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Thema: Steuern und Finanzämter

Steuern und Finanzämter


In einem Gemeinwesen gibt es viele Aufgaben, die ein Einzelner nicht lösen kann: Bildung und öffentliche Infrastruktur, Gesundheitswesen und soziale Absicherung, innere und äußere Sicherheit gehören beispielsweise dazu. Hier wird der Staat für uns alle tätig. Seine Leistungen finanziert er mit den Steuereinnahmen. Sie sind die wichtigste Einnahmequelle des Staates. Ohne diese Gelder könnte er seinen gesetzlichen Aufgaben nicht nachkommen.


Mitwirkung an der Gesetzgebung

Die Steuergesetzgebung obliegt im Wesentlichen dem Bund. Das Land wirkt jedoch über das Finanzministerium an den Gesetzgebungsverfahren mit. Die Fachbeamten erarbeiten  Vorschläge für Gesetzesänderungen oder nehmen gegenüber dem Bund  und den anderen Ländern zu deren Gesetzesvorhaben Stellung. Zur Lösung anstehender Probleme finden Arbeitsgruppensitzungen mit dem Bund und den anderen Ländern statt. Dadurch können steuerpolitische Vorstellungen und steuerfachliche Änderungswünsche bereits bei der Vorbereitung von Gesetzesentwürfen berücksichtigt werden. Daneben besteht die Möglichkeit, über den Bundesrat Einfluss auf die endgültige Fassung von Steuergesetzen zu nehmen.
 
Die Steuergesetze wirken sich unmittelbar auf die Einnahmenseite des Landeshaushalts aus. Eine Entlastung der Steuerzahler hat unmittelbare Einnahmeausfälle beim Land und bei den Kommunen zur Folge und schränkt deren Handlungsspielräume ein. Das Ministerium trägt insoweit nicht nur Verantwortung für den Haushalt des Landes, sondern auch für die Haushalte der Kommunen.
 
Bei der Mitwirkung am Gesetzgebungsverfahren muss das Ministerium auch die Arbeitsbelastung der Finanzämter berücksichtigen, die durch die oft komplizierten Rechtsvorschriften verursacht wird. Ein transparentes und für jeden verständliches Steuerrecht liegt auch im Interesse der Bürgerinnen und Bürger. Deshalb ist das Ministerium im Rahmen seiner Einflussmöglichkeiten um die Vereinfachung des Steuerrechts  unter Berücksichtigung der durch das Grundgesetz gebotenen Steuergerechtigkeit bemüht.

Verwaltungsanweisungen für eine gleichmäßige Besteuerung

Einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit der Steuerabteilung des Ministeriums bildet die Mitarbeit bei der Erarbeitung von sogenannten „bundeseinheitlichen Erlassen“. Sie sind notwendig, um die einheitliche Anwendung der Steuergesetze im Bundesgebiet zu gewährleisten. Sie werden in der Regel als Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen im Bundessteuerblatt veröffentlicht und klären die Auslegung der Steuergesetze durch die Finanzverwaltung. Diese Auslegung ist  für die Finanzämter verbindlich und trägt damit ganz erheblich zur Rechtsklarheit und Rechtssicherheit bei.

Anfragen und Einzelfälle

Die Beantwortung von steuerlichen Anfragen im Einzelfall gehört nicht zu den Aufgaben des Ministeriums. Sie ist den Finanzämtern vorbehalten. Diese Aufgabenabgrenzung ist sinnvoll, denn in den meisten Fällen ist die Beantwortung von steuerlichen Fragen ohne genaue Kenntnis des Sachverhalts nicht möglich. Der Sachverhalt kann mit dem Finanzamt, das die persönlichen Verhältnisse des Steuerbürgers und die örtlichen Verhältnisse kennt, besser und schneller zur Lösung der anstehenden Fragen ermittelt werden. Im Übrigen ist die Aufgabe der Steuerberatung aufgrund des Steuerberatungsgesetzes den Angehörigen der steuerberatenden Berufe vorbehalten.

Steuervordrucke

Steuererklärung über ELSTER

ElsterFormular ist das offizielle Programm der Steuerverwaltungen von Bund und Ländern. Mit dieser Freeware können Sie Ihre Steuererklärung am PC ausfüllen, die voraussichtliche Steuererstattung/-nachzahlung berechnen und die Daten anschließend verschlüsselt per Internet an die Steuerverwaltung übertragen. Als Unternehmer können Sie daneben auch Ihre Lohnsteueranmeldungen, Umsatzsteuervoranmeldungen und die Lohnsteuerbescheinigungen ihrer Angestellten sicher an das Finanzamt senden. Download und Informationen zu ElsterFormular unter Elster_Formular

Papiervordrucke zum Ausdrucken

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Steuerberatungsrecht

Steuerberaterprüfung

Bekanntmachung zur Steuerberaterprüfung 2020

Vom 28. November 2019

Gemäß § 37b Steuerberatungsgesetz (StBerG) ist für die Zulassung zur Steuer­beraterprüfung und für die organisatorische Durchführung der Prüfung die Steuer­beraterkammerzuständig.

Die Zulassung zur Steuerberaterprüfung 2020 ist bis zum 30. April 2020 nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck bei der Steuerberaterkammer Saarland, Nell-Breuning-Allee 6, 66115 Saarbrücken, zu beantragen.

Dort kann der Antragsvordruck schriftlich oder telefonisch (0681/66832-0) angefordert oder unter der Internetadresse http://www.stbk-saarland.de abgerufen werden.

Die Voraussetzungen für die Zulassung zur Steuerberaterprüfung ergeben sich aus § 36 StBerG in der aktuellen Fassung.

Die schriftliche Prüfung wird am 06., 07. und 08. Oktober 2020 stattfinden.

Für die Bearbeitung des Antrags auf Zulassung zur Prüfung ist eine Gebühr in Höhe von 200,- €, für die Prüfung selbst eine Gebühr in Höhe von 1.000,- € an die Steuerberaterkammer Saarland zu entrichten (§ 39 Abs. 1 StBerG).

 

Saarbrücken, den 28. November 2019

 

Steuerberaterkammer Saarland KdöR
Präsident
gez. Leistenschneider
Steuerberater

 

Saarland                                                              
Ministerium für Finanzen und Europa
Im Auftrag                                                            
gez. Waltner                                                         
Ministerialrätin                                                        

Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale

Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale

Bei Arbeitnehmern wird die Einkommensteuer durch Abzug vom Arbeitslohn (Lohnsteuer) erhoben. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, nach den ihm elektronisch übermittelten Lohnsteuerabzugsmerkmalen die Lohnsteuer (den Solidaritätszuschlag und ggfs. die Kirchensteuer) einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Um die Lohnsteuerabzugsmerkmale aus der Datenbank beim Bundeszentralamt für Steuern abrufen zu können, benötigt der Arbeitgeber die Identifikationsnummer und das Geburtsdatum seines Arbeitnehmers.

Die Höhe der Lohnsteuer wird durch die Lohnsteuerabzugsmerkmale (Steuerklasse, Freibeträge) bestimmt. Durch den Lohnsteuerabzug ist das Besteuerungsverfahren abgeschlossen, sofern der Arbeitnehmer nicht aufgrund gesetzlicher Vorschrift (§ 46 Einkommensteuergesetz) verpflichtet ist, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Dies ist z.B. der Fall, wenn Ehegatten/Lebenspartner die Steuerklassenkombination III/V wählen oder wenn ein Freibetrag vom Finanzamt in die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale eingetragen worden ist.

Weitere Informationen erhalten Sie auf dem Webportal Bürgerdienste-Saar.

Bürgerdienste_Saar

Lohnsteuer-Informationen_für_Arbeitnehmer

Lohnsteuer-Informationen_für_Arbeitgeber

Die saarländischen Finanzämter

Die Darstellung der Finanzämter erfolgt über die Plattform Bürgerdienste-Saar.
Es öffnet sich ein neues Fenster:

Finanzamt_Homburg

Finanzamt_Homburg_Außenstelle_St.Ingbert

Finanzamt_Merzig

Finanzamt_Neunkirchen

Finanzamt_Saarbrücken_Am_Stadtgraben

Finanzamt_SB_Am_Stadtgraben_Außenstelle_Sulzbach

Finanzamt_SB_Am_Stadtrgaben_Außenstelle_Völklingen

Finanzamt_Saarbrücken_Mainzer_Straße

Finanzamt_Saarlouis

Finanzamt_St.Wendel

Studium/Ausbildung im Finanzressort

Die saarländische Steuerverwaltung

Nahaufnahme von Minister Peter Strobel Peter Strobel Porträt
Foto: Saarland/C.Simon

Steuer? Kein Problem!

Du suchst neue Herausforderungen, willst Verantwortung übernehmen und magst abwechslungsreiche Tätigkeiten? Dann ist eine Karriere bei der saarländischen Finanzverwaltung genau das richtige für Dich!

Kein Staat und kein Land funktioniert ohne Steuern. Um wichtige Aufgaben zu erfüllen, werden finanzielle Mittel benötigt. Wenn Du uns dabei unterstützen willst, dann bewirb Dich für den gehobenen Dienst oder den mittleren Dienst bei der saarländischen Finanzverwaltung!

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Peter Strobel

Minister für Finanzen und Europa