Landesportal Saarland

Navigation und Service

Thema: Immissionsschutz

Hauptinhalte

| Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz | Immissionsschutz

Geräte und Maschinenlärm

Hintergrund:

Gerade in den Sommermonaten werden Garten und Außenwohnbereiche vor allem in der Freizeit vermehrt genutzt. Während sich die einen nach getaner Arbeit oder am Wochenende auf Ruhe und Erholung im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon freuen, nutzen andere diese Zeit zur Gartenpflege. Nicht selten ist die Nutzung von Gartengeräten mit der Entstehung von Geräuschen verbunden, welche die Nachbarn draußen wie drinnen erheblich stören oder belästigen können. Geräusche stören nicht nur die Kommunikation, die Ruhe und die Erholung. Mittelfristig beeinträchtigen sie die Leistung negativ und lösen Nervosität und Stressreaktionen aus.

Gesetzliche Vorgaben:

Einschränkung für den Betrieb von Geräten und Maschinen, die zur Verwendung im Freien vorgesehen sind, nennt in Deutschland die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung (Zweiunddreißigste Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz – 32. BImSchV). Sie ist die Umsetzung der europäischen Richtlinie 2000/14/EG in deutsches Recht.
Unter diese Verordnung fallen im Wesentlichen mobile motorbetriebene Geräte. Hierzu gehören insbesondere auch Rasenmäher, Grastrimmer, Motorkettensägen und viele mehr.
Die Geräte und Maschinen dürfen in Wohn-, Kleinsiedlungs-, Erholungs-, Kur- und Klinikgebieten nur zu bestimmten Zeiten betrieben werden.

Betriebszeiten für Geräte und Maschinen nach § 7 abs. 1 der Geräte- und Maschninenlärmschutzverordnung:

Für alle Geräte außer Freischneider, Rasentrimmer, Laubsauger, Laubbläser
An Werktagen: 07.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Für Freischneider, Rasentrimmer, Laubsauger, Laubbläser
An Werktagen: 09.00 Uhr bis 13.00 Uhr sowie 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Für alle Geräte
An Sonn- und Feiertagen ist der Betrieb dieser Geräte verboten

Die Benutzung von Gartengeräten außerhalb dieser Betriebszeiten muss durch das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz als der zuständigen Immissionsschutzbehörde zugelassen werden. Eine Ausnahme von dieser Zulassungspflicht besteht dann, wenn der Betrieb dieser Geräte zur Abwendung einer Gefahr für Mensch, Umwelt oder Sachgüter erforderlich ist.

Für eine bessere Nachbarschaft außerhalb gesetzlicher Vorschriften:

• Information!
Ein Gespräch kann oftmals helfen. Dies gilt sowohl für den Verursacher von Lärm als auch für den vom Lärm Betroffenen. So kann der Verursacher den Nachbarn vor der Benutzung darauf hinweisen und um Verständnis bitten. Der betroffene Nachbar kann vor einer Beschwerde bei der zuständigen Behörde ein klärendes Gespräch mit dem Lärmverursacher suchen.

• Gegenseitige Rücksichtnahme!
Beim Betrieb von lauten Gartengeräten bedarf es der gegenseitigen Rücksichtnahme: So ermöglicht oft schon das zeitliche Verlegen einer Tätigkeit einen Konflikt. Gleichsam sollte auch der Betroffene Verständnis für die Notwendigkeit der Gartenpflege des Nachbarn aufbringen.

 Auf lärmarme Geräte achten!
Alle Geräte und Maschinen, die unter die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung fallen, müssen beim Inverkehrbringen mit einer Kennzeichnung versehen sein, auf der die Hersteller den Schallleistungspegel angeben, der garantiert nicht überschritten wird.
Beim Kauf kann deshalb leicht auf einen geringen Schallleistungspegel geachtet werden. Auch Geräte, die das Umweltzeichen „Der blaue Engel“ oder das gemeinschaftliche Umweltzeichen führen, sind in der Regel lärmarm. So hat der „Blaue Engel“ für eine Vielzahl von Geräten zur Landschafts- und Gartenpflege in den Vergabegrundlagen bestimmt Werte, die ein Gerät als „lärmarm“ bezeichnen, ausgewiesen.