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Thema: Ernährung

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| Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz | Ernährung

Pfefferminze

Pfefferminze Pfefferminze
Pfefferminze Foto: O. Zitzmann, MUV

Botanik:

  • Die Pfefferminze (Mentha x piperita) gehört zu der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

Standort:

  • halbschattig
  • feuchte, nährstoffreiche und kalkhaltige Böden

Anbau:

  • Aussaatzeit März bis April
  • Lichtkeimer

Blütezeit:

  • Juni bis September

Pflege:

  • kontinuierlich gießen
  • 1x im Monat mit verdünntem Flüssigdünger versorgen

Ernten:

  • Mai bis September

Einleitendes

Die Pfefferminze ist ein weltweit bekanntes und angebautes Heilkraut. Bereits die Ägypter und Griechen nutzen und ehrten sie vor vielen tausend Jahren. Im Jahr 2004 wurde die Pfefferminze zur Arzneipflanze des Jahres gekürt. Denn eines hat sich kaum verändert: Achtzig Prozent der Weltbevölkerung nutzen zuerst pflanzliche Heilmittel, bevor sie zu Medikamenten greifen.

Ihre Ernte findet zweimal jährlich statt. Einmal vor der Blütezeit, bis Juni, und einmal nach der Blütezeit, ab September.

Ernährungsphysiologie und Verwendung

Die Pfefferminze enthält eine Vielzahl verschiedener ätherischer Öle und sekundärer Pflanzenstoffe. Diese sind für die heilsame Wirkung verantwortlich. Bei den Sorten und Züchtungen der Pfefferminze wird in »Lebensmittelqualität« und »Arzneiqualität« unterschieden. Die Lebensmittelqualität lässt sich zum Kochen und Backen sowie für Tees nutzen, der Gehalt ätherischer Öle liegt bei rund 1,5 Prozent. Für Pfefferminze in Arzneiqualität kann der Gehalt ätherischer Öle bei bis zu vier Prozent liegen. Diese Öle werden extrahiert und als Pharmazeutika angeboten.

Die Pfefferminze ist ein Alleskönner, dies beweist sie am besten bei regelmäßiger Anwendung. Am bekanntesten ist die schmerzstillende und beruhigende Wirkung. Sie wurde auch als Betäubungsmittel genutzt, da sie das Nervensystem betäuben kann. Pfefferminze hat eine krampflösende Wirkung, sowohl bei Verdauungs- wie auch bei Atemwegsbeschwerden. Bei Erkältungen zeigt die Pfefferminze ihre antibakterielle, antivirale und entzündungshemmende Kraft.

Pfefferminze in der Küche

Pfefferminze wird am häufigsten als Tee oder kalter Aufguss getrunken. Auch Cocktails wie der Mojito leben von dem frischen Aroma des Krautes. Es gibt Marmeladen, Chutneys und Obstsalate mit Pfefferminze und besonders die englische und arabische Küche nutzt die Schärfe in Fleischgerichten und Beilagen. Auch in Süßigkeiten kennen wir den erfrischenden Effekt: Kaugummis, Bonbons und Schokolade gibt es mit Pfefferminzaroma.

Ein klassischer Brauch in manchen Ländern ist die Gabe von Pfefferminze nach einer großen Mahlzeit. So soll die Verdauung beruhigt werden, ähnlich wie man in Deutschland den »Verdauungsschnaps« kennt.