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Thema: Veterinärwesen

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| Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz | Tiere und Tierschutz

Zusätzliche Quarantäneplätze für Heimtiere aus der Ukraine

Umweltministerin Petra Berg besucht Tierheim in Dillingen

Im Rahmen der Flüchtlingswelle hat das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz in enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) dem Tierheim in Dillingen zusätzliche Zwingeranlagen zur Verfügung gestellt, um quarantänepflichtige Tiere unterzubringen.

Jetzt hat die auch für den Tierschutz zuständige Umweltministerin Petra Berg das Tierheim besucht und sich die neuen Zwinger angeschaut. Die Kosten in Höhe von rund 20.000 Euro übernahm das Landesamt. Beim Aufbau unterstützten Mitarbeiter des SaarForst Landesbetriebs. „Gemeinsam mit unseren Veterinärinnen und Veterinären im LAV haben wir schnelle, pragmatische Lösungen gefunden, damit sich die ohnehin traumatisierten geflüchteten Menschen nicht auch noch von ihren vierbeinigen Begleitern trennen müssen“, so Ministerin Berg. „Für Tiere, die aus unterschiedlichen Gründen vorübergehend dennoch nicht bei ihren Haltern bleiben können, ermöglichen die Zwingeranlagen eine ortsnahe Unterbringung.“ Seit dem 14.03.2022 wurden Vor-Ort-Kontrollen bei 80 ukrainischen Tierhaltern durchgeführt. Hierbei wurden 108 Tiere (Hunde und Katzen) durch das LAV auf die Einhaltung der seuchenrechtlichen Einfuhrbedingungen kontrolliert.

Die Tiere wurden klinisch begutachtet, um festzustellen, ob von ihnen eine Gesundheitsgefahr ausgehen kann. „Als wichtiges Kriterium gilt insbesondere ein gültiger Tollwutimpfschutz. Auf Grundlage der festgestellten Sachlage wurden die jeweils erforderlichen Isolierungsmaßnahmen angeordnet“, sagt die Ministerin. Überwiegend können die Tiere ihre Quarantänezeit in ihrem häuslichen Umfeld verbringen, nur vereinzelt musste bisher eine Quarantäne in einem Tierheim angeordnet werden.

Das Ministerium hatte bereits im März 2022 die Landesaufnahmestelle in Lebach mit verschiedenen Hunde- und Katzenboxen, Futter- und Wassernäpfen, Maulkörben, Katzentoiletten, Streu und Nagetierbedarf ausgestattet. Zudem wurde mit größeren Mengen an Tierfutter die Erstversorgung vor Ort sichergestellt.

Hintergrund:

Aufgrund der aktuellen Flüchtlingswelle aus der Ukraine hat die EU-Kommission ihre Mitgliedsstaaten gebeten, für die Einreise von Heimtieren in die EU, vorübergehend erleichterte Bedingungen zu schaffen.

Die Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland (nach Abstimmung auf Bund-Länder-Ebene), sind dieser Bitte nachgekommen. Für die Einreise nach Deutschland bedeutet dies, dass Tierhalter mit ihren Heimtieren bis auf Weiteres aus der Ukraine einreisen können, ohne vorab eine Genehmigung im Einklang mit dem einschlägigen europäischen Fachrecht beantragen zu müssen. Die Einreisenden werden gebeten, sich mit der lokalen Veterinärbehörde in Verbindung zu setzen, um den Gesundheitsstatus des Tieres zu beurteilen und ggf. Maßnahmen einleiten zu können (Isolierung, Antikörper-Bestimmung, Tollwut-Impfung, Mikrochipping, Ausstellung Heimtierausweis).

Medienansprechpartner

Pressesprecherin des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

Sabine Schorr
Pressesprecherin

Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken