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Umfangreiche Förderungen des Sportministeriums für Schul-, Breiten und Vereinssport 2022

Vergangene Woche unterzeichnete Sportminister Klaus Bouillon die neugefasste Vereinbarung zur Förderung des Spitzensports in der Polizei. Doch auch für viele andere Projekte und Veranstaltungen in der saarländischen Sportlandschaft werden in diesem Jahr erneut Fördermittel bereitgestellt. Bei einer Pressekonferenz gab Sportminister Klaus Bouillon einen Überblick über die geplanten Maßnahmen.

Sportminister Klaus Bouillon: „Wichtige Elemente beim Einsatz für den saarländischen Sport sind insbesondere die verschiedenen Sonderprogramme, deren Wert gerade im Kontext der Pandemie besonders deutlich wurde. Deshalb setzen wir weiterhin auf die Fortsetzung bereits bestehender, erfolgreicher Programme, suchen andererseits aber auch neue Ansatzpunkte für eine sinnvolle Förderung.“

Weitergeführt wird in diesem Jahr das Schwimmprogramm als „Sicheres Schwimmen 2.0“, mit dem eine frühzeitige und umfangreiche Schwimmausbildung von Kindern und Jugendlichen gefördert wird. Dafür sind erneut Fördermittel in Höhe von 200.000 Euro vorgesehen. Als Partner stehen nach wie vor der Landesverband Saarland der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), der Saarländische Schwimmbund (SSB) sowie der saarländische Kneipp-Bund zur Verfügung.

Das Programm baut abermals auf folgenden drei Säulen auf:

 

1. Säule: “Kinder lernen schwimmen”

Ziel hierbei ist die Grundlagenausbildung mit dem Ziel des Frühschwimmer-Abzeichens (“Seepferdchen”)

 

2. Säule: “Sicher schwimmen lernen”

Hierbei ist die Absicht, bereits vorhandene Schwimmfähigkeiten weiter auszubauen. Ausbildungsziel ist das Deutsche Sportabzeichen Bronze (“Freischwimmer”)

 

3. Säule: “Finanzielle Förderung der Ausbildung zu Schwimmlehrerinnen und Schwimmlehrern”

Damit sollen weitere Ausbildungskapazitäten geschaffen werden.

Jedes teilnehmende Kind erhält eine kursbezogene Förderung zu den Ausbildungskosten in Höhe von 75 Euro, welche an die Anbieter ausgezahlt wird. Die Ausbildung zu Schwimmlehrerinnen und Schwimmlehrern wird bei den Ausbildungszielen „Trainer C“ und „Ausbilder Schwimmen (DLRG)“ mit maximal 400 Euro, bei den Ausbildungszielen „Trainerassistent bzw. Ausbildungsassistent Schwimmen (DLRG)“ mit maximal 200 Euro bezuschusst.

Sportminister Bouillon: „Ich bin sehr froh, dass es mit dem ersten Programm gelungen ist, über 4000 Kindern das Schwimmen beizubringen; über 500 haben außerdem bereits das Bronzeabzeichen erreicht und über 300 Schwimmlehrerinnen und Schwimmlehrer wurden ausgebildet. Trotz der bisherigen enormen positiven Resonanz auf das Programm besteht nach wie vor ein erheblicher Bedarf an weiteren Schwimmkursen angesichts der Tatsache, dass noch knapp 3000 Kinder auf der Warteliste stehen, haben wir uns daher entschlossen ein zweites Programm aufzulegen.“

Außerdem wird ein zweites, neues Programm mit dem Namen „Unser Land macht sich fit“ aufgelegt, dass den unübersehbaren Pandemiefolgen, die beispielsweise durch Bewegungsmangel verursacht werden, entgegenwirken soll.

Mit diesem Programm, das sofort starten kann, wird ein Anreiz für Vereine geschaffen, verstärkt Kurse mit dem Ziel der Erlangung des Deutschen Sportabzeichens anzubieten. Dafür stellt das Sportministerium 100.000 Euro bereit. Weil die Ausrichtung der Veranstaltungen für das Sportabzeichen mit einem organisatorischen Aufwand für die Vereine verbunden ist, sollen sie pro Teilnehmerin oder Teilnehmer eine finanzielle Förderung in Höhe von 10 Euro erhalten. Ziel des Programms ist eine größere Teilnahme an den genannten Kursen zur Steigerung der sportlichen Betätigung in den Vereinen.

Damit genügend Prüferinnen und Prüfer zur Abnahme des Sportabzeichens im Rahmen dieses Programms und auch in Zukunft zur Verfügung stehen, bedarf es auch einer finanziellen Unterstützung bei der Ausbildung weiterer Prüferinnen und Prüfer. Der Förderbetrag soll hierbei maximal 50 Euro pro Teilnehmerin bzw. Teilnehmer betragen.

Sowohl das Sportabzeichen- als auch das fortgeführte Schwimmprogramm 2.0 werden aus den Geldern der sog. Vereinshilfe finanziert, die die Landesregierung für die Bekämpfung der Folgen der Corona-Pandemie bereitgestellt hat.   

„Insgesamt haben wir viel in die bisher genannten Unterstützungsleistungen in Form von Sonderprogrammen investiert, denn sie sind maßgebliche Bausteine für den Erhalt der saarländischen Sportlandschaft. Damit diese auch florieren und sich weiterentwickeln kann, werden wir darüber hinaus nicht nur originär sportliche Aktivitäten und Veranstaltungen, sondern selbstverständlich auch Maßnahmen für eine angemessene Infrastruktur finanziell unterstützen“, so Sportminister Klaus Bouillon.

Der Minister weiter: „Nachdem in den letzten Jahren eine hohe Summe in den Neubau, die Sanierung und die Erweiterung von Sportanlagen sowohl in kommunalen als auch in Vereinsbesitz geflossen sind, werden auch in diesem Jahr Bedarfszuweisung in einer Größenordnung von voraussichtlich 4 bis 5 Millionen zur Unterstützung des Schul- und Breitensports investiert werden.“

Zudem sind 325.000 Euro zur Unterstützung sportlicher Großveranstaltungen geplant, während 140.000 Euro an den Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz/Saarland sowie in Projekte des Landessportverbands für das Saarland (LSVS) fließen.

Zu den Großveranstaltungen, für die eine Förderung geplant ist, gehören unter anderem die Beach Tennis Open in Saarlouis, die Hylo-Badminton-Open, der Saarschleifen Bike+Run in Mettlach, die Saarland TROFEO oder auch das Pfingstsportfest des LC Rehlingen.

Medienansprechpartner

Pressesprecherin

Katrin Thomas
Pressesprecherin

Franz-Josef-Röder-Str. 21
66119 Saarbrücken