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| Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie | Krankenhaus und Rehabilitationseinrichtungen

Saarländische Landesregierung setzt auf zukunftsfeste Krankenhaus-Strukturen – über 840 Millionen Euro Fördermittel bis 2039

Ministerin Monika Bachmann und Staatssekretär Stephan Kolling stellen Fortschreibung des saarländischen Krankenhaus- und Investitionsplans vor

Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde heute die Fortschreibung der saarländischen Krankenhaus- und Investitionsplans vorgestellt, die im Ministerrat am gestrigen Dienstag beschlossen wurde.

„Oberstes Ziel unserer Saarländischen Krankenhausplanung ist nach wie vor die Sicherstellung einer bedarfsgerechten, leistungsfähigen, wirtschaftlichen und qualitativ hochwertigen Krankenhausversorgung für die Saarländerinnen und Saarländer. Ich bin sehr froh, dass wir gemeinsam mit den Krankenhaus-, Reha- und Kostenträgern die erste Fortschreibung des Krankenhausplans entwickeln konnten, mit dem wir die Gesundheitsstruktur im Saarland intelligent fortentwickeln werden“, betont Gesundheitsministerin Monika Bachmann im Rahmen einer Pressekonferenz, bei der heute die Fortschreibung der saarländischen Krankenhaus- und Investitionsplans vorgestellt wurde. Diese Fortschreibung wurde im Ministerrat am gestrigen Dienstag beschlossen.

Diese 1. Fortschreibung des Krankenhausplans für das Saarland gibt die Fahrtrichtung bis zum Jahr 2025 vor. Mit rund 840 Millionen Euro Investitionsförderung will das Land die Krankenhausstrukturen bis ins Jahr 2039 zukunftsfest machen. Damit wird in den nächsten Jahren an verschiedenen Standorten investiert, erneuert, bestimmte Fachbereiche ausgebaut und die Zahl der Ausbildungsplätze in Gesundheitsfachberufen auf 2.821 Plätze erhöht. Zusätzlich wurde die Bettenanzahl auf 6.771 Betten und 536 tagesklinische Plätze bis 2025 festgesetzt.

Im Rahmen einer Strukturbereinigung ist im Regionalverband Saarbrücken die mittelfristige Schließung des Standortes Dudweiler mit einer entsprechenden Verlagerung der notwendigen Betten nach Rastpfuhl vorgesehen. Mit der Verankerung des SHG-Klinikums Hochwald im Landkreis Merzig-Wadern konnte nach langen Verhandlungen eine Lösung für das Nordsaarland gefunden werden: Hier sieht der Investitionsplan Mittel in Höhe von 16 Millionen Euro vor.  Ebenso wird es im Landkreis Neunkirchen Veränderungen geben. Die Landesregierung steht hinter dem Standort Neunkirchen. Daher wird das Gesundheitsministerium, nachdem der Träger Stiftung Kreuznacher Diakonie den Verkauf des Diakonie Klinikums angekündigt hat und es zu einem Träger-Wechsel kommen muss, den gesamten Prozess hinweg engmaschig begleiten. Hierfür stehen 85 Millionen für ein neues Innenstadtkrankenhaus zur Verfügung.

Gleichzeitig sollen unter anderem die Herzinfarktversorgung mit zwei neuen kardiologischen Versorgungsaufträgen in Sulzbach gestärkt, und dem Klinikum Merzig sowie dem Marienhaus Klinikum St. Wendel die Möglichkeit geschaffen werden, sich als überregionale „Stroke Unit“ zu etablieren. Hierzu ist eine Zertifizierung durch die Deutsche Schlaganfallgesellschaft und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe notwendig. Dadurch wird die Versorgung im Nordsaarland weiter aufgewertet und deutlich verbessert.

„Es werden aber auch Abteilungen geschlossen. Das Beharren in festgefahrenen Strukturen darf nie die Lösung sein. Für eine zuverlässige und moderne Krankenhausversorgung ist es unerlässlich, neu zu denken. Wir werden dafür sorgen, dass die Strukturen im Land fortentwickelt werden. Aber insbesondere werde ich nicht müde, immer wieder die Krankenhausträger zu überzeugen, über ihre Strukturen nachzudenken und neue Wege zu gehen – auch gemeinsam mit anderen Trägern“, betont die Ministerin weiter.

„Während wir mit der Fortschreibung des Krankenhausplans Klarheit über die Zukunft der saarländischen Krankenhausgesellschaft geben, ist unser neuer Investitionsplan 2021, den wir ebenfalls in enger Absprache mit Krankenhausträgern und Krankenkassen aufstellen konnten, die sichere Finanzierungsgrundlage dieser Zukunft. Mit über 840 Millionen Euro können wir Investitionen der öffentlichen Hand anstoßen. Mit dem Eigenanteil der Träger ist das eine Investitionssumme von 1,1 Milliarden Euro. So viel wurde noch nie im Saarland in den Krankenhaussektor investiert“, erläutert Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling.

Sowohl der Krankenhausplan als auch der zugehörige Investitionsplan werden zeitnah im Amtsblatt des Saarlandes veröffentlicht.

Medienansprechpartner

Manuel Kerber
Pressesprecher

Franz-Josef-Röder-Straße 23
66119 Saarbrücken

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