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Thema: Nachhaltigkeit

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Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz | Nachhaltigkeit

Akteurinnen und Akteure

Die Fortschreibung der saarländischen Nachhaltigkeitsstrategie ist ein akteursgetriebener, offener Prozess. Ziel ist es, eine saarländische Plattform für den Aufbau und die Umsetzung der vernetzten Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten zu organisieren und Projekte für ein nachhaltiges Saarland voranzutreiben.

Beteiligte des Fortschreibungsprozesses 2020-22 waren saarländische Vertreterinnen und Vertreter aus der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Verwaltung und der Politik. Dies deckt ein breites gesellschaftliches Spektrum an freiwillig Engagierten für die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes ab (i.d.S. horizontale Integration), wenngleich nicht alle Perspektiven gleich stark und einzelne gesellschaftliche Bereiche nicht aktiv im Prozess vertreten waren.

Die Governance-Struktur, im Rahmen derer die Beteiligten den Fortschreibungsprozess mit `Projekten im Fokus` gemeinsam gestalten, ermöglicht auch eine vertikale Integration, d.h. eine Zusammenarbeit über Akteurs- und Entscheidungsebenen hinweg. In diesem Sinne ist der saarländischen Prozess an die kommunalen, wie auch nationalen und globalen Strategien zur Nachhaltigen Entwicklung angebunden. Hierbei verbindet die Struktur die Impulse und Projektideen der gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure zur Fortschreibung direkt mit den Landesgremien des interministeriellen Koordinierungskreises und des neu berufenen, unabhängigen Beratungsgremiums Expertinnen- und Expertenteam Nachhaltigkeit in einem Beteiligungsprozess. Koordiniert wird dies durch die Geschäftsstelle Nachhaltigkeitsstrategie des Landes beim Ministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz, welche durch eine externe Prozessbegleitung zur Ausgestaltung des partizipativen Ansatzes unterstützt wurde.

Die Verschränkung von Themen und Menschen über verschiedene Ebenen und aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen in einem selbstorganisierten und beteiligungsorientierten Prozess, stellt ein besonderes Charakteristikum des saarländischen Fortschreibungsprozesses dar.

Das Bild zeigt die Zusammenhänge der Akteure die den Prozess der Fortschreibung begleiten und mitbestimmen. Prozessbegleitung Fortschreibung
Experten und Expertinnenteam Nachhaltigkeit beschäftigt sich mit allen Ideen und Projektansätzem zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie und bewertet diese im Hinblick auf mögliche Umsetzungspfade Foto: (c) Ref. D/1, MUV

Geschäftsstelle Nachhaltigkeitsstrategie

Die Fortschreibung der saarländischen Nachhaltigkeitsstrategie wird durch die Geschäftsstelle Nachhaltigkeitsstrategie am Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (MUV) koordiniert. Leiter der Geschäftsstelle ist Patrick Ginsbach. Tim Otto als Referatsleiter und Tanja Mlynek komplettieren das Team.

Prozessbegleitung

Die Fortschreibung der saarländischen Nachhaltigkeitsstrategie ist als ein Mitmach-Projekt auf den Weg gebracht worden. Den Rahmen dafür bietet ein gesellschaftlicher Beteiligungsprozess, den möglichst viele saarländische Akteurinnen und Akteure und Institutionen aktiv mitgestalten. Begleitet wird dieser Prozess durch die IZES gGmbH in Kooperation mit RENN.west (als Unterauftragnehmer) und htw saar (ideelle Partnerin). Gemeinsam unterstützen sie die Geschäftsstelle Nachhaltigkeitsstrategie der Landesregierung am Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (MUV) beratend bei der partizipativen Ausgestaltung des Fortschreibungsprozesses, in der Umsetzung von Beteiligungsformaten und der Einbindung von Akteurinnen und Akteuren. Im Laufe der zwei Jahre ist ein Team entstanden, das integrativ zusammenarbeitet.

IZES gGmbH

Die IZES gGmbH als systemisch arbeitendes Landes- und An-Institut der htw saar beschäftigt sich aus Sicht der anwendungsbezogenen Forschung in fünf Arbeitsfeldern auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene mit Fragen der nachhaltigen Transformation. Die enge Verzahnung inhaltlicher Bereiche der Nachhaltigkeit – z.B. des klima-, ressourcen-, agrar-/forstwissenschaftlichen, technischen und stadtplanerischen Sektors – mit umweltpsychologischen Kompetenzen ist dabei ein Alleinstellungsmerkmal des Institutes. Es versetzt das Institut in die Lage, den hier zu begleitenden Prozess sowohl aus sozial- und verhaltenswissenschaftlicher, als auch aus fachlicher Sicht in den inhaltlichen Handlungsfeldern kompetent zu moderieren.

