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Thema: Ländliche Entwicklung

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| Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz | Agrar- und Landentwicklung

Altes und Neues in enger Verbindung: „Heemer“ gestalten ihren Dorfkern neu – Heimatminister Jost überreicht Förderbescheid über 119.000 Euro

Das Angebot attraktiver innerörtlicher Treffpunkte ist von zentraler Bedeutung für das Funktionieren des dörflichen Miteinanders. Gerade angesichts der demografisch-sozialen Strukturveränderungen mit immer mehr älteren und gleichzeitig mehr allein lebenden Menschen werden generationenübergreifende Angebote und Kommunikationsorte immer wichtiger.

Im St. Wendeler Ortsteil Hoof (ca. 950 Einwohner) ist man sich dieser Entwicklung bewusst. Die äußerst engagierte Dorfgemeinschaft (Dorfentwicklungsverein, Silber- & Bronzemedaille bei den letzten beiden Landeswettbewerben „Unser Dorf hat Zukunft“, ehrenamtlich betriebenes Dorfladen-Bistro) will diesen Prozess aktiv im Sinne der Zukunftsfähigkeit des Dorfes gestalten.

„Der jetzt von den Heemern geplante Mehrgenerationen-Treffpunkt entspricht voll und ganz unseren Zielsetzungen einer nachhaltigen Dorferneuerung.  Die Baumaßnahmen dienen der Aufwertung des Dorfkerns, der Verbesserung der Infrastruktur für das Miteinander von Jung und Alt, mit Blick auf die alte Schmiede der Inwertsetzung unseres kultur- und wirtschaftsgeschichtlich bedeutsamen ländlichen Erbes und natürlich der Steigerung der Attraktivität von Dorf, Gemeinde und Region als Naherholungs- und Tourismusstandort. Ein schönes Projekt, das wir gerne finanziell unterstützen“, betont der für die Dorfentwicklung und Heimat zuständige Minister Reinhold Jost bei einem Vor-Ort-Termin, im Gepäck ein Förderbescheid in Höhe von rund 119.000 Euro.

Der begonnene Weg zur Belebung des Dorfkernes in Hoof soll auf der zentral gelegenen Fläche zwischen dem neuen Dorfgemeinschaftshaus KulturHoof und dem Dorf-/Festplatz mit Feuerwehr und Dorfladen-Bistro konsequent fortgesetzt werden. Die Flächen entlang der Wegeverbindung Dorfgemeinschaftshaus – Dorfplatz sind teils ungeordnet und weisen einerseits noch deutlichen baulich-gestalterischen Aufwertungsbedarf auf. Sie bieten andererseits durch Lage, Flächenangebot und die dort noch nahezu komplett erhaltene denkmalgeschützte Dorfschmiede aus dem Jahr 1891 große Potenziale für die weitere Ortskernentwicklung.

 Diese Synergien wollen die Dorfgemeinschaft und die Kreisstadt St. Wendel nun gemeinsam im Rahmen eines Gesamtkonzeptes nutzen. 

Im Einzelnen ist Folgendes geplant:

  • Denkmalgerechte Sanierung der äußeren Hülle der historischen Schmiede, um diese temporär der Öffentlichkeit zugänglich zu machen
  • Terrassierung  & Grüngestaltung des Geländes um die historische Schmiede
  • Schaffung von Aufenthalts- und Verweilmöglichkeiten
  • Gestaltung und Möblierung des Mehrgenerationenplatzes mit zielgruppenorientierten, gleichzeitig aber generationenübergreifenden Spiel-, Sport- und Erlebnisangeboten, insbesondere zwei Spiellandschaften, Doppelschaukel und Nestschaukel für Kinder & Kleinkinder, Kletterlandschaft und Tischtennisplatte sowie bewegungsfördernden Fitnessgeräten für ältere Mitbürger
  • Ausbau der künftigen Zuwegung zu Schmiede und Generationenplatz zwischen Dorfplatz und Dorfgemeinschaftshaus zu einem Themenweg rund um das historische Schmiedehandwerk: wassergebundene Decke, Beleuchtung, Aufstellung Exponate und Informationstafeln zum historischen Schmiedewesen

Die zuwendungsfähigen Gesamtkosten für das Dorfprojekt belaufen sich auf gut 183.000 Euro. Dank einer 65 %-Förderung durch das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (rund 119.000 Euro aus Mitteln der EU, des Bundes und des Landes) und einer Aufstockung durch das Innenministerium über Bedarfszuweisungen (25 % der Gesamtsumme = 45.800 Euro) beläuft sich der von der Kommune aufzubringende Eigenanteil auf gut 18.000 Euro (10 % der Gesamtsumme).

Medienansprechpartner

Pressesprecherin des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

Sabine Schorr
Pressesprecherin

Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken