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Thema: Strahlenschutz

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| Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz | Strahlenschutz

Radon-Messkampagne: Lokal erhöhte Radonvorkommen in Merchweiler und Nohfelden

Aber Ausweisung von Radonvorsorgegebieten nicht notwendig

1108 Nachmessungen in Innenräumen wurden insgesamt durchgeführt.

Das Umweltministerium hatte im Februar 2020 eine Messkampagne im Saarland gestartet, die einen Überblick über die Radon-Belastung im Boden und in Gebäuden geben soll. Dabei wurden über 1800 Gebäude überprüft. Resultat: In keiner Gemeinde sind die gemessenen Radon-Konzentrationen so hoch, dass sie als Radonvorsorgegebiet ausgewiesen werden müsste. Die Radonbelastung bewegt sich im Bundesdurchschnitt. In den sechs Gemeinden Merchweiler, Nohfelden, Blieskastel, Oberthal, Perl und Gersheim wurde jedoch ein vergleichsweise hoher Radonwert ermittelt. Diese Gemeinden galten deshalb als Untersuchungsgebiet, in denen erneut gemessen wurde. 1108 Nachmessungen in Innenräumen wurden insgesamt durchgeführt, davon 816 Kurzzeitmessungen (mehrere Monate) und 292 Langzeitmessungen (1 Jahr).

„Die Ergebnisse dieser Nachmessungen liegen uns jetzt vor. Auch hier können wir feststellen, dass keine Gemeinde im Saarland aktuell als Radonvorsorgegebiet auszuweisen ist. Allerdings haben wir lokal erhöhte Radonvorkommen in Teilen von Merchweiler und Nohfelden“, fasste Umweltministerin Petra Berg zusammen. 

 Vier der Gemeinden, Blieskastel, Gersheim, Oberthal und Perl, wurden über die Messergebnisse schriftlich informiert.

In den beiden Gemeinden Merchweiler und Nohfelden, die lokal erhöhte Radonmesswerte aufwiesen, erläuterten Experten des Ministeriums und des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) bei Vor-Ort-Terminen die Datenlage und klärten über das Angebot zusätzlicher Hilfestellungen auf. Dazu gehören weitere Nachmessungen, weiterführende Unterstützung durch die Radonberatungsstelle des LUA und begleitende Radonbodenluftmessungen des LUA.

Ministerin Berg: „Für uns ist das Thema jetzt keinesfalls abgeschlossen. Wir wollen die Ursachen des lokal erhöhten Radonvorkommens in Merchweiler und Nohfelden herausfinden. Dazu brauchen wir noch mehr Daten. Deshalb möchte ich alle Bürgerinnen und Bürger dazu aufrufen, unser kostenloses Messangebot zu nutzen. Diese Messungen können ohne großen Aufwand durchgeführt werden.“

Wer sich für das Messprogramm anmelden möchte, schreibt bitte eine E-Mail an die folgende Adresse: radon@umwelt.saarland.de

Medienansprechpartner

Pressesprecherin des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

Sabine Schorr
Pressesprecherin

Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken