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Thema: Landwirtschaft

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| Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz | Agrar- und Landentwicklung

Agrarminister einigen sich auf gemeinsame Bekämpfung der Schweinepest und Honorierung von Klimaschutz im Wald

Die Agrarminister der Länder und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sind sich auf der Agrarministerkonferenz (AMK) in Weiskirchen einig: Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine Herausforderung, der sich Bund, Länder und Kommunen gemeinsam entgegenstellen müssen.

„Wir wollen die Seuche gemeinsam solidarisch bekämpfen, indem wir uns unterhaken und gegenseitig nach Kräften unterstützen“, so der AMK-Vorsitzende, Minister Reinhold Jost. „Wir müssen natürlich alle daran interessiert sein, dass Brandenburg bei der Bekämpfung der ASP erfolgreich ist. Die gemeinschaftliche Finanzierung von Zäunen ist dabei nur eine von vielen Präventionsmaßnahmen. Jeder muss seinen Beitrag leisten.“

Dies war bei der Konferenz Konsens und mündete in einen gemeinsamen Beschluss. Die Länderminister forderten unter anderem die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe auf, die seuchenhygienischen Vorkehrungen auf einem hohen Niveau zu gewährleisten und weiter zu optimieren. Darüber hinaus möchte man mit allen Ländern eine übergeordnete Strategie zur Vermarktung und Verwertung von Wildbret entwickeln, um die ohnehin schon starke Bejagung von Schwarzwild zu unterstützen.                                                                               

Ein weiteres wichtiges Thema war der Klimaschutz. Die Leistung der Wälder soll dabei mehr belohnt werden, damit sie auch langfristig erhalten bleiben. Um den Belastungen des Waldes durch Trockenheit und Borkenkäfern entgegenzusteuern, soll ein Honorierungssystem eingeführt werden, das die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer unterstützen soll. „Um den Wald als unseren wichtigsten Verbündeten gegen Klimawandel selbst resistenter zu machen und nachhaltig zu erhalten, müssen wir auch Klimaschutz- und Ökosystemleistungen honorieren“, so Jost. Für die unmittelbare Unterstützung stehen dabei Konjunkturhilfen des Bundes in Höhe von 700 Millionen Euro sowie GAK Mittel zur Verfügung. Für die Zukunft sollen noch weitere Fördermöglichkeiten geprüft werden.

Im Rahmen der Konferenz wurde auch die gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2020 diskutiert. Bei der Ausarbeitung soll vor allem der Green Deal, die „Farm to Fork“- Strategie sowie die Biodiversitätsstrategie mit einbezogen werden. Um Landwirte zu unterstützen, möchte man auch eine Gemeinwohlprämie prüfen. Dabei handelt es sich um ein Modell zur finanziellen Unterstützung von Landwirten, wenn diese bestimmte Umweltleistungen erbringen.

Medienansprechpartner

Pressesprecherin des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

Sabine Schorr
Pressesprecherin

Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken