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Neuer Hightech Forschungscampus für das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit

„Die Stärkung der universitären und außeruniversitären Forschung sowie der Ausbau des CISPA sind zentrale Bestandteile der saarländischen Innovationsstrategie.  Mit diesem neuen Forschungscampus unmittelbar neben der Universität und anderen Forschungsinstituten sowie in der Nähe zum CISPA Innovation Campus in St. Ingbert bauen wir die Brücke von der Forschung in die Anwendung und setzen auf dem Gebiet von Informationssicherheit und Künstlicher Intelligenz neue Maßstäbe. Ich freue mich, dass wir heute einen weiteren wichtigen Schritt zur Realisierung getan haben“, erklärte Ministerpräsident Tobias Hans anlässlich der gestrigen Wettbewerbsentscheidung.

Nach einer spannenden 7-stündigen Preisgerichtssitzung am 31.05.2021 stand der Sieger des städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs für den CISPA Hightech Forschungscampus fest. Der Siegerentwurf soll als gestalterische Grundlage für den Bebauungsplan dienen, der derzeit von der Landeshauptstadt erarbeitet wird.

 

Das 11-köpfige Preisgericht, bestehend aus Vertretern der Landesregierung, des CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit, der Landeshauptstadt Saarbrücken, der Universität des Saarlandes und externen Fachleuten fällte die Entscheidung zu Gunsten des Entwurfs des Teams raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung aus Frankfurt am Main mit ST raum a. Landschaftsarchitekten aus Berlin.

„Der Entwurf besticht durch den Leitgedanken einer ‚Lichtung‘. So wird sowohl eine hohe Funktionalität erreicht, als auch gleichzeitig zusammenhängende Waldflächen erhalten. Gemeinsam mit den Bestandsgebäuden soll so ein harmonisches Ganzes entstehen, das innerhalb klar ablesbarer Teilräume von Grün umschlossen ist. Auf eine kleinteilige Zergliederung der Gesamtfläche wird verzichtet. Positiv zu beachten ist dabei der breite erhaltene Waldstreifen in Osten und Norden“, so der Vorsitzende des Preisgerichts Herr Prof. Franz Pesch.

Bauminister Klaus Bouillon: „Mit diesem herausragenden Entwurf ist das Fundament gelegt für eine anspruchsvolle und wegweisende Erweiterung des CISPA. Heute ist ein Tag, der nicht nur für uns, sondern für das gesamte Land bedeutend ist.“

Auch der Direktor des CISPA Helmholtz Zentrum für Informationssicherheit, Prof. Michael Backes, ist hochzufrieden mit dem Ergebnis: "Es ist ein beeindruckender Entwurf, der massiv auf den starken Markenkern des CISPA einzahlt und einen klar definierten Campus des CISPA Helmholtz-Zentrums schafft. Das Design des Campus folgt in allen Belangen dem Leitmotiv, wissenschaftliche Zusammenarbeit zu fördern und die Qualität der Forschung weiter zu steigern.“

In der Preisgerichtssitzung wurden 15 anonym eingereichten Arbeiten beurteilt. Es wurden zwei Preise vergeben. Den zweiten Preis erhielt das Team HDK Dutt & Kist Landschaftsarchitekten und Stadtplaner aus Saarbrücken. Zudem gab es zwei Ankäufe, die jeweils mit 6.000 Euro netto vergütet werden. Die beiden Preise und die Ankäufe sind insgesamt mit 100.000 Euro netto dotiert.

Der Wettbewerb startete im Februar 2021 mit der Bekanntmachung des Verfahrens. Ziel des Wettbewerbs ist die städtebauliche Entwicklung eines innovativen, Hightech Forschungscampus des CISPA mit internationaler Strahlkraft. Das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit als gemeinsames Forschungszentrum von Bund und Saarland innerhalb der Helmholtz-Gemeinschaft baut seine Tätigkeitsfelder und Mitarbeiterzahlen stetig aus.

Als international renommiertes Forschungszentrum von Weltrang soll den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein attraktiver Forschungscampus zur Verfügung gestellt werden, der die Rekrutierung der weltbesten Talente und Forscher erleichtert und ihnen ein ideales Arbeitsumfeld bietet. Hierfür sollte die hinter den beiden ersten Bauabschnitten des CISPA liegende Fläche von ca. 8,5 ha zwischen Stuhlsatzenhaus- und Meerwiesertalweg überplant werden. In dem Entwurf sollen sich Gebäude und Infrastrukturen, die den Ansprüchen zur Durchführung von grundlagenorientierter und angewandter Forschung gleichermaßen erfüllen und über Begegnungs- und Kommunikationszonen eine innovationsfördernde städtebauliche Struktur geschaffen werden.

Besondere Herausforderung ist dabei die vorhandene Topographie sowie der Umgang mit Natur und Landschaft. In die Entwicklung des heute bewaldeten Grundstücks sollen neben dem CISPA auch die Universität, sowie die angrenzenden Forschungseinrichtungen miteingebunden werden. Für den Campus waren besondere Qualitäten im wissenschaftlichen, freiraumplanerischen und städtebaulichen Bereich auszuarbeiten, damit ein attraktives Zusammenspiel zwischen Gebäudekörpern und Freiflächen ermöglicht wird.

Medienansprechpartner

Pressesprecherin

Katrin Thomas
Pressesprecherin

Franz-Josef-Röder-Str. 21
66119 Saarbrücken