Thema: Verbraucherschutz
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Management von lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen

Neuer Leitfaden veröffentlicht

Ein neuer Leitfaden soll künftig Handlungsempfehlungen zum Umgang mit lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen geben. Ziel ist es, das Vorgehen im Saarland zu vereinheitlichen und durch einen strukturierten Rahmen mögliche Schritte und Maßnahmen im Falle eines Ausbruchs zielgerichtet abzustimmen. Der Leitfaden umfasst eine klare Übersicht über die Zuständigkeiten, die Kommunikationswege und die Art des Datenaustausches.

Das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz und das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit haben den Leitfaden in einer interdisziplinären Arbeitsgruppe mit dem Landeskompetenzzentrum Infektionsepidemiologie, dem Landesamt für Verbraucherschutz und den saarländischen Gesundheitsämtern zusammen erarbeitet.

Verbraucherschutzministerin Petra Berg: „Nur mit einer guten Verzahnung der Behörden der Lebensmittelüberwachung und des öffentlichen Gesundheitsdienstes ist es möglich, lebensmittelbedingte Krankheitsausbrücke schnell und effektiv aufzuklären, wenn nötig einzudämmen und zu kontrollieren. Mit den gefassten Handlungsgrundsätzen wird dies sichergestellt“.

„Lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche stellen nicht nur individuelle Krankheitsrisiken dar, sondern können auch erhebliche Auswirkung auf die öffentliche Gesundheit haben“, betont Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung. „Der Leitfaden bietet einen klaren Handlungsrahmen, um rasch und effizient auf derartige Vorfälle zu reagieren, wodurch das Risiko von weiteren Krankheitsfällen minimiert wird.“

Die in Deutschland auf Lebensmittel zurückzuführenden Krankheitsausbrüche in den vergangenen Jahren, bei denen auch das Saarland betroffen war, haben gezeigt, dass ein zielgerichtetes Management für die erfolgreiche Aufklärungsarbeit der zuständigen Behörden entscheidend ist.

Lebensmittelinfektionen, verursacht durch den Konsum kontaminierter Lebensmittel, können durch verschiedene Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Parasiten oder durch sie gebildete Gifte verursacht werden. Typische Symptome von Lebensmittelinfektionen umfassen Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Fieber mit meist selbstlimitierendem Verlauf. Sie können aber auch schwere, mitunter lebensbedrohliche Syndrome verursachen.

Verbraucherschutzministerin Petra Berg und Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung appellieren an alle beteiligten Akteure, diesen Leitfaden als grundlegenden Standard für das Management lebensmittelbedingter Krankheitsausbrüche in ihren internen Protokollen zu etablieren, um zu einer schnellen Ausbruchserkennung und Eindämmung beizutragen.

Medienansprechpartner

Pressesprecher

Matthias Weber
Pressesprecher

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