Durch die enge Verbindung mit der saarländischen Hochschul- und Forschungslandschaft, ebenso wie mit lokalen und regionalen Projekt- und Netzwerkpartnerinnen und -partnern aus Kommunen, Industrie und Verbänden, bringt das IZES lokale und thematische Expertise für eine kontextsensitive und allparteiliche Prozessbegleitung im Rahmen des Fortschreibungsprozesses zur saarländischen Nachhaltigkeitsstrategie mit. Insbesondere das Arbeitsfeld Umweltpsychologie des IZES ist Träger sozial- und verhaltenswissenschaftlicher Prozess- und Methodenkompetenz und erfahren in beteiligungsorientierten Transformationsvorhaben und Dialogformaten. 

Assoziiert mit dem Arbeitsfeld Umweltpsychologie des IZES ist Frau Prof. Dr. Petra Schweizer-Ries, die über fundierte und langjährige Expertise im Bereich Umweltpsychologie, Nachhaltigkeitswissenschaft und Nachhaltigkeitskommunikation sowie -partizipation verfügt.

Hier geht es zum IZES und dem Arbeitsfeld Umweltpsychologie.

RENN.west

Aufbauend auf den flankierenden Aktivitäten von RENN.west zur Vernetzung von Nachhaltigkeitsakteurinnen und -akteuren, zur Unterstützung von lokalen Nachhaltigkeitsinitiativen und dem Angebot an Dialogformaten zu Themen der nachhaltigen Entwicklung im regionalen Umfeld, kooperiert RENN.west bei der partizipativen Begleitung des Fortschreibungsprozesses als Unterauftragnehmer.

Kurzportrait Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier (UCB) und der Regionalen Netzstelle für Nachhaltigkeitsstrategien west (RENN.west)

Mit insgesamt sieben Partnerinnen-Organisationen in den Bundesländern Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland verfügt RENN.west über ein weit verzweigtes Netzwerk und eine breite Fachkompetenz, um die sozial-ökologische Transformation regional voranzutreiben. Unter Trägerschaft der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21 NRW) kooperieren für die Arbeit der RENN.west die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) Hessen e.V., die Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH, das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) e.V., die Europäische Akademie Otzenhausen (EAO) gGmbH, Germanwatch e.V. in Bonn sowie der Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier. Das zentrale Büro des Netzwerkes befindet sich in Dortmund. Am Umwelt-Campus angesiedelt ist das Büro für das Subnetz Rheinland-Pfalz/Saarland, das die Fortschreibung der saarländischen Nachhaltigkeitsstrategie im Rahmen seines Auftrags begleitet und die Rolle der Zivilgesellschaft durch vielfältige Aktivitäten stärkt. Übergeordnete Zielsetzung ist hierbei, eine systemische und strategische Herangehensweise mit den Stakeholdern aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft voran zu bringen. Neben der Information über die Globale Agenda 2030, den European Green Deal, die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und die saarländische Strategie setzt RENN.west auf die vertikale Integration dieser Ansätze.

Am Umwelt-Campus Birkenfeld ist mit Herrn Michael Matern ein aus dem RENN.west-Projekt finanzierter Mitarbeiter beschäftigt, der die operative Unterstützung durch RENN.west in der Fortschreibung der saarländischen Nachhaltigkeitsstrategie sicherstellt.

Eine über die Basisunterstützung von RENN.west herausgehende Mitwirkung im Projekt zur Fortschreibung der saarländischen Nachhaltigkeitsstrategie übernimmt Herr Prof. Dr. Klaus Helling, der über eine fundierte, langjährige Expertise im Themenfeld verfügt.

Der Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier gilt als „grünste Hochschule Deutschlands“ und steht auch international im weltweiten GreenMetric-Ranking auf Platz 6 von fast 1.000 teilnehmenden Hochschulen. Der Umwelt-Campus verfolgt mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie einen ganzheitlichen Ansatz, der weit über den Klimaschutz hinausgeht und alle Bereiche der Hochschule einbezieht: Lehre, Forschung, Betrieb und Transferaktivitäten sind nachhaltig und strahlen in das benachbarte Saarland aus.

Hier geht es zu RENN.west.

htw.saar

Die htw saar befindet sich derzeit selbst in einem Prozess zur nachhaltigen Hochschulentwicklung, insbesondere im Sinne des Handlungsfeldes 1 der saarländischen Nachhaltigkeitsstrategie. Die Zertifizierung zur Fairtrade University 2017, der seit 2018 regelmäßig stattfindende Runde Tisch Nachhaltigkeit, das zum Oktober 2019 eingeführte Referat Nachhaltigkeit beim Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) sowie der Aufbau neuer Studienangebote mit Nachhaltigkeitsbezug sind Indikatoren für die Dynamik der Initiativen. Im Rahmen der Rolle als ideelle Partnerin im vorliegenden Prozess ermöglicht die htw saar einen Zugang zu Initiativen und besonderen Engagements seitens der Studierenden sowie eine Unterstützung der Prozessbegleitung durch unentgeltliche räumliche, organisatorische und inhaltliche Ressourcen.

Hier geht es zur HTW Saar.