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Thema: Landwirtschaft
| Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz | Agrar- und Landentwicklung

Bienen und Honig

Im Saarland gibt es heute ungefähr genauso viele Imker wie Landwirte. Während die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe seit vielen Jahren abnimmt, steigt die Zahl der Imker in den letzten Jahren erfreulicherweise wieder an.

Bedenklich stimmt aber, dass dem drittwichtigsten Nutztier nach Rind und Schwein in Europa, der Honigbiene, viele Gefahren drohen. Neben dem wichtigsten Parasiten der Honigbiene, der Varroamilbe, können auch andere negative Umwelteinflüsse den Bienen das Leben schwer machen wie z.B. die fehlerhafte Anwendung von bienengefährlichen Pflanzenschutzmitteln oder ein zu geringes Blütenangebot in der Landschaft.

Dabei sind viele Kulturpflanzenarten auf den Blütenbesuch durch Bienen oder andere Insekten angewiesen, und die Erträge im Obst- und Rapsanbau hängen von der Bestäubungsleistung der Bienen ab. Wissenschaftler haben berechnet, dass der globale ökonomische Nutzen durch die Bestäubung etwa 150 Milliarden Euro pro Jahr beträgt.

Hinzu kommt natürlich der Wert der Honig-, Wachs,- und Arzneimittelproduktion. Insofern haben Imker und Landwirte das gleiche Ziel: Beide brauchen gesunde Pflanzenbestände. Geschwächte und geschädigte Pflanzen liefern weder hohe Korn- noch Honigerträge.

Aus diesem Grund fördert das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz Maßnahmen zur Verbesserung der Erzeugungs- und Vermarktungsbedingungen für Imkereiprodukte. Dieses Programm wird von der Europäischen Union (Europäischer Garantiefonds für die Landwirtschaft EGFL) und dem Saarland je zur Hälfte finanziert. Die Mittel fließen dabei in erster Linie in Schulungsmaßnahmen des Imkerverbandes. Weitere Mittel fließen in die Bereiche Technische Hilfe, Varroabekämpfung, Honiguntersuchungen, Bienenlehrstände, Bienenlehrpfade etc.

Zur Unterstützung der Bienen fördert das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) die Anlegung von Blühflächen als Bienenweiden. Nähere Informationen zum Thema finden Sie unter innerörtlichen Blühflächenförderung sowie unter Blühflächenförerung in der Feldflur.

Mit dem Projekt „Klasse Biene“ fördert das Umweltministerium die schulische Weiterbildung rund um das Thema Biene an derzeit 6 Schulen des Saarlandes.

 

Der Rapsertrag ist dort ein Segen wo Bienen dir die Blüte pflegen,
drum sieht es auch der Bauer gern, bleiben die Bienlein dort nicht fern.
Du Bauer du sollst niemals ruhen und auch was für die Blüte tun.
So sorg für das Insekt mit List, weil‘s für beide nur von Vorteil ist.

~Klaus Rauls~

Sonderbeilage "Bienen schützen! - Hilfe für kleine Helfer"

Honigbienen haben in unseren Breiten ohne menschliche Hilfe heute kaum mehr Überlebenschancen. Dabei sind Honigbienen und mit ihnen die rund 12000 in Mitteleuropa vorkommenden Wildbienen, Hummel, Wespenarten und verwandte Arten der Hautflügler unabdingbar für Mensch und Ökosystem.

Durch die Bestäubung der Wild- und Kulturpflanzen erbringt die Biene allein für Deutschland einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen und ist damit – nach dem Schwein und dem Rind – das drittwichtigste Nutztier der Landwirtschaft.

Die Bienen sichern auf vielfältige Weise Tag für Tag die Grundlagen unseres Lebens. Sie gilt als emsige Arbeiterin, die zusammen mit rund 560 verschiedenen heimischen Wildbienenarten verantwortlich für die Bestäubung vieler Nutz- und Wildpflanzen ist. Zusätzlich erzeugt die Biene beim Imker ein hochwertiges Nahrungsmittel. Leider arbeiten Bienen nicht im Fokus der Öffentlichkeit. Und leider haben sich die Lebensbedingungen für Bienen in den letzten Jahren verschlechtert. Die Biene ist unersetzlich, aber nicht unsterblich. Helfen Sie mit, den Bienen auch in Zukunft eine artgerechte Lebensgrundlage zu bieten.

Alles Wissenswerte und weitere Informationen zum Thema Bienen im Saarland finden Sie in der Sonderbeilage "Bienen schützen! - Hilfe für kleine Helfer" (PDF, 8MB, Datei ist nicht barrierefrei), die in Zusammenarbeit mit dem Wochenspiegel entstanden ist.

Weiterführende Informationen:

Unsere Bienewelt - Hilfe für Honig - und Wildbienen (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Deutscher Imkerbund: Imker, Landwirte, Kommunen, Verbraucher - Eine ideale Partnerschaft (PDF, 3MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft - Bienenhaltung

Landesverband saarländsicher Imker

European Food Safety Authority - Bienengesundheit

Ansprechpartner:

Klaus Rauls
Referat B/2Agrarpolitik, Landwirtschaftliche Erzeugung

Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken