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| Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz | Tiere und Tierschutz

Staupe-Virus bei Fuchs in Steinbach nachgewiesen – Monitoring prüft Ausbreitung des Virus – Staatssekretär Thul: Hunde durch Impfung geschützt

Nachdem bei einem im Lebacher Ortsteil Steinbach tot aufgefundenen Fuchs eine Infektion mit dem hochansteckenden Staupe-Virus nachgewiesen wurde, wird das Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) ein Staupe-Monitoring durchführen.

Das LAV bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger, den Fund eines verendeten Fuchses zu melden bzw. das Tier im Landesamt abzugeben (Telefon: 0681/ 9978-4600 oder Mail: tiergesundheit@lav.saarland.de). Die Untersuchung der Tiere erfolgt in Kooperation mit dem Landesuntersuchungsamt in Koblenz.

„Ziel unseres Monitorings ist es, die tatsächliche Verbreitung des Virus in der Fuchspopulation zu ermitteln. Zwar können sich Hunde mit dem Virus anstecken, dennoch müssen Hundebesitzer jetzt nicht in Panik geraten“, betont Sebastian Thul, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Denn in der Regel seien Hunde durch eine Pflichtimpfung gegen Staupe, die sie im Welpenalter erhalten, geschützt.

 „Dennoch sollten Hundebesitzer ihre Vierbeiner im Wald und auf dem Feld derzeit nicht frei laufen lassen. Anstecken können sich Tiere, betroffen sind außer Hunden auch Wildtiere wie Dachs, Marder, Iltis, Waschbär, überwiegend durch direkten Kontakt mit dem infizierten Fuchs. Auf Menschen ist das Virus übrigens nicht übertragbar. Katzen sind auch nicht in Gefahr“, erklärt Thul. Eine Behandlung oder Impfung der Wildtiere zur Eindämmung der Infektionskrankheit sei nicht möglich.

Außer der jetzt bereits nachgewiesenen Staupe-Infektion bei einem Fuchs aus Steinbach gibt es derzeit noch einen Verdachtsfall. Am Freitag wurde ein toter Fuchs aus Namborn beim LAV abgegeben. Ein Untersuchungsergebnis liegt noch nicht vor.

Steckbrief Staupe:

  • Hochansteckende Viruserkrankung (Canine Distemper Virus, verwandt mit dem Masern-Virus)
  • Für Menschen ungefährlich
  • Hunde erkranken (Katzen nicht)
  • Reservoir: Wildtiere wie Dachs, Marder, Fuchs, Iltis, Wiesel, Fischotter, Wolf, Waschbär
  • Übertragung: Tröpfcheninfektion (über alle Körperse- und -exkrete)
  • Symptome: Atemwegsbeschwerden, Erbrechen, Durchfall sowie zentralnervöse Symptome,

Verlust der natürlichen Scheu, Schläfrigkeit, Bewegungsstörungen oder auch Aggressivität, Appetitlosigkeit, Teilnahmslosigkeit, hohes Fieber, Nasen- und Augenausfluss

Schutz: Prophylaktische Staupe-Impfung von Hunden bereits im Welpenalter wird dringend empfohlen!

Medienansprechpartner

Pressesprecherin des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

Sabine Schorr
Pressesprecherin

Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken