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| Ministerium für Inneres, Bauen und Sport | Polizei, Cybersicherheit, Digitalisierung

Digitalisierungskampagne der saarländischen Polizei: Vorstellung digitaler Ermittlungswerkzeuge am Beispiel der Cybercrime-Ausbildung mit dem virtuellen Cybercrime-Desktop

Innenminister Klaus Bouillon hat am Mittwoch, 2. Juni 2021, das nächste Projekt im Rahmen der Digitalisierungskampagne für die saarländische Polizei vorgestellt: Der ‚Cybercrime-Desktop‘ wurde an der Fachhochschule für Verwaltung zusammen mit dem Landespolizeipräsidium entwickelt und dient als effektiver und umfassender digitaler „Werkzeugkasten“.

Er beinhaltet Werkzeuge zur professionellen und gerichtsfesten Beweissicherung, verschiedene Softwaretools, Rechercheportale und eine Zusammenstellung erprobter Web-Links, um die unterschiedlichsten Ermittlungstätigkeiten (auch im Darknet) effektiv und entsprechend abgesichert durchführen zu können.

Die virtuelle Softwareumgebung ist dabei keineswegs statisch, sondern passt sich fortwährend an die aktuellen Entwicklungen im Bereich Cybercrime und an die Anforderungen der Ermittler an.

Dadurch verfügt dieser digitale Werkzeugkasten, der auf Basis von Microsoft Windows 10 erstellt wurde, über den großen Vorteil, dass sich ein/e polizeiliche/r Cybercrime-Sachbearbeiter/in schnell darin zurechtfindet und ihn ohne umfangreiche Schulungsmaßnahmen sofort nutzen kann. So ist der/die Mitarbeiter/in bereits nach kurzer Einarbeitungszeit in der Lage, ermittelte Beweise schnell und ohne Medienbrüche über eine eigens hierfür entwickelte Datenschleuse (alt. Datenwaschmaschine) in das Ermittlungsverfahren zu übernehmen, ohne dass die Ursprungsdateien verändert werden. Die Schleuse gewährleistet außerdem, dass keinerlei Schadcode in das Polizeinetz übernommen wird.

Der/Die Cybercrime-Sachbearbeiter/in hat damit eine umfassende Ermittlungs-Plattform, die in einem in sich schlüssigen Workflow eine lückenlose und gerichtsfeste Beweissicherung gewährleistet. Die Einbettung in die sog. VDI-Umgebung (VDI = Virtuelle Desktop-Infrastruktur; alt: das sog. Schmutzdatennetz) bietet dabei hohe Sicherheitsstandards bei der Arbeit mit diesen Daten.

„Bis 2024 werden mehr als 25 Millionen Euro in die technische Infrastruktur der saarländischen Polizei fließen – die damit größte Investitionssumme in diesem Bereich bei der saarländischen Polizei“, betont Innenminister Klaus Bouillon.

Der Innenminister weiter: „Mit dem Cybercrime-Desktop wurde ein effektives Mittel im Kampf gegen die Kriminalität im digitalen Raum geschaffen. Er verbindet fortschrittliche Technik mit Benutzerfreundlichkeit, da keine langen Schulungen vor der Verwendung notwendig sind. Damit kann das Programm schnell und effizient eingesetzt werden. Gleichzeitig sorgt es für den Schutz des eigenen Datennetzes. Der Cybercrime-Desktop markiert einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg der Digitalisierung der saarländischen Polizei.“

Medienansprechpartner

Pressesprecherin

Katrin Thomas
Pressesprecherin

Franz-Josef-Röder-Str. 21
66119 Saarbrücken