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| Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz | Ernährung

In Schulen und Kitas gibt‘s wieder kostenloses Obst - EU-Schulprogramm ist im Saarland ins neue Schuljahr gestartet – Besuch in der Grundschule Siersburg

Umwelt- und Verbraucherschutzminister Reinhold Jost staunte nicht schlecht. Das Wissen der Grundschulkinder in Siersburg über Obst und Gemüse und generell über gesunde Ernährung ist groß. Das hat aber auch seinen Grund. Die Siersburger Schule beteiligt sich seit 2009 fast durchgehend am EU-Schulobstprogramm, ist also von Beginn an dabei.

Auf dem Bild sieht man grüne Kisten, die mit verschiedenen Sorten Obst und Gemüse gefüllt sind. Obst- und Gemüsekisten im Rahmen des Schulobstprogramms
Obst- und Gemüselieferung im Rahmen des Schulobstprogramms des Umweltministeriums Foto: M. Weber, MUV

Anlass des Ministerbesuchs: Das Schulprogramm ist in das neue Schuljahr gestartet. 

In diesem Schuljahr nehmen im Saarland 253 Einrichtungen mit rund 27.500 Kindern teil, davon

  • 29 Förderschulen mit 2.514 Kindern
  • 122 Grundschulen mit 14.689 Kindern
  • 3 Waldorfschulen mit 400 Kindern
  • 29 Weiterführende Schulen mit 2.752 Kindern
  • 70 Kitas mit 7.116 Kindern

„Wir haben im Saarland seit dem Start 2009 bereits insgesamt rund 7,3 Millionen Euro mit dem EU-Schulprogramm in eine gesundheitsförderliche Ernährung der Kinder und Jugendlichen investiert. Das ist gut angelegtes Geld. Ernährungsbildung ist uns etwas wert“, so Minister Jost. In diesem Schuljahr kommen noch mal 1,1 Millionen Euro dazu, die für Schulobst zur Verfügung stehen werden, davon sind rund 30 Prozent EU-Mittel und 70 Prozent Landesmittel.

Im Saarland richtet sich das Programm an alle Kinder in Grund- und Förderschulen, den fünften und sechsten Klassen der weiterführendenden Schulen sowie in Kindertageseinrichtungen. Alle teilnehmenden Einrichtungen erhalten an drei Tagen pro Woche frisches Obst und Gemüse, das zum rohen Verzehr geeignet ist. Vorwiegend soll saisonale und regionale Ware geliefert werden – soweit vorhanden.

Bei seinem Besuch in der Grundschule Siersburg erfuhr Minister Jost viel über die Essgewohnheiten und Vorlieben der Kinder, viele hatten ihr Lieblingsobst oder Lieblingsgemüse gemalt. Die Bandbreite der Lieblingssorten ist groß. Nur ein Gemüse rangierte bei fast allen auf der Beliebtheitsskala ganz unten: Spinat.   

Hintergrund:

Das Saarland beteiligt sich seit Beginn im Jahr 2009 am EU-Schulprogramm – Obst und Gemüse. Das Programm verfolgt im Wesentlichen zwei Ziele:

  • Gesundheitsförderliche Ernährung: Durch das regelmäßige Angebot sollen die Kinder mehr Obst und Gemüse verzehren und dadurch eine Vorliebe für diese Produkte entwickeln. Auf diese Weise sollen sich gesundheitsförderliche Ernährungsgewohnheiten dauerhaft etablieren.
  • Ernährungsbildung: Das EU-Schulprogramm ist auch ein Bildungsprogramm. Alle teilnehmenden Einrichtungen müssen pädagogische Begleitmaßnahmen rund um das Thema „gesundheitsförderliche Ernährung“ durchführen. Dies können Lerneinheiten im Unterricht, Kochkurse aber auch Bauernhofbesuche oder der Besuch von Streuobstwiesen sein. Entscheidend ist, dass den Kindern die Landwirtschaft und die Vielfalt landwirtschaftlicher Erzeugnisse nähergebracht werden. Zudem sollen die Kinder lernen, Lebensmittel wertzuschätzen, indem sie auf die Vermeidung von Lebensmittelabfällen, lokale Nahrungsmittelproduktionsketten oder ökologischen Landbau aufmerksam gemacht werden.

Medienansprechpartner

Pressesprecherin des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

Sabine Schorr
Pressesprecherin

Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken