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„Schauen Sie nicht weg!“ - Welttag der Suizidprävention am 10.September 2020

Der Welttag der Suizidprävention wurde von der International Association for Suicide Prevention (IASP) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das erste Mal im Jahre 2003 ausgerufen, um die Öffentlichkeit auf die weitgehend verdrängte Problematik der Suizidalität aufmerksam zu machen.

„Psychische Erkrankungen und Suizidgefährdung müssen ernst genommen und thematisiert werden! Bitte, schauen Sie nicht weg, sondern genau hin. Jeder von uns kennt das Leiden im Stillen, aber es ist wichtig, darüber zu sprechen. Denn nur dann kann es besser werden“, erklärt Gesundheitsministerin Monika Bachmann.

Der Welttag der Suizidprävention wurde von der International Association for Suicide Prevention (IASP) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das erste Mal im Jahre 2003 ausgerufen, um die Öffentlichkeit auf die weitgehend verdrängte Problematik der Suizidalität aufmerksam zu machen.

Die WHO begründet die Ausrufung dieses Aktionstages damit, dass Suizid eines der größten Gesundheitsprobleme der Welt darstelle. Der Welttag soll dazu dienen, die Gesellschaft für das Thema Selbstmord zu sensibilisieren. Dazu finden jährlich an diesem Datum Veranstaltungen von Gesundheitsorganisationen und Akteuren der Suizidprävention statt.

„Häufig wird eine Suizidgefährdung nicht erkannt – oder weggesehen. Anzeichen sind etwa sozialer Rückzug, ein Gefühl der Hoffnungs- und Wertlosigkeit sowie aggressives Verhalten. Viele Betroffene haben jedoch Schwierigkeiten - auch im Rahmen einer Therapie - über ihre Suizidgedanken zu sprechen“, bemerkt Ministerin Bachmann.

Grund ist häufig die Angst vor sozialer Zurückweisung, Stigmatisierung oder vor dem Verlust von Autonomie durch stationäre Behandlungen. Vielen Betroffenen fehlt das Gefühl, von Mitmenschen verstanden zu werden. Daher ist es oft sehr schwierig, Suizidgefährdete zu erkennen, ihnen zu helfen und sie von professioneller Hilfe zu überzeugen.

Menschen mit Selbstmordgedanken, Depressionen leidet oder anderer psychischen Krankheiten, sollten dringend Hilfe suchen. Das geht sowohl anonym über Hotlines und Internetseiten oder in persönlichen Beratungsgesprächen.

Anlaufstellen hierfür sind:

  • Telefonseelsorge und Beratungsstelle Saar: (0800) 111 0 111
  • Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche: (0800) 116 111 oder 111 0 333
  • Saarländisches Bündnis gegen Depression: (0681) 40310-67/42
  • Kontakt und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland: (0681) 9602130

Medienansprechpartner

Manuel Kerber
Pressesprecher

Franz-Josef-Röder-Straße 23
66119 Saarbrücken