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| Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz | Verbraucherschutz

Grundstücksmarktbericht 2022 liefert Transparenz und gibt einen Überblick

Preise steigen auch im Saarland

Der Grundstücksmarktbericht leistet alle zwei Jahre einen wesentlichen Beitrag für einen transparenten Immobilienmarkt.

Der Grundstücksmarktbericht (GMB) leistet alle zwei Jahre einen wesentlichen Beitrag für einen transparenten Immobilienmarkt. Er liefert verlässliche und objektive Informationen über das Marktgeschehen der zurückliegenden Jahre 2020 und 2021 und dient als Grundlage für wirtschaftliche Entscheidungen. Der Bericht wurde nun veröffentlicht und wurde von Verbraucherschutzministerin Petra Berg und den Katasterexpertinnen und -experten vom Landesamt für Vermessung, Geoinformation und Landentwicklung vorgestellt.

„Um einen verständlichen Überblick über den Grundstücksmarkt zu erhalten, benötigen wir eine objektive Informationsquelle, die über tatsächlich gezahlte Kaufpreise für Immobilien informiert. Der saarländische Grundstücksmarktbericht 2022 leistet dies und bietet allen Interessierten transparente und neutrale Informationen“, so Verbraucherschutzministerin Petra Berg. „Der GMB stellt einheitlich und flächendeckend auf der Ebene der Landkreise, des Regionalverbands Saarbrücken und der Landeshauptstadt Saarbrücken Umsatzzahlen, Preisentwicklungen und wertrelevante Daten dar.“

Bundesweit wohnen im Saarland mit Abstand die meisten Menschen in Eigenheimen. „Bei den Wohngrundstücken sind die durchschnittlichen Preise in den letzten Jahren angestiegen“, so Berg. Für freistehende Einfamilienhäuser haben die Saarländerinnen und Saarländer in 2021 im Schnitt 251.000 €, bei Doppel- und Reihenendhäusern rund 169.000 € und bei Reihenmittelhäusern 149.000 € gezahlt. Bei Wohnhäusern mit Mischnutzung wurde in 2021 im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls ein starker Anstieg der Durchschnittspreise auf 784.000 € festgestellt.

Ebenso bei den geeigneten Grundstücken für Wohngebäude sind die Preise in den Jahren bis 2020 gleichmäßig angestiegen. Im Durchschnitt wurden in 2020 hierfür 120 €/ gezahlt. In 2021 ging der Durchschnittspreis leicht auf 112 €/ zurück. Am günstigsten waren die Preise für Wohnbauflächen in 2021 im Landkreis St. Wendel mit 66 €/, in der Stadt Saarbrücken wurde mit 197 €/ am meisten gezahlt. Standorte für gewerbliche Nutzungen stiegen bis 2020 stetig an (46€/), sind aber im vergangenen Jahr wieder zurückgegangen (42 €/).

„Neben den Eigenheimen in Form eines Hauses, lässt sich auch ein wachsendes Interesse an Eigentumswohnungen nicht von der Hand weisen“, sagt die Ministerin. „In 2021 betrugen die Preise für Eigentumswohnungen aus Neubau 3.210 €/, bei Wohnungen aus Weiterverkauf waren es 1.744 €/.“

Grundlage der dargestellten Ergebnisse sind die bei den Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse eingegangenen und unter Einhaltung der Datenschutzbestimmungen ausgewerteten Kaufverträge. Alle durch die amtliche Wertermittlung veröffentlichten Daten werden also aus dem realen Marktgeschehen abgeleitet und objektiv präsentiert. Insgesamt gab es rund 29.600 Rechtsvorgänge, mit einem jeweiligen Geldumsatz von 2 Milliarden für 2020 und 2,7 Milliarden Euro für 2021.

Der Grundstücksmarktbericht wird regelmäßig von Banken, Versicherungen, Maklern und Privatpersonen, landes- und bundesweit, angefordert. Er kann gegen eine Gebühr von 75 € als PDF-Datei oder in gedruckter Fassung über die ZGGA erworben werden.

Die Bodenrichtwerte stehen saarlandweit in der Anwendung „BORIS Saarland“ zur Verfügung. BORIS Saarland ist ein Bodenrichtwertinformationssystem, welches einen Basisdienst für die gebührenfreie Online-Recherche darstellt.

 

Medienansprechpartner

Pressestelle Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz

Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken