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| Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz | Naturschutz, Umwelt und Natur

Reiche Ausbeute beim Tag der Artenvielfalt im Naturpark Saar-Hunsrück

Ministerin Berg informierte sich über die Entdeckungen der Artspezialisten

Artexperten und Feldbiologen haben anlässlich des Tages der Artenvielfalt wieder „Inventur“ gemacht. Diesmal waren sie im Weiskircher Holzbachtal und seiner Umgebung am Rand des Schwarzwälder Hochwaldes unterwegs.

Sie haben alles abgesucht und aufgeschrieben, was in ihrer jeweiligen Organismengruppe zu finden war. Erfasst wurden z. B. Freitagnacht die Fledermäuse, die Nachtfalter und die Netzflügler. Am Samstag kamen Käfer, Tagfalter, Bienen, Libellen, Vögel, Gefäßpflanzen, Moose und Flechten, um nur einige zu nennen, dazu.

Die Ergebnisse der Geländearbeit wurden naturkundlich interessierten Besucherinnen und Besuchern am Sonntag vorgestellt. Dabei war auch Umweltministerin Petra Berg: „Mit dem Tag der Artenvielfalt möchten wir die Bürgerinnen und Bürger in besonderer Weise für die Problematik Artensterben und Erhaltung der biologischen Vielfalt in unserem Land sensibilisieren.“ Die Ministerin freute sich besonders, dass den Wissenschaftlern am Wochenende auch ehrenamtliche Naturkundler mit ihrem Fachwissen zur Seite standen. „Artenkenner werden immer weniger. Im Saarland versuchen wir dieser Entwicklung mit Hilfe unserer Artenkenner-Akademie entgegen zu wirken. Gemeinsam mit der Delattinia wird unter dem Leitsatz ,Man kann nur schützen, was man kennt und schätzt‘ Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Workshops Artenwissen vermittelt. Und das nicht nur auf dem Papier, sondern vor Ort, am Mikroskop und in der Fläche“, betonte Berg. „Auch diese Veranstaltung im Naturpark macht Lust auf Artenkenntnis und ist ein tolles Beispiel dafür, wie Natur- und Artenschutz in der Öffentlichkeit eine Stimme bekommen.“

Eine vorläufige Auswertung der Erfassungen hat eine reiche Ausbeute mit dem Nachweis zahlreicher seltener und gefährdeter Arten erbracht. Die Experten haben in dem Kartiergebiet im Naturpark auch einige Arten gefunden, die im übrigen Saarland wegen des Klimawandels nicht mehr vorkommen.

Ministerin Berg hat die Gelegenheit genutzt und sich vor Ort das Projekt des Naturpark Saar-Hunsrück zum Erhalt der vom Aussterben bedrohten Heilpflanze Arnika (Arnica montana) angeschaut, das vom Umweltministerium seit Jahren finanziell unterstützt wird. „Arnica montana“ ist von internationaler Bedeutung. Von der gelb blühenden Pflanze gibt es weltweit nur relativ kleine Bestände. Berg: „Gerade, weil wir im Saarland eine vergleichsweise gute Verbreitung vorweisen können, tragen wir besondere Verantwortung für ihren Erhalt. Wir müssen die Maßnahmen unbedingt weiterführen, um ein Aussterben zu verhindern. 

Hintergrund Tag der Artenvielfalt:

Ursprünglich von der Zeitschrift GEO initiiert, hat sich der „Tag der Artenvielfalt“ im gesamten Bundesgebiet seit Jahren zu einer festen Einrichtung etabliert. Ziel der Veranstaltung ist es, der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, zusammen mit Wissenschaftlern und Hobby-Naturkundlern die Tier- und Pflanzenwelt einer bestimmten Gegend zu erkunden. Veranstalter im Saarland waren die Naturforschende Gesellschaft des Saarlandes e.V. (DELATTINIA), die Saarländische Akademie für Artenkenntnis, das Umweltministerium und der Naturpark Saar-Hunsrück.

 

Medienansprechpartner

Pressesprecherin des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

Sabine Schorr
Pressesprecherin

Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken