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| Ministerium für Bildung und Kultur | Bildung

Herkunftssprachlicher Unterricht

Bei einem stetig ansteigenden Anteil der Schüler*innen mit Migrationshintergrund nimmt die Bedeutung der Mehrsprachigkeit weiterhin zu. Das Beherrschen mehrerer Sprachen ist unter dem Aspekt des Fremdsprachenlernens und der Berufsqualifizierung in einer zusammenwachsenden Welt von größter Bedeutung und stellt für den Einzelnen und die Gesellschaft eine Bereicherung dar.

Rolle des HSU für die Mehrsprachigkeit

Schüler*innen mit Migrationshintergrund verfügen mit ihren Kenntnissen in der Herkunftssprache über zusätzliche Kompetenzen, die seitens des Ministeriums für Bildung und Kultur durch die Einführung von staatlichen Unterrichtsangeboten anerkannt, wertgeschätzt und gefördert werden, sodass die Schüler*innen diese wertvolle Ressource in unserer globalisierten Gesellschaft einsetzen und nutzen können.

Eine hohe schriftliche und mündliche Kompetenz in der Herkunftssprache stellt die Basis für einen erfolgreichen Erwerb der Zweit- und Bildungssprache Deutsch sowie für das Erlernen von weiteren Fremdsprachen dar.

HSU bietet den Schüler*innen vordergründig die Möglichkeit, die Verbindung zur Sprache und Kultur ihres Herkunftslandes bewusst aufzubauen und zu stärken. Unabhängig von ihrem Alter, ihrer Herkunft und ihrem sozio-kulturellen Hintergrund trägt der HSU zu Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit bei.

Der Herkunftssprachliche Unterricht stärkt damit die individuelle, aber auch die gesellschaftliche Mehrsprachigkeit und eröffnet - unter dem Aspekt der zunehmenden Globalisierung - bessere Chancen für eine höhere berufliche Qualifikation.

Die Mehrsprachigkeit trägt zur Entwicklung der interkulturellen Handlungsfähigkeit bei, indem er die Schüler*innen befähigt, sich in verschiedenen sprachlichen, kulturellen und sozialen Kontexten zu orientieren.

Sie unterstützt die Verständigung und den Zusammenhalt innerhalb einer von kultureller und sprachlicher Vielfalt geprägten Gesellschaft und dient somit der gesellschaftlichen Integration.

Unter diesen Aspekten wurde der HSU zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres 2018/2019 der Verantwortung des Ministeriums für Bildung und Kultur unterstellt.

Er wird derzeit im Saarland in den Sprachen Arabisch, Italienisch, Russisch und Türkisch an verschiedenen Schwerpunktstandorten der allgemein bildenden Schulen ab der Primarstufe bis zum Ende der Sekundarstufe I angeboten.

Durchführungsmodalitäten

Der Unterricht findet außerhalb der Stundentafel als freiwilliges Angebot am Nachmittag im Umfang von 2 Wochenstunden als Sprachkurs für Schüler*innen statt und erfolgt seither nach einem vom Ministerium für Bildung und Kultur für den Herkunftssprachlichen Unterricht vorgegeben Rahmenlehrplan.

Die Lerngruppen können schulform- bzw. jahrgangsübergreifend eingerichtet werden.

Der HSU wird nicht benotet und ist nicht versetzungsrelevant. Die regelmäßige Teilnahme (über das gesamte Schuljahr) wird auf dem Zeugnis unter Bemerkungen aufgenommen.

Die Eltern können ihr Kind zur freiwilligen Teilnahme am HSU durch ein Anmeldeformular an der Schule anmelden. Eine Abmeldung ist jederzeit möglich.

Ansprechpartner

Herr Kadir Çetin

Trierer Straße 33
66111 Saarbrücken