zum Klimaschutz bei. Das Bewusstsein und der Wille zu nachhaltigem Handeln sind zwar da, trotzdem fällt es vielen Menschen schwer, gewohnte Verhaltensweisen zu ändern. Eine Hürde ist es, kompetente Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen zu finden, die helfen, eigene Potenziale zu nutzen. Beratungen erzielen dann nachhaltige Erfolge, wenn es dem Berater oder der Beraterin gelingt, die Motivation der Verbraucher und Verbraucherinnen hoch zu halten – andernfalls bleibt es bei kurzfristigen Einzelmaßnahmen. Damit ist jedoch weder dem Verbraucher noch der Umwelt / den Nachhaltigkeitsaspekten geholfen. Die Basis einer erfolgreichen Beratung sind neben der fachlichen Expertise der Berater und Beraterinnen deren Fähigkeit, den Menschen vor Ort mit möglichst alltagstauglichen Maßnahmen eine Orientierung zu geben. Das heißt, die Menschen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld fit zu machen, ihren Alltag und die Lebensführung nachhaltig auszurichten. Eine solche Beratung zu nachhaltigem Handeln gibt es im Saarland bislang noch nicht. Die Idee des Projektes ist es, in einem ersten Schritt qualifizierte Berater auszubilden und in einem zweiten Schritt Nachhaltigkeits-Beratungen anzubieten. Die Koordination des Projektes kann von der Verbraucherzentrale des Saarlandes übernommen werden. Die Wirkung der Beratung sollte wissenschaftlich evaluiert werden.

Projektskizze:

Phase 1: Erstellung eines Curriculums / Schulungskonzeptes

  • Erstellung eines Schulungskonzeptes (Themen, Anforderungen an die Berater und Beraterinnen, welche Kompetenzen sind erforderlich,)
  • Festlegung der Inhalte der Beratung, beispielsweise in Form einer Check-Liste
  • Das Beratungskonzept muss an den saarländischen Gegebenheiten ausgerichtet sein.
  • Themenauswahl: (Mobilität, nachhaltige Ernährung, Lebensmittelwertschätzung, Freizeitverhalten, Tourismus und Reisen, ökologisch-ethische Geldanlage bzw. Budgetplanung für Geringverdiener, Gartengestaltung, Konsum, gesunde Lebensweise durch Ernährung und Sport,).

Das Thema Energiesparen wird ausgeklammert, weil durch die Energie-Checks und die stationäre  Energieberatung der Verbraucherzentrale das Thema Energiesparen bereist abgedeckt ist.

Weitere Informationen zu den Energie-Checks:  Internetseite des BMWi: Einsteigen leicht gemacht: die Energieberatung der Verbraucherzentralen

Phase 2: Schulung der Berater und Beraterinnen

Die Schulung soll von Experten und Experteninnen durchgeführt werden.

Zeitplan: ca. 6 Monate

Phase 3: Öffentlichkeitsarbeit und Durchführung der Vor-Ort-Beratungen. (Zeitplan ca. 1-2 Jahre)

Denkbar wäre, einen Wettbewerb auszuschreiben, teilnehmenden Haushalten eine Urkunde auszustellen oder Sachpreise anzubieten. Im Fokus sollten auch Verbraucher und Verbraucherinnen stehen, die Nachhaltigkeitsthemen normalerweise nicht offen gegenüberstehen. Hier müssten geeignete PÖ-Maßnahmen erstellt werden, z.B. Begleitung eines Haushaltes über einen gewissen Zeitraum durch die Presse. Nach einer Erstberatung können die Berater und Beraterinnen bei speziellen Fragestellungen an saarländische Experten und Expertinnen weiterverweisen. (Stichwort: Netzwerke) s. auch: Projekt  „Grüne Hausnummer“  

Grüne Hausnummer

Anmerkung: Das Saarland (Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr unter Prof. Leonhardt) hat vor ca. 20 Jahren für Nicht-Eigenheim-Besitzer eine Alternativ-Auszeichnung zur grünen Hausnummer gestartet. „Haushalten mit der Natur“. Ausgezeichnet wurde vorbildliches Haushalten. Die Bewerber mussten Unterlagen und Fotos einreichen, die nach einem Punktekatalog bewertet wurden. Es erfolgte keine persönliche Beratung oder Begleitung der Haushalte)

Phase 4: Abschluss und Evaluation

Die wissenschaftliche Begleitung soll evaluieren, ob durch diese Maßnahme die Ziele erreicht wurden.

Nach Projektende und Auswertung der Evaluation sollte über eine Verstetigung nachdacht werden. Denkbar wäre eine feste Anlaufstelle „Nachhaltigkeit“, die interdisziplinär zusammengesetzt ist.

Einreichende Person/Institution:

Verbraucherzentrale des Saarlandes e.V 

Ansprechpartnerin und Kontakt:

Theresia Weimar-Ehl
Verbraucherzentrale des Saarlandes e.V.

Trierer Straße 22
66111 Saarbrücken