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Thema: Landwirtschaft

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Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz | Agrar- und Landentwicklung, Förderangebote, Landwirtschaft, Umwelt und Natur, EU und Europarat

ELER-Förderperiode 2023-2027

Der ELER als 2. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU ab 2023

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) gehört seit Beginn der europäischen Einigung vor 60 Jahren zu den wichtigsten Aufgabenfeldern europäischer Politik. Vor allem die ländlichen Regionen profitieren in einem hohen Maße von den Wertschöpfungsketten der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei. In Deutschland ist jeder zehnte Arbeitsplatz von dieser Wertschöpfungskette direkt oder indirekt abhängig. Die GAP, deren 2. Säule der ELER bildet, ist damit ein zentraler Bestandteil des Europäischen Integrations- und Einigungsprozesses und leistet einen wesentlichen Beitrag zum Ziel gleichwertiger Lebens- und Arbeitsverhältnisse in der gesamten EU. Sie muss weiterhin darauf ausgerichtet werden, ihre positiven Wirkungen vollumfänglich zu entfalten. Deshalb muss die GAP - und damit der ELER - auch zukünftig auf europäischer Ebene finanziell sehr gut ausgestattet werden.

Aufgrund von Verzögerungen auf Ebene der EU (u.a. Brexit, Wahl des EU-Parlaments) ist es zu einer Verzögerung bei der Ausgestaltung der eigentlich ab 2021 beginnenden neuen Förderperiode gekommen. In der Folge wird die neue Förderperiode europaweit erst am 01.01.2023 beginnen.

Die aktuelle EU-Förderperiode lief zunächst nur bis zum Jahr 2020, wurde jedoch aufgrund der Verzögerung um zwei Jahre bis Ende 2022 verlängert. Für die Gestaltung der folgenden EU-Förderperiode 2023 ff. gibt es bereits erste Initiativen, Vorschläge und Forderungen. Eine wichtige Forderung, die insbesondere von deutscher Seite erhoben wird, ist die erhebliche Vereinfachung des von der EU vorgegebenen Verwaltungs- und Kontrollsystems und damit die spürbare Reduzierung des Verwaltungsaufwandes für Behörden und Antragsteller.

Seit 06.12.21 sind die neuen Verordnungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und damit in Kraft getreten (siehe unten unter "Downloads"). Die neue GAP umfasst im Einklang mit dem europäischen Green Deal höhere Umwelt- und Klimaschutzambitionen, sowie eine gerechtere Verteilung der Beihilfen, insbesondere für kleine und mittlere Familienbetriebe und Junglandwirte. Noch bis Ende des Jahres läuft eine Übergangsfrist.

Von besonderer Bedeutung ist die neue EU-Verordnung VO (EU) Nr. 2021-2115 bezüglich der künftigen GAP_Strategiepläne. Sie bildet die Grundlage für die Programmplanung für die Förderperiode 2023-2027. An der Programmplanung wurde mit großer Anstrengung auf Bundes- und Landesebene gearbeitet. Am 21.02.22 konnte der Entwurf des deutschen GAP-Strategieplans schließlich bei der EU-Kommission zur Genehmigung eingereicht werden. Es folgt nun ein mehrmonatiges Genehmigungsverfahren. Im Rahmen dieses Genehmigungsverfahrens kann es zu Änderungen und Anpassungen am Entwurf des GAP-Strategieplans kommen. Am 20. Mai 2022 hat der Bund als Vertreter Deutschlands das Schreiben der Europäischen Kommission mit Anmerkungen zum Entwurf des deutschen GAP-Strategieplans erhalten. Der informelle Austausch mit der Europäischen Kommission hat bereits begonnen, um eventuelle Anpassungen am GAP-Strategieplan zu sondieren. Bund und Länder streben gemeinsam an, den Plan sobald wie möglich wieder bei der Europäischen Kommission einzureichen, um eine formelle Genehmigung im Herbst 2022 zu erhalten. Dies ist wichtig als Planungsgrundlage für die Anbauentscheidungen der Landwirtinnen und Landwirte aber auch für die Vorbereitungen im Hinblick auf die Fördermaßnahmen der 2. Säule, wie z.B. die Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen ab 2023.

Den aktuellen Stand zum deutschen GAP-Strategieplan für die Förderperiode 2023-2027 finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Auf dieser Seite werden die wichtigen Entwicklungsschritte und Informationen zur kommenden EU-Förderperiode insbesondere zum saarländischen ELER-Programm 2023-2027 vorgestellt.

Nach dem derzeitigen Stand der Planung wird das Saarland in der kommenden Förderperiode folgende ELER-Maßnahmen anbieten (Änderungen sind möglich):

 1. Dorfentwicklung

2. LEADER

3. Agrarinvestitionsförderung

4. Förderung der Diversifizierung

5. Existenzgründerförderung für Junglandwirte

6. Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen:

               6.1. Streuobstförderung (Erhalt)

               6.2. Artenreiche Kulturlandschaft

              6.3. mehrjährige Blühflächen

              6.4. Eiweißpflanzenförderung

              6.5. Extensives Dauergrünland

7. Förderung Ökolandbau

8. NATURA-2000-Ausgleichszahlungen

9. Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete

10. Technische Hilfe

 

Dokumente und Informationen in schriftlicher Form -auch zur Planung im Saarland- finden Sie unten unter "Publikationen"

In diesem Video wird die Planung des Saarlandes für die Förderperiode 2023-2027 detailliert vorgestellt:


Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz führte kostenlose Online-Sprechstunden zu den einzelnen Themenbereichen der ELER-Förderung ab 2023 durch.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Dieses Dokument versucht eine Reihe von Fragen zu beantworten, die im Rahmen der Informationsveranstaltungen zur GAP nach 2023 gestellt wurden, sei es im Vorfeld der jeweiligen Termine per Mail oder unmittelbar während der Video-Formate per Wortmeldung oder Chat-Beitrag.

Häufig gestellte Fragen zur GAP ab 2023 (FAQ)

Ansprechpartner:

Thomas Groß
Abteilung B - Landwirtschaft, Ernährung, Entwicklung ländlicher Raum
ELER-Verwaltungsbehörde

Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken

Holger Neisius
Abteilung B - Landwirtschaft, Ernährung, Entwicklung ländlicher Raum
ELER-Verwaltungsbehörde

Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken

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