Thema: Boden und Altlasten
| Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz | Boden

Waldboden folgt auf Ackerboden als „Boden des Jahres“

Umweltministerium zeigt mit kostenfreier Ausstellung, welchen Beitrag die Ressource Boden leistet

Jedes Jahr findet am 5. Dezember der Aktionstag „Boden des Jahres“ statt, der vom Bundesverband Boden und der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft initiiert ist. Mit dem „Boden des Jahres 2024“ möchte das Kuratorium auf Waldböden und ihre vielfältigen Funktionen und Ökosystemleistungen aufmerksam machen. Waldböden sind die Grundlage produktiver und anpassungsfähiger Wälder sowie Habitate für eine Vielzahl von Organismen. Sie sind Kohlenstoffsenke, Filter und Speicher für das Trinkwasser sowie Reservoir für das Grundwasser. Für das Jahr 2023 wurde der Ackerboden zum „Boden des Jahres“ gekürt. Auch das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz setzt sich auf vielfältige Art und Weise für den Schutz des Bodens ein.

Zur Erreichung der Zielsetzung, das Bodenbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und für den Bodenschutz zu sensibilisieren, wurde im Jahr 2015 vom Umweltministerium die Ausstellung „Boden – wir steh’n drauf“ entwickelt. Nachdem diese in den vergangenen Jahren an unterschiedlichen Standorten im Saarland präsentiert wurde, hat sie zwischenzeitlich am Technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrum 2 in Saarbrücken ihr dauerhaftes Quartier gefunden und kann dort nach Vereinbarung kostenfrei besucht werden. Die Ausstellung zeigt, welchen Beitrag die Ressource Boden tatsächlich leistet. Auf zehn Schautafeln werden in deutscher und in französischer Sprache die Entstehung des Bodens, seine vielfältigen Funktionen, aber auch die Gefahren, denen er ausgesetzt ist, beschrieben.

„Auf den Boden als wertvolles und begrenztes Gut kann – gerade durch die aktuellen Wetterextreme – nicht oft genug hingewiesen werden“, betont Umwelt- und Agrarministerin Petra Berg. „Der Ackerboden zum Beispiel ist ein landwirtschaftlich genutzter Boden, der regelmäßig bearbeitet wird. Er spielt eine essenzielle Rolle für unsere Versorgung mit Lebensmitteln, im Besonderen vor dem Hintergrund der Eigenversorgung. Diese Erzeugung bietet in Deutschland die höchsten Standards.“

Im Juni 2023 besuchte Sebastian Thul, Staatssekretär für Umwelt und Agrar, eine Bodengrube in Fremersdorf im Rahmen einer Fachexkursion der Gesellschaft konservierender Bodenbearbeitung. Das Verfahren der konservierenden Bodenbearbeitung und der Direktsaat (pfluglose beziehungsweise minimale Bodenbearbeitung) stand dabei im Fokus. Bei der „Grünen Woche“ in Lebach und beim „Tag der offenen Tür der Landesregierung“ wurde im September 2023 auch die Öffentlichkeit durch anschauliche Präsentationen auf das Thema Boden aufmerksam gemacht, das Bewusstsein dafür gestärkt und auf bestehende Gefahren für das Schutzgut hingewiesen.

Um Kindern die Bedeutung des Bodens nahezubringen, wurde zudem das Projekt „BodenBewusstes Saarland“ ins Leben gerufen. Im ersten Projektteil wurden Materialien für die Grundschulen erstellt und 2021 veröffentlicht. Der zweite Teil richtet sich an die Sekundarstufe I. Eines der Module, die derzeit ausgearbeitet werden, befasst sich mit dem Thema Boden und Klimaschutz.

Folgende Links führen zu weiteren Informationen:

Bodes des Jahres

Profile saarländischer Böden

Bedeutung des Bodens im Saarland

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Pressesprecher

Matthias Weber
Pressesprecher

Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken

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